Salat vom Gockel

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch die Gaumenfreuden der Region Karlsruhe, erkundet mit dem Pedelek, vorgestellt. Mit dem Reisen in ferne Länder war’s das ja leider in diesem Jahr erstmal, zumindest für mich. Nun bleiben wir also vorerst im Lande und machen uns es so schmackhaft wie möglich. Heute gibt es ein Rezept für einen köstlichen Salat vom Gockel - aber lest doch einfach selbst … Der GeflügelsalatDer FeinkostsalatFeinkostsalate gibt es in zahlreichen Varianten, zum Teil mit Fleisch oder Fisch oder auch vegetarisch. In der Regel sind sie mit Soßen und Gewürzen zubereitet. So gelesen in den Leitsätzen für Feinkostsalate des deutschen Lebensmittelbuches: Die Soßen bestehen typischerweise aus Mayonnaise oder Salatmayonnaise oder anderen mehr oder weniger emulgierten Zubereitungen, die beispielsweise Speiseöl, Essig, Sahne, Jogurt, Crème fraîche und Zuckerarten sowie würzende Zutaten enthalten. Im Handel enthält Geflügelsalat mindestens 25 Prozent gekochtes, gegartes oder ande…

Wer rastet, der rostet – nur nicht der Keksteig



Kennt ihr das? Da geht einem jemand oder irgendwas tierisch auf den Keks - völlig zu Unrecht, denn ein Keks ist im eigentlichen Sinne etwas Feines.
Hochzeitskekse beschriftet
süß
Jemand oder irgendwas kann einem auf den Zünder, auf den Senkel, auf die Hutschnur oder auf die Nerven gehen, aber doch bitte nicht auf den Keks! Ein Keks hat nicht nur zu Weihnachten Saison, er ist ein Alljahres-Gebäckstück - salzig oder süß, gehaltvoll oder leicht, knusprig oder soft, zwischendurch zum Kaffee oder Tee, oder auch aus therapeutischen Gründen:  Vor der Einnahme von Medikamenten um den Magen zu schonen oder um Schwangerschaftsübelkeit zu mindern oder um der allgegenwärtigen Unterzuckerung entgegen zu wirken. In jedem Fall neutralisiert er die Magensäure und aktiviert die innersekretorischen Drüsen.
Trifft man sich beispielsweise zu DEM großen Fest schlechthin, einer Hochzeit, werden zum anfänglichen Stehrumchen üblicherweise Champagner, Sekt, Hugo oder ähnliche Getränke gereicht.
Foto von Linda Steinhoff, danke
Leise Violinentöne umschleichen den wunderschönen Sommertag unter einem Schatten spendenden Blätterdach. Natürlich freut man sich auf die bevorstehende Kaffeetafel oder das Essen.

Der Tag beginnt zunächst mal mit Schmalhans Küche – man braucht ja Platz in der Magengrube. Sein Handy hat man im Täschchen aber das Tablet am Leib (es macht so `nen schönen flachen Bauch) hat man natürlich nicht dabei. Auf nüchternen Magen könnte das zu frühzeitigen Ausfällen führen. Schön soll so ein besonderes Fest sein und gut und gesund sollen sich die Gäste fühlen. Ein Keks zum Aperitif schafft Abhilfe. Brautmutter backt also 40 süße und 40 salzige Kekse, für jeden Geschmack etwas – wie langweilig. Etwas Besonderes sollte es sein. Eine besondere Idee muss her! Ich personalisiere also meine Gebäckteilchen mit einem Schriftzug.
Glücklicherweise gibt es Keksstempel. Eine Handvoll Buchstaben liegen der Packung bei und so kann ich die Impression einbringen.
Carla & Fabi

