Mittwoch, 20. Mai 2015

Paris – der Pegel wurde gehalten

Paris ist die Stadt … des guten Essens! Paris ist aber auch eine Metropolregion mit 12,3 Mio Einwohnern. Paris ist aber auch die meist besuchte Stadt der Welt und jährlich strömen mehr als 32 Mio Touristen in die Stadt um die Wahrzeichen zu besichtigen – gefühlte 31,5 davon über den 1. Maifeiertag!
Crêpes Suzette Art von Doc.Eva
Dank meines Hauptgewinns für mein Ziegenkäse Clafoutis Rezept für MERCIE CHEF hatte ich die Gelegenheit zusammen mit meiner Genusskomplizin P. diesen „Almauftrieb“ zu erleben. Sie hat hier darüber berichtet.
Bereits am Flughafen begrüßte uns die Stadt mit einem kleinen Bouquet: Je Porte Bonheur - très charmant!
Wir logierten in Marais, einem besonderen und sehr ursprünglichen Viertel von Paris - dem historischen, ehemals verruchten Judenviertel unweit des Marché des Enfants Rouges, dem ältesten überdachten Markt in Paris aus dem 17. Jahrhundert. Dort gibt es frisches Obst und Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Backwaren und Blumen zu begucken – welch eine Überraschung, ha ha.

Zigeuner, entlaufene Mönche, versumpfte Studenten, Schurken aller Nationen,
wie Spanier, Italiener, Deutsche, und alle Religionen, Juden, Christen, Mohammedaner, Götzenanbeter,
am Tag bettelnd, nachts als Räuberbanden ausschwärmend…

Glöckner von Notre Dame, Victor Hugo 1831

Von diesem sehr pariserischen, zentralen, dörflichen Viertel schwärmten wir früh morgens aus und beendeten den Tag in unterschiedlichen Brasserien mit echtem Pariser Flair. Ein bisschen Musique ♫♪♫♪♫♪♫♪?
Il est cinq heures, Paris s'éveille
Jacques Dutronc 1968

Ebendort schnabulierten wir uns durch die Klassiker wie Salade niçoise, Soupe à l'oignon, Escargot a la bourguignonne, Croque Monsieur, Mousse au Chocolat und Crêpes Suzette.
Soupe à l'oignon

Salade niçoise

Mousse au Chocolat

Escargot a la bourguignonne
Nachhaltig beeindruckt hat uns der Besuch im Musée du Vin Paris im Herzen von Paris. Die Weinkeller an der Seine, die von den Brüdern des Minime-Ordens im 15. Jahrhundert genutzt wurden, zeigen zahlreiche Werkzeuge und Gegenstände, die im Zusammenhang mit Weinbaugebieten und französischen Weinen stehen – sehr spannend.
Im Les Echansons in den Katakomben  genossen wir ein großartiges Mittagessen, Terrine de poissons, vinaigrette acidulée, Lieu jaune (deut. = Pollack), pommes écrasée citronnées, Sélection de fromages und Faisselle à la fraise - natürlich mit passenden Weinbegleitungen.
Terrine de poissons

Lieu jaune, pommes écrasée citronnées

Faisselle à la fraise
Am gegenüberliegenden Seineufer wartete anschließend bereits das Schiffchen für die Seinerundfahrt – natürlich mit Champagnerbegleitung – der Pegel wurde gehalten.
Etwas Kunst rechts und links unseres Weges, selbstverständlich die Galeries Lafayette und, zufällig, eine sehr schräge Modemesse ergänzten die üblichen Verdächtigen Sehenswürdigkeiten an diesem komplett verregneten Wochenende.





Ein flaches Witzelchen gefällig? Treffen sich zwei Informatiker im Chat:
Wie ist das Wetter bei euch?
Caps lock
???
Shift ohne Ende

Nun, Reisen bilden, reisen inspiriert … Paris war für mich eine Reise in die Vergangenheit – das letzte Mal war ich vor ca. 40 Jahren dort. Bis auf diese Unmengen von Tourikohorten hat sich nicht viel geändert – oder doch: Es ist internationalen geworden und man bekommt inzwischen sogar eine kleine Konversation in Englisch mit den Franzosen zustande. Ein teures Pflaster war es schon immer, auch daran hat sich nichts geändert. Oder doch, zahlreiche Boutiques des Macarons verlocken zur Einkehr. Macarons sind übrigens nicht mit den deutschen Makronen und den italienischen Maccheroni zu verwechseln! Macarons sind ein buntes französisches Baisergebäck aus Mandelmehl, gefüllt mit Ganache, gefärbt mit Lebensmittelextrakten.

Mein Dank gilt MERCI CHEF und C. Rümmelein von Vin Tour für die perfekte Organisation dieses Erlebniswochenendes.

Das nächste Mal werde ich im Spätherbst, unter der Woche, dorthin reisen, dann werden möglicherweise die Eingänge zu Museen o. Ä. nicht von gnadenlosen Schlangennestern belagert sein und die Grands Boulevards laden vielleicht eher zum Schlendern als zum Drängeln ein.
Crêpes Suzette Art von Doc. Eva

Inspiriert hat mich hat die Paris Visite zu einer neu interpretierten Variation der Crêpes Suzette, hier kommt mein Rezept:
Crêpes Suzette Art von Doc. Eva



Crêpes Suzette Art von Doc. Eva



Zutaten
Teig
125 g           Mehl
125 ml         Milch
125 ml         Wasser
2 Stck          Eier
2 El             Zucker
Salz
25 g            Butter
2 El             Butterschmalz zum Braten
Füllung
1 Stck          Papaya
3 Stck          Kumquats
250 g           Erdbeeren
8 Stck          Cranberries
50 g            Zucker
2 El             Butter
100 ml         Exotik Fruchtsaft
4 cl              Orangenlikör
                   Puderzucker zum Bestäuben
                   Zitronenmelisse für die Deko
2 El             Cashewkrokant

Zubereitung
Teig
Die Butter schmelzen. Mehl, Milch, Eier, Zucker und 1 Pr Salz in ein hohes Gefäß geben. Die flüssige Butter zufügen. Den Teig mit einem Pürierstab aufmixen. Teigmix abdecken und den Teig 30 Min. ruhen lassen. Das Butterschmalz in eine beschichtete Pfanne geben, Teig portionsweise zufügen. Bei milder Hitze goldgelb backen. Crêpe wenden und auf der anderen Seite backen. 6-8 Crêpes backen. Zum Warmhalten bei 80°C in den Backofen stellen.
Füllung
50 g Zucker und 2 El Butter in der Pfanne schmelzen, Exotik Fruchtsaft zugeben und einkochen lassen. Die gefalteten Crêpes hineingeben und kurz darin erwärmen. Orangenlikör zugeben. Vorbereitetes Obst sehr vorsichtig unterheben.

Anrichten
Crêpes mit dem Obst hübsch auftellern, mit Puderzucker bestäuben und mit Zitronenmelisseblättchen ausdekorieren. Mit Cashewkrokant bestreuen.

Lasst’s euch schmecken!
Crêpes Suzette Art von Doc. Eva

1 Kommentar:

  1. Das war ein schönes Wochenende und wenn ich jetzt den Crêpe so sehe.....dieses nette Café da an der Oper, da würde ich jetzt gern nochmal Crêpe Suzette essen.

    AntwortenLöschen