Naxos II

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch von meiner Studienreise nach Naxos mit ENJOY IT’S FROM EUROPE berichtet. Weiter geht es heute ebenfalls mal wieder nicht in meiner Berliner Küche unter dem Dach. Ich berichte über die Griechische Küche auf Naxos - aber lest doch einfach selbst … Naxos, Teil II Die Griechische Küche Als griechische Küche wird die Gesamtheit der in Griechenland verbreiteten Gerichte bezeichnet. Aufgrund der geographischen Lage Griechenlands zählt sie zur mediterranen Küche, es existieren auch verschiedene Regionalküchen, insbesondere die geographische Vielfalt führt zu einer Vielzahl von Zutaten und Spezialitäten, sagt mein Freund Wiki. Die griechische Mahlzeit ist nicht Selbstzweck, sie ist vielmehr Vorwand und Anlass und Initialzündung der Geselligkeit, und sie glückt umso mehr, je gelungener der Anlass. Johannes Gaitanides, griechisch-deutscher Schriftsteller und Publizist Etwas Musik zum Einstimmen in die griechische Lebensfreude: O, ti Arhizi Oreo Yianni

Bewährtes bewährt sich!



Köche unterscheiden sich meist darin von anderen Managern, dass sie das, was sie von ihren Leuten verlangen, auch selber können! So schreibt mein Lieblingsautor Martin Suter. Nun muss man nicht Koch gelernt haben um für kleine Kreise im privaten Rahmen kochen zu können. Managerqualitäten sind bei der Koordination dennoch dann und wann gefragt.
Uns so trafen sich kürzlich zwei Hand voll Ambitionierte, 20 Genusskomplizen von fast 500, aus der „Laienkochgruppe“ auf FB: Käptn´s Dinner zum I. Kochevent 2013 im Kachelofa im spätwinterlichen Vaihingen Enz – Gündelbach in Württemberg (in Arnsgrün im Vogtland und vorher schon mal in Mittenaar / Ballersbach haben sich solche Treffen bereits sehr bewährt). 

Mehr oder weniger kompliziert gestaltet sich die Anreise der Crew aus ganz Deutschland, England, Frankreich und Luxemburg. Aber niemand und nichts kann uns stoppen.
Die Küche wurde geentert! Jeder bereitet ein Gericht zu, das sich bereits am heimischen Herd bewährt hat. Mengenangaben auf 20 Esser hoch zu rechnen ist nicht direkt von Nöten. Alle Gänge haben Zwischengangcharakter. Auf ca. 48 Std. verteilt wird geschnitzt, geputzt, gerührt, geschmort, gebraten, gebacken, angerichtet und schließlich schnabuliert. Jeder hilft jedem, speziell beim Vorbereiten, Anrichten und Service greift eine Hand gekonnt in die Andere. Eine wunderbare Weinprobe und Kellerbesichtigung des fußläufig erreichbaren Weinguts Sonnenhof verschaffte uns schließlich die perfekte Getränkebegleitung zu unseren Gerichten. 

Ich bereitete meine Salätchen von Wildräucherlachs, Kaviar, Gurke, Dill und Graupen zu, schon um den Beweis anzutreten, dass einem beim Thema Graupen nicht sofort die Gesichtszüge entgleisen müssen. Ich verwende Gräupchen, Kochgerste, Rollgerste, Perlgerste, Perlgraupen sehr gerne, ähnlich wie Reis in Salaten oder als Risotto und schätze ihren nussigen Geschmack und ihren wahrhaft kernigen Biss.
Hier das Rezept: 
Graupensalat mit Lachs von Doc.Eva


Zutaten

150 g           Gerstengraupen
200 g           Lachs, geräuchert
1 Stck          Schalotte
½ Stck         Gurke, grün
½ Stck         Zitrone, Saft und Abrieb
1 El             Mayonnaise
2 El             Fliegenfischkaviar
4 St             Dill
1 Stck          Chili, gelb
Fleur de Sel
Pfeffer, schwarz
Rapsöl
Zubereitung
Graupen 15 Min. in Salzwasser kochen.
Gurke schälen, entkernen und fein würfeln. Schalotten und Chili auch feinst würfeln. Dill zupfen und klein schneiden.
Lachs von tranigen Abschnitten befreien, in kleine Würfel schneiden.
Graupen, Lachswürfel mit Schalotte, Chili, Gurke, Dill und Mayonnaise mischen und mit Zitrone, Zitronenabrieb und Pfeffer abschmecken.
Anrichten
Den Graupensalat im Glas anricheten (à la verrine). Mit Fliegenfischkaviar und Gurkenausstecherle geschmacksträchtig arrangieren.


Von den Freudentränen beim Ankommen bis zu den traurigen Tränchen am Ende bei der Verabschiedung war es wieder ein gelungenes Wochenende mit ganz neuen und fast neuen Freunden, die sich ganz und gar dem Genuss verschrieben haben. Nach dem Event ist ja bekanntlich vor dem Event: C U all in Braunschweig
PS Danke Sanne Andy für das Detailfoto