Von kleinen Äpfeln, die keine sind

Heute habe ich euch mal eine spannende Liaison mitgebracht: Kalbfleisch, Thunfisch, Pfifferlinge und Pasta als sommerlichen Salat. Italienisches Essen kommt ja immer gut. Warum auch nicht? Einen Versuch ist mein Salat Gnocchetti sarda Vitello-Tonnato-Style in jedem Fall wert …

Der Nudelsalat Der Salat Es gibt Bandsalat, Buchstabensalat und Kabelsalat, die sind allerdings ungenießbar. Das Wort Salat stammt (von franz. salade, ital. insalata von lat. Sallita = eingesalzen). Salate sind also gemäß dem Wortsinn mit Salz haltbar gemachte Speisen. Das erste Buch, das ausschließlich von Salaten handelte, war John Evelyns Acetaria: A Discourse on Sallets (London 1699). Er schrieb darin, dass die Gemüsesalate aus Italien und den Niederlanden stammten. Schau an, mein richtiger Vorname (Evelyne) in der männlichen Variante. Ein Salat ist ein Gericht, das eigentlich aus rohen Salatpflanzen oder Gemüsen hergestellt wird. Salate gehören zur sogenannten Kalten Küche und werden entweder als Vorspeise…

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Wie haltet ihr es mit den die sieben Todsünden?

Das alte Jahr ist heute schon Vergangenheit, das Neue noch zu frisch um darüber urteilen zu können.
Blick über die Domäne Dahlem, Berlin
Sabines Idee, von Schmeckt nach mehr einen Jahresrückblick im Blog im Sinne einer Bilanz zu ziehen, ist, denke ich mal, nicht unklug, wächst man doch auch an seinen Fehlern, die sich manchmal einschleichen können. Zu diesem Zweck hat sie einen, zunächst einfachen, auf den zweiten Blick aber doch recht arbeitsintensiven Fragebogen ausbaldowert. Da ich nun mein zweites Bloggerjahr hinter mir lasse und mich lustvoll auf das Nächste werfe, habe ich da mal was aus 2014 zusammengetragen begleitet von ganz besonders weitsichtiger Mukke aus dem Jahre 1969 (In the Year 2525 von Zager and Evans), mein ABI Jahr:
Crevetten / Zuckerschoten / Ingwersauce

