Salat vom Gockel

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch die Gaumenfreuden der Region Karlsruhe, erkundet mit dem Pedelek, vorgestellt. Mit dem Reisen in ferne Länder war’s das ja leider in diesem Jahr erstmal, zumindest für mich. Nun bleiben wir also vorerst im Lande und machen uns es so schmackhaft wie möglich. Heute gibt es ein Rezept für einen köstlichen Salat vom Gockel - aber lest doch einfach selbst … Der GeflügelsalatDer FeinkostsalatFeinkostsalate gibt es in zahlreichen Varianten, zum Teil mit Fleisch oder Fisch oder auch vegetarisch. In der Regel sind sie mit Soßen und Gewürzen zubereitet. So gelesen in den Leitsätzen für Feinkostsalate des deutschen Lebensmittelbuches: Die Soßen bestehen typischerweise aus Mayonnaise oder Salatmayonnaise oder anderen mehr oder weniger emulgierten Zubereitungen, die beispielsweise Speiseöl, Essig, Sahne, Jogurt, Crème fraîche und Zuckerarten sowie würzende Zutaten enthalten. Im Handel enthält Geflügelsalat mindestens 25 Prozent gekochtes, gegartes oder ande…

Alle mögen Strangolapreti, nur nicht der Priester Jürgen, der kriegt das Würgen!















Was für eine Story! Den Strangolapreti eilt ein tödlicher Ruf voraus …Ein etwas bissiger antiklerikaler Humor steckt im Namen der auch Strozzapreti genannten Gnocchi (Nockerln).  



Allerdings nur wenn man einer Legende glaubt. Priester gelten in Italien z.T. als ungenügsam, bzw. naschhaft, wenn nicht sogar als gefräßig. So besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich einer der Geistlichen gierig mit den kleinen kompakten Nocken so vollgestopft hat, das es dabei zum zitierten Würgeffekt gekommen ist. Aber ist es nicht jedem von uns schon einmal passiert, dass er zu schnell gegessen hat?
Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte:

„Die Welt ist nich aus Brei und Mus geschaffen,
deswegen haltet Euch nicht wie Schlaraffen!
Harte Bissen gibts zu kauen;
wir müssen würgen oder sie verdauen.“

Brauner Butter und Pecorinospäne flankieren die köstliche Speise. Der aromatische Schafskäse hat eine lange Tradition. Er schmeckt aromatisch und sehr würzig. Späne, mit dem Sparschäler hergestellt, eignen sich besser um die eigentliche Geschmacksnote der einzelnen Komponenten nicht zu verbreien. In der italienischen Küche wird Mangold oft dem Spinat vorgezogen wegen seines milderen Geschmacks. Man nennt ihn auch Beißkohl oder Römischer Kohl. Der Name Mangold stammt vermutlich von den altdeutschen Namen "Managolt" oder "Managwalt" was so viel wie Vielherrscher bedeutete. Vielleicht hatte er früher eine größere Bedeutung auf dem Speiseplan. Selbstverständlich können Strangolapreti auch mit anderem Blattgemüse wie Brennnesseln oder (Wild)Spinat zubereitet werden. 
 


Trentiner Mangold-Gnocchi

Zutaten
500 g           Mangold
500 g           Kartoffeln
2 El             Gries
2 El             Mehl
1 Stck          Eier
                   Salz
                   Muskatnuss
                   Wasser zum Kochen
50 g            Butter
50 g            Pecorino, blättrig gehobelt

Zubereitung
Kartoffeln in der Schale weichkochen, pellen. Noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Den Mangold waschen zerschneiden und 8 Minuten in wenig Salzwasser köcheln. Auf einen Durchschlag schütten und gut abtropfen und abkühlen lassen. Gut ausdrücken und durch den Wolf drehen.
Dann den Mangold, das Ei, Mehl und Gries hinzugeben und rasch mit den Händen zu einem glatten, gut formbaren Teig verkneten. Falls nötig noch etwas Gries hinzufügen. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, zu einer möhrendicken Schlange ausrollen und Nocken abstechen und ausformen.
Die Strangolapreti in simmerndem Wasser in wenigen Minuten gar ziehen lassen.
Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen und mit einem Schaumlöffel herausheben.

Anrichten
Die Strangolapreti in die Butter geben und kurz darin schwenken. Mit frisch gehobeltem Pecorino servieren.


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