Flammkuchen aus knusprigen Rösti-Boden

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch von der vergangenen FRUIT LOGISTICA 2026 in Berlin berichtet. Heute brate ich euch keinen Storch in meiner Berliner Küche unter dem Dach. Ich hätte da Flammkuchen aus knusprigen Rösti-Boden für euch, frühlingsfrisch mit Frühlingszwiebelchen - aber lest doch einfach selbst … Der Flammkuchen aus knusprigen Rösti-Boden Der Flammkuchen Flammkuchen , im Original Tarte flambée ist eine dünn ausgewalzte Teigzubereitung aus dem Elsass und benachbarten Regionen in Deutschland. Flammkuchen besteht aus einem sehr dünnem Teig ohne oder mit sehr wenig Hefe. Der Fladen wird nach dem Backen mit Crème fraîche oder Sauerrahm bestrichen und wahlweise mit Zwiebeln und/oder Speck belegt. Er wird bei sehr hoher Hitze traditionell im Holzofen gebacken. Der Name resultiert daher, dass man früher mit dem Flammkuchen die Hitze des Ofens testete. Etwas Musik?  Fire   The Crazy World Of Arthur Brown Flammkuchen aus knusprigen Rösti-Boden    Die Kar...

Stehrumchen mit Hugo


Oder sollte es trenddeutschmäßig lieber heißen: Stehrumchen mit Huga? Dann nämlich würde man das generische Femininum respektieren, welches gerade an einigen (ost)deutschen Universitäten diskutiert wird. Die Genderproblematik ist ja in der Tat nicht von der Hand zu weisen, wo sie denn hinpasst. Hier wohl eher nicht.
Holunderblütensirup
Huga klingt ja fast schon wie Uga. Mein Gedankenstrom fließt sofort Richtung Ahumadería de Uga, DIE Lachsräucherei auf Lanzarote, best Räucherlachs ever!
Was will uns die Autorin mit „Stehrumchen mit Hugo“ eigentlich sagen? Als Stehrumchen bezeichnen wir, und ich denke noch einige andere, das sich lose Versammeln mit Drink in der Hand vor Veranstaltungen jeglicher Art. Lockeres Kennenlernen mit alkoholischem Drink auf leeren Magen – man kennt das ja. Dazu serviert man seit einiger Zeit Hugo, Prosecco o.Ä. mit Holunderblütensirup. Die Alternative dazu ist der ewige Aperol Sprizz.
Aperol Sprizz

Alternative Sirups wären z.B. Rhabarber, Waldmeister oder Zitronenmelisse. 
Rhabarbersirup
Waldmeistersirup

Ich wäre ja nicht ich, triebe ich mich nicht immer mal wieder rum wo was los ist in unserer schönen Hauptstadt. Sommerliche Drinks und selbstgemachte Limonaden lautete kürzlich ein Seminar vom Tagesspiegel und Sirups standen im Mittelpunkt. Manches schmeckte mir persönlich überhaupt nicht: Erdbeer-Thymian oder Himbeer-Basilikum. Kräuterlein in süßer Kombination sind nicht Meins. Überzeugt hat mich allerdings auf ganzer Linie der Gurkensaft-Ingwer-Mix zu klarem Schnaps. Lokalkoloriert trinkt der Berliner seine Molle vorzugsweise „mit Strippe“, also zusammen mit einem Korn. Bemühungen gehen inzwischen, und das habe ich auch auf der Foodmesse NEXT ORGANIC erleben dürfen, dahin neue, reine und vor allem hochwertige Kornbrände herzustellen.
                      Det passt wie de Faust uffs Oje zur Jurkenmüsche.
Gurke / Ingwer / Zitronenmelissesirup / Korn
Gin liebt die alte Saftschubse, Traytaxi, oder Flugbegleiterin, sprich (Ex)Stewardess natürlich vorzugsweise als Gin Tonic. Interessanter Weise werden ausgerechnet auf den Philippinen 49% der Weltproduktion an Gin verkonsumiert, berichtete der Dozent und Bartender Michael M., Reserve Brand Ambassador Diageo.
In der römischen Antike trank man Posca, Essigwasser, das notfalls den Geschmack der schlechten Wasserqualität überdeckte. Im 19. Jahrhundert wurde Lemon Squash, Wasser, Zucker und Zitronensaft, in England direkt aus dem Fass verkauft. Ist das vielleicht der Ursprung der Alt-Berliner Rixdorfer Fassbrause?
   
Eine alte Matrosen-Weisheit lautet: Lieber Rum trinken, als rumsitzen!
Oder:
Erinnerungslücken sind der Hauptgewinn am Boden einer jeden Wodkaflasche.
 
Ob nun Long Drinks, Short Drinks, Fizzies, Shooter oder Cocktails, eines haben sie landläufig gemeinsam, den Alkohol. So viele Cocktails – so viele Geschichten versammeln sich um die Herkunft des Namens. Mir gefällt die schlichte Übersetzungsvariante am besten. Die farbigen Federn des Hahnenschwanzes als Assoziation zu einem farbig abgestuften Drink.


Für Cocktails ist die blaue Stunde, also die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit, schon mal extrem gut geeignet. Sie ist im Hochsommer bei uns ca. 30 Minuten lang. Eine halbe Stunde lang hat der Himmel so ein besonderes Blau und die untergehende Sonne verursacht so eine spezielle poetische Röte - eine Zeit zwischen Illusion und Wahrheit. Ein stimmungssteigernder bzw. ein entspannender Drink am Wochenende steigert zudem die Vorfreude auf ein genussvolles Mahl im privaten Kreise oder sie setzt auch den Startschuss  für eine hitzige Sommerparty im brodelnden Zentrum.
Die emsige und hochmotivierte Hobbyköchin stellt ihre Sirups selbstredend eigenpfotig her.
Als Rezeptur gilt (Pi mal Daumen)
1l       Wasser
1 kg   Zucker
100 g Früchte

Bei Kräuterausszügen können 12 Stunden schon zu lang sein und 24 Stunden zu kurz. Mein Flieder Auszug war in diesem Jahr schon nach 6 Stunden rattenbitter, schlicht ungenießbar. Der Zitronenmelisse hingegen taten 2 x 24 Stunden sehr gut.
Zitronenmelissesirup

Will damit sagen: Individuelles Ausprobieren tut Not, sozusagen:
Probare necesse est!

Lasst's euch schmecken