Fünf sind geladen, zehn sind gekommen – oder so ähnlich

Kürzlich hatte ich berichtet von den Landhotels in der Eifel und an der Moselund was es mit diesen Familien-geführten Hotels so auf sich hat. Ich durfte mich an aristokratischen Menüs laben und genau daraus schöpfe ich ja immer wieder meine Inspirationen … hier aus dem köstlichen Dinner von R. Burch vom Landidyll Hotel Zur Marienburg.

I declare the Spargelsaison open Die Spargelsaison Genießer jeglicher Couleur erfreuen sich Jahr für Jahr an der Spargelzeit. In Deutschland, dem größten Spargelanbauer-Land Europas, ist Spargel das am häufigsten angebaute Freilandgemüse. Rund 80 Prozent des Spargels stammen aus heimischen Gebieten wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Während der Beginn der Spargelsaison wetterbedingt startet und es den ersten weißen Spargel in der Regel zwischen Ende März und Mitte April gibt, steht für das Ende der Saison ein exaktes Datum fest. In diesem Jahr ist es der Sonntag, der 24. Juni 2018, dem Johannistag. Vom 24. Juni eines Jahres bis zum ersten Frost …

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Hüttengaudi – ein Déjà-vu



Es gibt was Neues in Berlin - da muss ich hin! Das Bun Bao in der Kollwitzstrasse 84 in 10435 Berlin war mein, und das diverser anderer Foodblogger, Ziel.
Im Original sind Bánh bao gefüllte vietnamesische Weizenmehlklöße. Was für eine Idee diese zu Burgern mutieren zu lassen. Doch zunächst gab es Getränke. Mein Herz schlug für den Ingwer-Zitronengras-Eistee, der mich auch nachhaltig inspirierte.

Die Buns (engl. für Weichweizenbrötchen für Hamburger) sind weiß und zart wie Omas Dampf- oder Rohrnudeln. Die Oberfläche erinnert allerdings mehr in die berühmten Germknödel oder Hefeklöße aus dem Dampf auf den winterlichen Hütten alpiner Skigebiete – hmm, mit Vanillesauce und Mohn. Dem sehr neutralen Eigengeschmack der Buns stehen diametral entgegengesetzt die höchst aromatischen Füllungen aus Schwein, Rind, Shrimps, Hähnchen, Thunfisch, Tofu oder Mungobohnen plus eingelegtem Rettich, diversen frischen Gemüsen, gerösteten Saaten oder Nüssen, Chilimayonnaise und Bergen von frischem Koriander. Allein damit hätte ich das Kaninchen der Nachbarkinder noch satt kriegen können.




Nun bin ich ohnehin kein angesagter Freund großer abbeißbarer Gebinde! Dazu gehören Burger jeglicher Couleur wenn sie sich zu hoch auftürmen genauso wie Cupcakes mit überladenen Toppings. Hier hab ich das auch schon mal erwähnt. Was der einzelne Zeitgenosse sich so im stillen Kämmerlein unbeobachtet zwischen die Kiemen schiebt bleibt Seins. Im westlichen Kulturkreis ist das Schmatzen und Rülpsen bei Tisch verpönt, ebenso wie übrigens das Schlürfen. Mit vollem Mund wird nicht gesprochen! Darum sollte man auch keine allzu großen Portionen in den Mund stopfen, um weiterhin an der Tischkommunikation aktiv partizipieren zu können. Mein Appell an alle Mitesser, Genießer oder eben Yuppies: Wisst ihr eigentlich noch wer Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge war? Sein Benimmratgeber wird in einer zivilisierten Welt immer weitestgehend aktuell bleiben.
Ein kleiner Ausflug in meine Profession, die Zahnheilkunde: Die Schneide Kanten Distanz (SKD) beschreibt den vertikalen Abstand der Schneidekanten der Frontzähne von Ober- und Unterkiefer. Normalerweise misst sie bei der Mundöffnung zwischen 40 und 52 mm. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Streichholz misst ca. 4,5 cm. Vielleicht erklärt das ja meine Aversion gegen große abbeißbare Gebinde.
Nun, es gab außer Drinks, Buns, und diversen Extras auch noch Desserts.
Summa summarum war alles sehr aromatisch und geschmackvoll, wenn man sich denn auf diese Art der Nahrungsaufnahme einlassen möchte. Meins wird es in diesem Leben wohl nicht mehr. Schimpft mich diesbezüglich gerne altmodisch aber für alles Essbar was die Größe meiner Mundöffnung überschreitet benutze ich, zumindest in der Öffentlichkeit, Messer und Gabel.
Einen Gentleman erkennt man daran, wenn man sieht wie er isst
und hört wie er trinkt.
Redensart
Wie oben schon erwähnt hatte es mir der Ingwer-Zitronengras-Eistee sehr angetan.

Zitronengras (Cymbopogon citratus)
Ich mag dieses spezielle Zitronenaroma des Zitronengrases (Cymbopogon citratus) sehr. Es unterscheidet sich von Zitronen durch die fehlende Säure und bewirkt dadurch sehr feine Geschmacksnuancen – hmm, das Rezept meiner Zitronengras-Panna-Cotta sollte ich vielleicht auch irgendwann mal verraten.
Meinen Zitronengrassirup unterstütze ich allerdings noch durch hinzugefügte Zitronensäure und verleihe ihm durch die adstringierende Wirkung der Zitronenmelisse noch mehr Frische.
Chuck Norris kann chinesisches Essen mit einem Stäbchen essen!
Chuck Norris Fact

Hier kommt das Rezept zu meinem Zitronengrassirup:
Zitronengrassirup von Doc.Eva

Zutaten
4 Stg           Zitronengras
250 g           Zucker
300 ml         Wasser
1/2 Tl          Zitronensäure
1 Tl             Zitronenmelisse, getrocknet
                   Zitronenmelisseblättchen für die Deko

Zubereitung
Zitronengrasstiele faserig klopfen, klein schneiden und mit 300 ml Wasser, Zitronensäure und dem Zucker aufkochen. Über Nacht ziehen lassen. Durch ein Sieb gießen und die Stängel dabei gründlich ausdrücken. Nochmals erhitzen, getrocknete Zitronenmelisse kurz mitziehen lassen und anschließend Abseihen. Den Sirup in Flaschen füllen und abkühlen lassen.

Anrichten
Je nach Geschmack 1-2 El Sirup in ein Glas geben und mit eisgekühltem Mineralwasser ausfüllen. Nach Wunsch mit gezupften Zitronenmelisseblättchen und Zitronengrasstengeln dekorieren.
Lasst’s euch schmecken!

Mein Sundownertipp für den bevorstehenden (Grill)Sommer:
Chopstick[eat]ers delight© von Doc.Eva
4 cl Tanqueray Gin und 2 cl Zitronengrassirup
auf gestoßenem Eis servieren und mit Mineralwasser oder Tonicwater auffüllen – cheers …
Chopstick[eat]ers delight©
Meine köstliche Coctailkreation findet ihr auch im Onlinemagazin BBQ-Spezial von CHÂTEAU et CHOCOLAT

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