Ein zapfiges Intermezzo

Es ist durchaus angenehm, wenn die Speisenfolge eines eher opulenten Menüs ein Sorbet enthält. Das kleine kühle, fruchtige Zwischengericht verringert das Sättigungsgefühl und schafft Raum für nachfolgenden Gänge. Von den kühlen Kleinigkeiten werden vor dem Hauptgang meist nur kleine Mengen gereicht. Gibt es mehrere, wie Fisch und Fleisch, dann eben dazwischen. Das ist häufiger bei üppigen Banketts der Fall.
Der Zwischengang Das SorbetSorbets sind keine Erfindung der Neuzeit. Man kannte die kühlen Köstlichkeiten als Getränke schon in der Antike. Der Sharbat (arab. = Trank) hat sich über die Türkei und den Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa vorgearbeitet und der Erfrischung seinen Namen verliehen. Es handelte sich um eine halbgefrorene Speise aus Saft, Wein oder Schaumwein und Zucker. Für die ersten Sorbet-ähnlichen Speisen ließen sich reiche Römer von Sklaven Schnee aus den Abruzzen kommen und mischten ihn mit Fruchtsäften und/oder Wein. Solche Strapazen sind inzwischen passé, dem Gef…

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Viele Popkörner machen noch lange keinen Cakepop



Was für den Lolli der Lutscher ist für das Pferd der Kutscher.

Erdbeer-Cakepops
Viele von euch waren noch Teenager, einige von euch sogar nur eine erotische Fantasie, faltenfreier aber allemal, als der wohl berühmteste Lolli Lutscher Telly Savalas, alias Kojak, sein Markenzeichen in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts setzte. Für die Zähne ist das Luscherlutschen das Schlimmste, was man ihnen antun kann! Andauernde Zucker/Säure Attacke zum Einen und Unterdruck zum Anderen ist für Kinder und deren Zähne und Zahnentwicklung allergrößter Unfug zumal deren Beschaffung ja in den Händen Erwachsener liegt. Und Erwachsene Lolli Lutscher wirken doch ohnehin etwas infantil. Aber weg von Markenzeichen wie Lollis in ‚Einsatz in Manhattan‘, Kriminalkommissar Joppen in ‚Tatort‘ oder Cowboy Hüten in ‚Dallas‘ im TV – hier geht’s ja ums Kochen!
Der anglistische Sprachgebrauch segnet (oder verflucht) uns mit Begriffen wie Cake für Kuchen, Popsicle für Eis am Stiel oder Lollipop für Dauerlutscher. Aber Kuchenlutscher geht wirklich gar nicht. Küchlein am Stiel, das wär’s vielleicht?

Erdbeer-Cakepops
Der eingefleischte einheimische Berliner Droschkenkutscher (Taxifahrer) würde im Falle eines parkenden Lieferwagens auf der Busspur in etwa so kommentieren: „Scheiße am Stiel is och n Lutscher.“

Die ersten Cakepops wurden wohl Anfang 2008 von der Amerikanerin Angie Dudley hergestellt.
Und: Weil sie so klein sind, sind sie perfekt als Dessert-Fingerfood
Und … es ist Erbeerzeit!
Erdbeeren (Fragaria)




Meine Erdbeer Cakepops gehen eigentlich aus einer dekonstruierten Erdbeer-Roulade oder Biskuitrolle hervor. Nur, dass der Biskuitboden nicht gerollt wird sondern geröstet und zu Bröseln verarbeitet. In der Füllung versteckt sich nicht Sahne sondern Frischkäse.

 
Erdbeer Roulade
Unsere dänischen Nachbarn sagen übrigens: Beurteile ein Mädchen beim Backtrog und nicht beim Tanze. 
Denn das sollte man immer bedenken:
„Die Ehe ist eine lange Mahlzeit, die mit dem Dessert beginnt.“
Henri de Toulouse-Lautrec

Hier nun das Rezept

Erdbeer-Cakepops(icles) von Doc.Eva

Zutaten
Teig
2 Stck          Eier
50 g            Mehl
40 g            Zucker
1 Pr             Backpulver
2 El             Wasser
1 Stck          Zitrone, nur der Abrieb
1 Pr             Salz

Füllung
200 g         Erdbeeren
2 El            Erdbeersirup
150 g         Frischkäse
2 El            Zucker
2 Pck          Sahnesteif
½ Pck        Vanille-Zucker

Bambusspieße

Zubereitung
Teig
Eier trennen. Eiweiß mit 30 g steif schlagen. Eigelb mit restlichem Zucker, Salz, Zitronenabrieb und Wasser aufschlagen. Mehl und Backpulver über die Eimasse sieben und mit Eischnee kurz zu einem Teig mischen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech ausstreichen und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C
10 Min. hellgelb backen. Auskühlen lassen, Würfeln und in einer Pfanne vorsichtig rösten. In einem Mixer pulverisieren.

Füllung
Erdbeeren waschen, putzen und die Hälfte fein pürieren und mit Erdbeersirup mischen. Frischkäse mit Erdbeeren und Erdbeerpüree, Zucker und Sahnesteif mischen. 30 Min. kalt stellen.

Anrichten
Zum Servieren einen gehäuften Esslöffel große Häufchen im TK anfrieren. In den Bröseln mehrfach wälzen und zu Bällchen formen. Nochmals wälzen und zu Ende frieren. Aufspießen und Servieren.

Laßt's euch schmecken















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