1. Was war 2014 dein erfolgreichster Blogartikel?
Mein Blog-Event: Flying Buffet für eine ganz besondere Hochzeit im Juni – kurz entschlossen und doch sehr kreativ von der Kochmeute aufgegriffen. Die märchenhafte Traumhochzeit oder traumhafte Märchenhochzeit meiner Tochter C. hat mich dazu bereits im Vorfeld inspiriert. Dank Peggy von multikulinarisch[es] leuchtet mir auch heute noch der entzückende Banner entgegen und erinnert mich jedes Mal, wenn ich meinen Blog bearbeite, an dieses schwerwiegende Ereignis einer liebenden Mutter. Ganz unten werde ich auch wiedermal ein Rezept aus meinem Flying Buffet aufschreiben, welches ich anlässlich der standesamtlichen Trauung zubereitet habe.
2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Eine lukullische Hemisphäre aus dem Februar hat MEIN Rezept überraschender Weise in ein bekanntes Printmedium gebracht, worauf ich mächtig stolz war.
Seht mir in die Karten, Genusskomplizen! aus dem März – eine Körbchenparade für einen sehr, sehr traurigen Anlass: Das Trauerbuffet für meine extrem unglücklich ums Leben gekommene Freundin G. – unvergessen …
Zusammenfassung vom Blogevent #flyingbuffet für eine ganz besondere Hochzeit vom August – so eine große Beteiligung für meinen damals 18 Monate alten Blog hatte ich niemals zu hoffen gewagt. Ich bin immer wieder total gerührt und nicht geschüttelt über die so sehr von Herzen gekommenen guten Wünsche für das glückliche Paar!
3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Karpfen mit Meerrettich-Panade, Kartoffel-Apfel-(Ri)sotto, Leinöl-Speck-Sauce und Blutwurst-Brösel von Sandra von in Frau Kampis Küche – das Rezept stellte sie auf der "Grünen Woche" in Berlin vor. In ihrem Beitrag …unter Druck… kann man das nachlesen. Blutwurstbrösel zu Fisch – diese Geschmackskombination war außergewöhnlich gut, und das, wo wir Berliner wirklich an der Quelle sitzen mit dem Blutwurstritter Benser von der Blutwurstmanufaktur.
Rote Bete solitaire statt plurielle von Robert von lamiacucina – mit Kaffee gewürzten Roten Beeten, das musste ich mal nachschmecken. Beim #foodpairing Workshop auf der IFA wurde dann der Trend ganz ungewöhnlicher Geschmackskombinationen vertieft thematisiert – sehr spannend.
Kochen mit Köstritzer Bier von Petra von OBERS TRIFFT SAHNE – ein Kochevent mit Chakall zu gewinnen, das hat mich schon arg gejuckt. Schließlich durfte ich mich tatsächlich zu den Gewinnern zählen - und eine Reise nach Berlin gewinnt eine Berlinerin nun wirklich nicht alle Tage.
4. Welches der Rezepte, die du 2014 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Rind mit Süßkartoffelstampf aus meinem #flyingbuffet, weil `s einfach nur geil ist – nachkochen ausdrücklich erwünscht!
5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2014 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
Also ein Koch- oder Blog-Problem ist es gerade nicht, wenngleich es sich aus diesen Projekten mehr oder minder zwangsweise oder doch eher leider ergibt. Die Katholische Kirche bezeichnet besonders schwerwiegende Arten der Sünde als die sieben Todsünden!
Superbia - Hochmut (Eitelkeit, Übermut)
Avaritia - Geiz (Habgier)
Luxuria - Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)
Ira - Zorn (Wut, Rachsucht)
Gula - Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
Invidia - Neid (Eifersucht, Missgunst)
Acedia -Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)
Nun, als protestantisches Menschenkind mit eher ökumenischem Denken kann und will ich das für mich nicht unkommentiert stehen lassen. Genusssucht – was wäre ein Foodblogger, wenn er sich nicht dem Genuss verschreiben würde?
Großgarnelen
Gefräßigkeit und Maßlosigkeit gehen zwangsläufig auf die Hüften – deshalb ist WENIGRER ja auch bekanntlich MEHR. Mir geht es hier allerdings eher um Neid, Eifersucht und Missgunst! Das sind leider doch Themen, die in den Social Medias immer wieder vorkommen. Nun denn, wer sich öffentlich äußert hätte darauf gefasst sein sollen.
Was schert es die deutsche Eiche wenn sich die Wildsau dran schubbert…
Berliner Redensart
Nein, ganz so ist es nicht! Durch meine leidvolle Erfahrung damit auf Facebook wünsche ich mir diesbezüglich mehr Toleranz, zumal ICH mich mit jedem mitfreuen kann, der etwas Schönes gesehen oder erlebt hat und MIR wirklich nichts ferner liegt als Neid! Es mag aus der Gelassenheit des Alters heraus resultieren, mein Apell jedoch an alle:
Man muss och jönne könne
§ 2 Rheinisches Grundgesetz
6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Also damit mir etwas eine völlig neue Welt eröffnet, muss ich wahrscheinlich auf den Mond fliegen, das ist mir zu pathetisch. Fregola sarda tostada, eine Pastasorte hat sich in mein Kochherz geschlichen. Flower Sprouts, ein Hybrid aus Rosen- und Grünkohl ist ein recht spannendes Gemüse. Die Verwendung von allgegenwärtigen Kunstoffen, die bei Erhitzung Weichmacher, wie Bisphenol A, frei werden lassen werden sukzessive aus meiner Küche eliminiert! Essen einschweißen und dann in der Folie Sous Vide garen – no go!
7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
So was richtig Lustiges oder Erheiterndes konnte ich leider nicht finden, vielleicht fehlen mir blindschleichender Kocherzählerin dazu aber auch die passenden Tools.
8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?
Ich wünsche mir, dass mich meine Kreativität nicht irgendwann hängen lässt, das kenne ich noch aus Zeiten, in denen ich mein Buch Dental – Food geschrieben habe – Schreibblockade … no thanks! Des Weiteren wünsche ich mir bessere Qualität für meine Bilder, der nächste Fotokurs lag schon als Gutschein an Weihnachten auf meinem Gabentisch – das lässt hoffen. Meine Projektmaul #verzehrbarelandschaften, mein Neustes, wird natürlich auch weiter stramm gefüttert, dafür wünsche ich mir natürlich auch immer öfter gute Vibrations. Im Übrigen würde ich mich schon auch sehr über mehr Kommentare freuen, denn mein Bog ist deutlich unterkommentiert, ebenso wie ich von Zeit zu Zeit unterhopft, ha, ha, ha. Na, und meinen geneigten Lesern und mir wünsche ich natürlich allzeit beste Gesundheit, ohne die sind wir nämlich alle samt arme Würstchen!
Hier nun noch das Rezept von den Crevetten mit Zuckerschoten, serviert im Gläschen – oder wie ich gerne sage als Verrine:

Crevetten mit Zuckerschoten und Ingwer Sauce von Doc.Eva

Zutaten
500g            Crevetten
2-3 El          Öl
300 g           Zuckerschoten
1 Stck          Zwiebel, rot
Ingwer Sauce
1/2 Stck       Zwiebel, rot
1 Tl             Ingwer, gerieben
1 Ze             Knoblauch
1 Tl             Limettensaft
1 Tl             Zucker
3 El             Sojasauce
1 El             Ketchup
                   Shisokresse für die Deko
Zubereitung
Crevetten
Je 2 Crevetten auf einen Bambusstab spießen und in wenig Öl glasig braten.
Salat
Zuckerschoten schräg in feine Streifen schneiden, Zwiebel ganz dünn blättrig schneiden. Pfanne mit 2-3 El Öl erhitzen, 1 Tl Zucker dazu geben, Gemüse hineingeben und durchmischen, etwas Salz und 2-3 EL-Sojasauce. Zwiebel kurz blanchieren und erst untermischen, wenn der Salat bereits erkaltet ist.
Ingwer-Sojasauce
½ Zwiebel ganz fein würfelig schneiden, kurz blanchieren, Ingwer und Knoblauch gerieben hinzugeben. Mit Limettensaft, Zucker Tomatenketchup und Sojasauce abschmecken. Eventuell mit etwas Wasser verdünnen.

Anrichten
Gläschen mit Zuckerschotengemüse befüllen. Crevettenspieße auf dem Gemüse anrichten. Ingwersauce angießen. Mit Shisokresse ausgarnieren.
Lasst’s euch schmecken!

Wer sich dafür interessiert was andere Blogger zu der #foodblogbilanz14 geschrieben haben, der schaut mal hier nach, Sabine sammelt alle Veröffentlichungen auf ihrer Seite.
Und da das Rezept so gut zum Blogevent Rezepte für die Figur von 1x umrühren bitte aka Kochtopf passt, ist das mein zweiter Beitrag dafür.
Blog-Event CIV - Rezepte
fuer die Figur

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