Verrine von der Friesentorte

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch ein Pesto gezeigt, genauer gesagt ein Knoblauchsrauken Pesto. Heute gibt es schon wieder ein Rezept. Es handelt sich um eine oder eher 50 Verrinen von der Friesentorte. Aber lest und schaut doch einfach selbst …
Die Geburtstagsfeier Die Geburtstagstorte Gibt es etwa jemanden der sie nicht kennt, die Geburtstagstorte? Meistens geschmückt mit Kerzen wobei bei Kindern jede einzelnen für ein Lebensjahr des Geburtstagskindes steht – bei Erwachsenen wählt man besser nur 12 und ein Lebenslicht, will man die Leckerei später noch verzehren. Ich sag nur mal so: Meine Mutter wird demnächst 92. Das wären dann vielleicht etwas viel Lichter auf der Torte. Aber warum gibt es den Geburtstagskuchen und woher stammt diese Tradition? Der Aberglaube sagt, bläst man alle Kerzen auf einmal aus und wünscht sich dann etwas, so geht dieser Wunsch in Erfüllung. Geschichtlich gesehen ist die Geburtstagstorte in Griechenland angesiedelt. Damals huldigten die Alten Griec…

Alle mögen Strangolapreti, nur nicht der Priester Jürgen, der kriegt das Würgen!















Was für eine Story! Den Strangolapreti eilt ein tödlicher Ruf voraus …Ein etwas bissiger antiklerikaler Humor steckt im Namen der auch Strozzapreti genannten Gnocchi (Nockerln).  



Allerdings nur wenn man einer Legende glaubt. Priester gelten in Italien z.T. als ungenügsam, bzw. naschhaft, wenn nicht sogar als gefräßig. So besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich einer der Geistlichen gierig mit den kleinen kompakten Nocken so vollgestopft hat, das es dabei zum zitierten Würgeffekt gekommen ist. Aber ist es nicht jedem von uns schon einmal passiert, dass er zu schnell gegessen hat?
Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte:

„Die Welt ist nich aus Brei und Mus geschaffen,
deswegen haltet Euch nicht wie Schlaraffen!
Harte Bissen gibts zu kauen;
wir müssen würgen oder sie verdauen.“

Brauner Butter und Pecorinospäne flankieren die köstliche Speise. Der aromatische Schafskäse hat eine lange Tradition. Er schmeckt aromatisch und sehr würzig. Späne, mit dem Sparschäler hergestellt, eignen sich besser um die eigentliche Geschmacksnote der einzelnen Komponenten nicht zu verbreien. In der italienischen Küche wird Mangold oft dem Spinat vorgezogen wegen seines milderen Geschmacks. Man nennt ihn auch Beißkohl oder Römischer Kohl. Der Name Mangold stammt vermutlich von den altdeutschen Namen "Managolt" oder "Managwalt" was so viel wie Vielherrscher bedeutete. Vielleicht hatte er früher eine größere Bedeutung auf dem Speiseplan. Selbstverständlich können Strangolapreti auch mit anderem Blattgemüse wie Brennnesseln oder (Wild)Spinat zubereitet werden. 
 


Trentiner Mangold-Gnocchi

Zutaten
500 g           Mangold
500 g           Kartoffeln
2 El             Gries
2 El             Mehl
1 Stck          Eier
                   Salz
                   Muskatnuss
                   Wasser zum Kochen
50 g            Butter
50 g            Pecorino, blättrig gehobelt

Zubereitung
Kartoffeln in der Schale weichkochen, pellen. Noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken. Den Mangold waschen zerschneiden und 8 Minuten in wenig Salzwasser köcheln. Auf einen Durchschlag schütten und gut abtropfen und abkühlen lassen. Gut ausdrücken und durch den Wolf drehen.
Dann den Mangold, das Ei, Mehl und Gries hinzugeben und rasch mit den Händen zu einem glatten, gut formbaren Teig verkneten. Falls nötig noch etwas Gries hinzufügen. Mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, zu einer möhrendicken Schlange ausrollen und Nocken abstechen und ausformen.
Die Strangolapreti in simmerndem Wasser in wenigen Minuten gar ziehen lassen.
Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen und mit einem Schaumlöffel herausheben.

Anrichten
Die Strangolapreti in die Butter geben und kurz darin schwenken. Mit frisch gehobeltem Pecorino servieren.


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