wwl - was war los im November 2017 in Berlin?

Der November hat in der Regel im Außenbereich nicht wirklich viel zu bieten. Es ist nass, kalt und uselig oder alles auf einmal. Am Bußtag wird gebüßt oder einfach nur genießt, geschnupft und gehüstelt. Zeit um sich möglichst effektiv zu regenerieren, weil ja die Indoor-Veranstaltungen zu Hauf rufen – mein Monatsroundup …
Der BarflyDer Barfly mit Meryem Celik ist ein musikalischer Streifzug durch die Berliner Nacht Szene. Jeden ersten Freitagabend im Monat von 19.00 bis 21.00 Uhr sendet der Berliner Regionalsender RADIO 1 und lässt die Zuhörer durch die Nacht gleiten mit längst verloren gegangenen Perlen der Musik, Blue Notes, kuriosen Erlebnissen, Liquid Lyrics und spannenden Begegnungen – extrem knisternd! Ich hatte die Gelegenheit in der Dachlounge des ehemaligen SFB, heute RBB Gebäudes an einem fantastischen Absinth-Tasting teilzunehmen.
Willkommen zur L'heure verte, lautete das Motto. Absinth war das liebste Rauschmittel der Boheme Berlins. Mythenbeladen, dank seiner ursprüngl…

Wenn der Postmann zwei Mal klingelt



Wenn der Postmann zweimal klingelt (The Postman Always Rings Twice) ist der Titel eines amerikanisches Filmdramas aus dem Jahr 1981. Die tiefere Bedeutung des Satzes ist, dass der Postbote es nicht nur auf den Briefschlitz abgesehen hat, sondern auch auf die Dame als Objekt der Begierde hinter der Tür. Mittlerweile wird der Spruch auf für jemanden verwendet, der betrogen wird, bzw. dem Hörner aufgesetzt werden.

Wenn allerdings der rasende Paketbote sturmklingelt, und das macht er in meiner Praxis oft mehrmals in der Woche, dann ist auch schon mal was Privates dabei, z.B. ein liebreizendes Wichtelpaket

Weihnachtswichteln ist ja ein vorweihnachtlicher Brauch, der u. a. in verschiedenen Internetforen gepflegt wird. Dabei wird durch zufällige Auswahl für jedes Gruppenmitglied ein anderes Gruppenmitglied bestimmt, von dem es dann, oftmals thematisch eingegrenzt, beschenkt wird. Der Wichtel an sich ist eine nordische Sagengestalt und … er kommt eher heimlich daher. Ganz neu ist übrigens das Twichteln, Wichteln für Twitterer.
S. hat zum FoodbloggerAdventswichteln 2013 aufgerufen und viele, viele folgten ihr.
Mein Packerl von L. war so unglaublich gut durchdacht als würde sie mich seit langem kennen. Über jedes einzelne, liebevoll verpackte, Geschenk habe sogleich ausgepackt (ich hab’s nicht so mit dem Warten) und mich riesig gefreut. Die reizenden Zeilen haben mich arg bewegt - und das Gartenküche Buch erst, als hätt‘ sie’s gewusst. Und woher kennt sie meine Vorliebe für Tee? Allem voran aber rangieren die Salze mit dem dazu passenden Gefäß nebst zartem Löffelchen. 

Tja, was Privat TV so auslösen kann. Hat da wohl jemand „Die Tortenschlacht - Wer backt am besten“ geschaut?
Da wurden nämlich Salz und Pfeffer im Zusammenhang mit meiner Person öffentlich und anhaltend thematisiert (Quotenfishing?). Privat TV, egal welches, hält es offensichtlich, sehr weit interpretiert, mit  Johann Wolfgang von Goethe, aus meinem Leben - Dichtung und Wahrheit. Sein Werk ist seine Autobiographie, in der er seine Erlebnisse aus den Jahren 1749 bis 1775 darstellt.
Der Dreh als solches im Schloss Neu-Hardenberg im Sommer 2013 war wirklich sehr schön und warm. Das Schlossensemble aus dem 18. Jahrhundert mit seinem prächtigen Landschaftsgarten diente als perfekte Kulisse. Hermann von Pückler-Muskau und Peter Joseph Lenné hinterlassen mit ihren weitsichtig angelegten Sichtschneisen deutlich ihre Handschriften. Ein Besuch im Schloss eigenen Museum erläutert sehr umfangreich und anschaulich die Historie.



