Soupe à l’oignon wie früher

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meinen unsichtbaren Apfelkuchen in der Heißluftfritteuse zubereitet. Heute koche ich schon wieder eine Suppe in meiner Berliner Küche unter dem Dach. Es gibt die etwas aus der Mode gekommene überbackene Zwiebelsuppe – aber lest doch einfach selbst … Unsichtbarer Apfelkuchen  La Soupe à l’oignon gratinée Die Zwiebelsuppe Zwiebelsuppe, making-of Die Zwiebelsuppe (franz. = Soupe à l’oignon) ist viel mehr als nur ein klassisches Gericht: Sie ist eine echte Institution der französischen Küche. Mit ihren wärmenden Aromen erinnert sie sofort an Mahlzeiten mit Familie oder Freunden. Dieses Gericht aus bescheidenen Verhältnissen hat die Jahrhunderte überdauert und ist nahezu zu einem Grundnahrungsmittel auf den Speisezetteln geworden. Sowohl den Feinschmecker als auch den Hobbykoch … mit seiner Einfachheit und Authentizität verzaubert sie alle Genusskomplizen gleichermaßen. Zwiebelsuppe Ursprünglich war es ein Gericht der Arbeiterklasse . Es wurd...

Alle mögen Strangolapreti, nur nicht der Priester Jürgen, der kriegt das Würgen!















Was für eine Story! Den Strangolapreti eilt ein tödlicher Ruf voraus …Ein etwas bissiger antiklerikaler Humor steckt im Namen der auch Strozzapreti genannten Gnocchi (Nockerln).  



Allerdings nur wenn man einer Legende glaubt. Priester gelten in Italien z.T. als ungenügsam, bzw. naschhaft, wenn nicht sogar als gefräßig. So besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich einer der Geistlichen gierig mit den kleinen kompakten Nocken so vollgestopft hat, das es dabei zum zitierten Würgeffekt gekommen ist. Aber ist es nicht jedem von uns schon einmal passiert, dass er zu schnell gegessen hat?
Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte:

„Die Welt ist nich aus Brei und Mus geschaffen,
deswegen haltet Euch nicht wie Schlaraffen!
Harte Bissen gibts zu kauen;
wir müssen würgen oder sie verdauen.“

Brauner Butter und Pecorinospäne flankieren die köstliche Speise. Der aromatische Schafskäse hat eine lange Tradition. Er schmeckt aromatisch und sehr würzig. Späne, mit dem Sparschäler hergestellt, eignen sich besser um die eigentliche Geschmacksnote der einzelnen Komponenten nicht zu verbreien. In der italienischen Küche wird Mangold oft dem Spinat vorgezogen wegen seines milderen Geschmacks. Man nennt ihn auch Beißkohl oder Römischer Kohl. Der Name Mangold stammt vermutlich von den altdeutschen Namen "Managolt" oder "Managwalt" was so viel wie Vielherrscher bedeutete. Vielleicht hatte er früher eine größere Bedeutung auf dem Speiseplan. Selbstverständlich können Strangolapreti auch mit anderem Blattgemüse wie Brennnesseln oder (Wild)Spinat zubereitet werden. 
 


Trentiner Mangold-Gnocchi

Zutaten
500 g           Mangold
500 g           Kartoffeln
2 El             Gries
2 El             Mehl
1 Stck          Eier
                   Salz
                   Muskatnuss
                   Wasser zum Kochen
50 g            Butter
50 g            Pecorino, blättrig gehobelt

Zubereitung
Kartoffeln in der Schale weichkochen, pellen. Noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Den Mangold waschen zerschneiden und 8 Minuten in wenig Salzwasser köcheln. Auf einen Durchschlag schütten und gut abtropfen und abkühlen lassen. Gut ausdrücken und durch den Wolf drehen.
Dann den Mangold, das Ei, Mehl und Gries hinzugeben und rasch mit den Händen zu einem glatten, gut formbaren Teig verkneten. Falls nötig noch etwas Gries hinzufügen. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, zu einer möhrendicken Schlange ausrollen und Nocken abstechen und ausformen.
Die Strangolapreti in simmerndem Wasser in wenigen Minuten gar ziehen lassen.
Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen und mit einem Schaumlöffel herausheben.

Anrichten
Die Strangolapreti in die Butter geben und kurz darin schwenken. Mit frisch gehobeltem Pecorino servieren.