Das ein Teig, der Mehl enthält zunächst mal rasten muss vor der Verarbeitung ist hinlänglich bekannt, aber warum? Wenn Flüssigkeit zu Getreidemehl gegeben wird, dann bildet das Gluten (sprich Gluteeen) beim Anteigen des Mehls eine gummiartige und elastische Masse. Der Kleber hat für die Backeigenschaften eines Mehls eine zentrale Bedeutung. Es handelt sich um hochmolekulare Eiweißverbindung, sog. Klebereiweiß. Hat unser Körper eine Wirbelsäule, so hat Brot und Gebäck ein Teiggerüst. Im fertigen gebackenen Gebäck sorgt das geronnene Klebergerüst dafür, dass es seine Form behält. Einem gesunden Menschen schadet Gluten nicht und es macht auch nicht dick. Glutensensitive Menschen leiden übrigens unter einer Enteropathie (Krankheiten der Schleimhaut von Magen- und Darmtrakt), der Zöliakie.
Wer rastet, rostet!
Redensart
Wer sich zu wenig bewegt, wird unbeweglich, sowohl körperlich als auch geistig! Wer sich neuen Medien verschließt wirkt altmodisch oder hausbacken! Wer die Social medias ignoriert, verpasst den Anschluss. Spätestens bei einem Vielgenerationenfest fällt das nicht unbedingt positiv auf (Zitat: so was brauch ich nicht). Dann muss er, sie, es sich auch nicht wundern, wenn es ausgemustert wird – kleine Randbemerkung meinerseits. War das jetzt böse?

Nicht so unser Keksteig. Nach dem Rasten oder Ruhen lässt er sich aller bestens weiterverarbeiten. Er überlebt auch unbeschadet eine Nacht im Kühlschrank und wird, ähnlich wie Wein, durch begrenzte Lagerung immer besser.

Zum gleichmäßigen Ausrollen eines Teiges habe ich ein besonderes Schmankerl für euch: Ein Besuch im Baumarkt necesse est (lat. = ist notwendig). Ich liebe Baumärkte! Man besorge sich Leisten aus Holz, in diesem Fall 5 mm starke, und säge sie sich in der passenden Länge zu. Sie definieren die gleichmäßige Höhe beim Ausrollen mit dem Nudelholz.
Für die illustrere Gästeschar habe ich 80 Kekse gebacken, 40 Süße und 40 Salzige – ja, auch Backen ist meine Muse. Ich sag euch mal Eines: Brautmutter sein macht wirklich richtig glücklich!
Süß
salzig
Hier kommt mein Rezept:

Hochzeitskekse von Doc.Eva

Zutaten (süß)
250 g           Mehl
125 g           Butter
125 g           Puderzucker
1 Stck          Eier
½ Stck         Vanilleschote, nur das Mark
½ Tl            Tonkabohne, gerieben
1 Tl             Zitronenschale, Abrieb
1/2 Tl          Salz
1 El             Wasser, kalt
                   Zucker zum Bestreuen

Zutaten (salzig)
250 g           Mehl
125 g           Butter
1 Stck          Eier
2 Tl             Parmesan, gerieben
1 Tl             Rosmarin, fein gehackt
2 Tl             Salz

Zubereitung (süß)
Für die Hochzeitskekse Mehl in eine Schüssel geben und zimmerwarme Butterwürfel darüber verteilen. Puderzucker und Ei zufügen. Das Mark einer halbe Vanilleschote und in die Schüssel geben. Eine Prise Salz,  Tonkabohne und Zitronenschalenabrieb zufügen und alles zu einem glatten Mürbeteig kneten. 30 Min. rasten lassen. Teig auf einer leicht bemehlten Silikonmatte ca. 1/2 cm dick ausrollen. Hochzeitskekse ausstechen und bei 200°C  oder Umluft 150-160°C auf  mittlerer Schiene im Ofen ca. 10 Min. goldgelb backen.

Zubereitung (salzig)
Für die Hochzeitskekse Mehl in eine Schüssel geben und zimmerwarme Butterwürfel darüber verteilen. Puderzucker und Ei zufügen. Parmesan und Rosmarin zufügen und alles zu einem glatten Mürbeteig kneten. 30 Min. rasten lassen. Teig auf einer leicht bemehlten Silikonmatte ca. 1/2 cm dick ausrollen. Hochzeitskekse ausstechen und bei 200°C  oder Umluft 150-160°C auf  mittlerer Schiene im Ofen ca. 10 Min. goldgelb backen.
salzig
Lasst’s euch schmecken!
Das ist mein Beitrag für Stephanie Just von Meine Küchenschlacht zum Sommer Blogevent: Lust auf Picknick?

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