Inzwischen sind die von Hardenbergs ausgezogen und die Stiftung Neuhardenberg ist eingezogen als Zentrum für Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaftsethik. Übernachtet wurde in den höchst chic und modern umgebauten Kavaliershäusern, allerdings ohne Klimaanlage. Was dort fehlt ist definitiv ein Schwimmbad zur Steigerung des Freizeitwertes für die nahegelegenen Berliner Stadtmenschen! 


Für die Tortenschlacht wurde nach Mottos gebacken: Streuselkuchen und Gruseltorte.
Hier mein Rezept zum Gruseln:
Sargkuchen, Schwarzwälder Art von Doc.Eva

Zutaten
Kuchen
6 Stck          Eier
150 g          Butter
100 g          Puderzucker
1 Stck          Vanilleschote
100 g           Bitterschokolade, hoher Kakaoanteil
3 El              Rum
100 g           Mandeln, gerieben
150 g           Mehl
1 El              Kakao
½ Tl             Pfeffer, schwarz
½ Tl             Salz
 etwas Tonkabohnenabrieb
 Backtrennspray

Füllung und Dekoration
200 g           Sauerkirschen (Glas)
3 El              Speisestärke
1 Pr             Nelken, gemahlen
1 Pr             Zimt
4 El              Kirschwasser
200 g           Schlagsahne
2 Pkg           Sahnesteif
150 g           Aprikosenmarmelade
2 Be             Schokoglasur
1 El              Palmin
150 g           Marzipan
100 g           Puderzucker

Zubereitung
Ofen auf 160° Umluft vorheizen.
Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen. Eier mit Zucker und Vanillemark schaumig schlagen. Zerlassene Schokoladen-Butter-Mix und Rum in den Teig einrühren. Mehl, Kakao und Mandeln und Gewürze miteinander gut vermischen und unter den Teig heben.
Kuchenteig in eine, mit Backtrennspray behandelte,  Kastenform füllen und im Ofen ca. 40 Min. bei 160° C Umluft auf mittlerer Schiene backen. Mit einem Holzstäbchen die Garprobe machen. Sehr gut kühlen.
Aus Sauerkirschen, Speisestärke, Nelken, Zimt und Kirschwasser eine Art Grütze köcheln. Marzipan mit etwas Puderzucker verkneten. Ein kleines Stück flach ausrollen und ein Kreuz ausschneiden. Aus dem restlichen Marzipan eine Leiche, Knochen und Totenkopf formen.
Den Kuchen aus der Form stürzen. Danach in Form eines Sarges schneiden (abgeschnittene Kuchenstücke für den Grabhügel aufbewahren). Einen Sargdeckel abschneiden, das Unterteil  vorsichtig aushöhlen. Sargdeckel und Sarg mit, durchs Sieb gestrichener, Aprikosenmarmelade aprikotieren, mit einem Föhn trocknen und mit Schokoglasur, mit Palmin ergänzt, überziehen. Sehr gut kühlen. Die abgeschnittenen Kuchenteile klein zerbröseln.
Sahne mit Zucker, Vanillemark und Kirschwasser und Sahnesteif aufschlagen.

Anrichten
Aus den Kuchenbröseln einen Grabhügel auf einer Kuchenplatte aufhäufeln.
Marzipankreuz auf den Sargdeckel dekorieren.
In die Sargöffnung die Kirschgrütze einfüllen und eine Sargdecke aus Sahne spritzen. Die Marzipan Leiche einbeziehen. Den Sargkorpus auf dem Hügel anrichten. Den Sargdeckel schräg auflegen. Mit Marzipangerippegedöns (Knochen) ausdekorieren.

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