Salat vom Gockel

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch die Gaumenfreuden der Region Karlsruhe, erkundet mit dem Pedelek, vorgestellt. Mit dem Reisen in ferne Länder war’s das ja leider in diesem Jahr erstmal, zumindest für mich. Nun bleiben wir also vorerst im Lande und machen uns es so schmackhaft wie möglich. Heute gibt es ein Rezept für einen köstlichen Salat vom Gockel - aber lest doch einfach selbst … Der GeflügelsalatDer FeinkostsalatFeinkostsalate gibt es in zahlreichen Varianten, zum Teil mit Fleisch oder Fisch oder auch vegetarisch. In der Regel sind sie mit Soßen und Gewürzen zubereitet. So gelesen in den Leitsätzen für Feinkostsalate des deutschen Lebensmittelbuches: Die Soßen bestehen typischerweise aus Mayonnaise oder Salatmayonnaise oder anderen mehr oder weniger emulgierten Zubereitungen, die beispielsweise Speiseöl, Essig, Sahne, Jogurt, Crème fraîche und Zuckerarten sowie würzende Zutaten enthalten. Im Handel enthält Geflügelsalat mindestens 25 Prozent gekochtes, gegartes oder ande…

Ist weniger wirklich mehr?



Was zum Teufel bedeutet das Wort Oxymoron (griech. oxys = scharf(sinnig) und moros  = dumm? Nein, es ist kein, mit Sauerstoff angereichertes, Gericht aus Morón (Kuba) – es ist überhaupt nix zum Essen. Auch handelt es sich hier nicht um einen hyperventilierenden Jackass (engl. moron = Vollidiot) aus dem gleichnamigen TV Format des MTV. Mit dem Begriff Oxymoron wird ein innerer Widerspruch gezeigt mit dessen Hilfe Eigenschaften oder Zustände pointiert als mehrdeutig oder doppelbödig dargestellt werden können. Beispiele derer gibt es viele: Alter Knabe, Hassliebe, stummer Schrei oder eingefleischter Vegetarier, ha, ha, ha.
Erdnussparfait
Apfelkonfit /Portweinpflaume/ Pflaumentörtchen/Erdnusskonfekt/Pflaumenhefekuchen/Erdnussparfait
Aus der Zusammenstellung von Speisen kennt man: Wo sauer ist, muss auch süß oder wo süß ist muss auch salzig. Die berühmte Prise Zucker oder ein Spritzer Zitronensaft können salzigen Speisen den letzten Schliff geben. Auch Kuchen, Eis und Marmelade vertragen eine mehr oder minder große Prise Salz – alter Hut!
Relativ neu hingegen ist der Hype um Food Pairing (engl. Food = Essen, pairing = Paarung). Es bezeichnet die harmonische Verbindung von Aroma und Geschmack zwischen Speisen oder auch Speisen und Getränken. Möhren mit Vanille oder Hackfleisch mit Zimt, ja das kennen wir schon. Wem fiele allerdings ad hoc jemals ein Mousse au Chocolat mit Dill, Speck und Kaffeeröstzwiebeln zu kombinieren oder Kartoffelpüree mit Erbsen, Aprikosenmarmelade und Vanille oder sogar Rindfleisch mit Popcorn, Karamellsoße und Kräuterquark? Was die einen seltsam finden, ist für andere eine wahre Geschmacksexplosion.
Foodpairing Aromabaum
Aromabaum
Mit Hilfe der Gaschromatographie entlarvte man die Inhaltsstoffe diverser Nahrungsmittel und fand heraus, dass die wichtigsten Aromamoleküle identisch sind. Die Folgerung daraus ist, dass einige Getränke und Lebensmittel besonders gut zusammen passen, wenn ihre Schlüsselaromen miteinander harmonieren. Mit sogenannten Aromabäumen können diese sichtbar gemacht werden. Vieles kann also miteinander kombiniert werden, solange die Chemie der einzelnen Komponenten übereinstimmt.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern nichts mehr weglassen kann.
Antoine de Saint-Exupéry
Die Kombination z. B. von Erdnuss und Salbei konnte ich beim Foodparing Event von AEG (#aeg) auf der IFA 2014, Internationale Funkausstellung, (#ifa) testen, nicht schlecht – und das, wo ich Salbei doch so gar nicht mag. Erinnert er doch immer an Salbeitee, DAS alte Hausmittel für Entzündungen im Magen und Darmbereich, im Mund und Rachenraum. Ebendort auf dem Berliner Messegelände wurde auch Huhn mit Rose, Räucherlachs mit dunkler Schokolade und Tomate mit schwarzem Tee kombiniert. Unter der fachkundigen Anleitung von Christian Mittermeier und Jens Dannenfeld lernte man den ‚Taste Tomorrow‘ kennen. Die Verbindung von Erdnuss und Salbei werde ich gelegentlich in mein Repertoire aufnehmen. Es ist also doch kein Wunder, dass das Essen bei einigen Köchen atemberaubend schmeckt und bei anderen eher langweilig. Der Schlüssel zur neu entdeckten Tür findet sich hier. Danke an dieser Stelle auch für die gelungene Organisation und die eigens personalisierten GAs an E. Kraus und M. Stiefeler von AEG.
Lasset die Spiele beginnen (lat. ludi incipiant): Einfach mal anfangen mit der Kombinierfreude.
Erdnussparfait
Erdnussparfait
Das Einfache ist nicht immer das Beste. Aber das Beste ist immer einfach.
Heinrich Tessenow (Architekt 1876-1950)
Und das nach meinem kurzen Stopover in Weimar, dem Ursprung der Bauhausarchitektur kürzlich, aber das wird eine andere Geschichte, die es sich lohnt hier mal erzählt zu werden…
Sensory Architectur heißt also die Zauberformel für die Zukunft. Endlich hat das Rumprobieren und Abschmecken in der Küche einen Namen. Mit Versuch und Irrtum oder learning by doing ist einem *Nichtnachrezeptkocher* ja schon so Einiges gelungen … oder auch nicht.
Ich beginne hier mal mit süß und salzig.
Das Gute ist immer einfach aber das Einfache ist nicht immer gut!
Volksmund
Erdnussparfait
Apfelkonfit /Portweinpflaume/ Pflaumentörtchen/Erdnusskonfekt/Pflaumenhefekuchen/Erdnussparfait
Hier kommt mein Rezept:
Erdnussparfait von Doc.Eva

Zutaten
3 El             Erdnussbutter
3 El             Dulce de leche
6 El             Crème fraîche
3 El             Puderzucker
                   Meersalz

Zubereitung
Alle Zutaten gut vermischen, in passende Förmchen abfüllen und mindestens 4 Std. im Froster durchkühlen lassen.

Anrichten
Parfait aus den Förmchen drücken und ggf. mit weiteren Komponenten auf einem Teller anrichten.
Lasst’s euch schmecken!
PS: Beim Verlassen des Messegeländes kam ich dann noch, angelockt von derben Beats, an einem unverhofften Rave eines Musiclabels vorbei. Und was soll ich euch sagen, dort wurde BERLINER WEiSSE ausgeschenkt. Wir das der neue Chillaxdrink 2015? Ich fass‘ es nicht.

Blog-Event CI - Smooth
food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September
2014)

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