Mc Duck

Kürzlich berichtete ich von der eat!berlin. Das Feinschmeckerfestival fand vom 21. Februar 2019 bis 3. März 2019 statt. An elf eat!berlin Tagen haben bei rund 70 Veranstaltungen an fast ebenso vielen Orten weit über 70 Köchinnen und Köche am Herd gestanden. Insgesamt sind diese mit 130 Hauben und 700 Punkten im Gault&Millau und 60 Michelin-Sternen ausgezeichnet. Heute habe ich ein Rezept mit kleinem Making-off zum Thema gesunde Zwischenmahlzeit im Gepäck, einen Mc Duck – aber lest selbst …
Die Resteküche Der Vorrat Es ist gut, immer einen Vorrat an Lebensmitteln zu lagern. Hinzu kommt, dass was der Kühlschrank an übrig gebliebenen Nahrungsmitteln so hergibt. Und schon ist Kreativität gefragt. In diesem Fall waren es eine gebratene Entenbrust, eine Möhre, ein Viertel Weißkohlkopf, ein paar Blätter Endiviensalat, ein Stängel Lauch und eine Handvoll Champignons. Das Brötchen war ein Leftover vom Frühstück. Mayonnaise und Wasabi gehören ohnehin zu meinen Pflicht-Itoms.
Die Zwischenma…

Ich will alles!



Ja, so ist das unter Bloggern man trifft sich, man inspiriert sich und man hat sich viel zu erzählen  - so kürzlich geschehen mit Opa, nein nicht mein Opa, der ist lange in den ewigen Jagdgründen und schaut sich die Radieschen von unten an. Ich meine den bloggenden Opa, der den Leserpreis der METRO Kochherausforderung eingesackt hat. Zur Erinnerung: Ich hatte den Jurypreis für mein Vegetarisches Dégustationsmenue erhalten.
Füllhorn-Teller
In der Printpresse hat die Gastronomiekritik inzwischen einen nicht unbeachtlichen Stellenwert. Gastrosophen, manch einer nennt sich auch Gastronaut, wie B. Matthies, D. Schnapp, W. Faßbender, W. Siebeck, G. v. Paczensky und J. Dollase kritisieren besprechen die Küche von Restaurants was in Frankreich Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755–1826) einst begonnen hat. Sie suchen z. T. inzwischen auch das neue Verbreitungsfeld der Gastro-Blogs oder schreiben Kolumnen in Tageszeitungen und Hochglanzfoodjournalen und, nach wie vor, schwerere Kost, Bücher.
Herr Dollase z. B. hat 1080 g leichte oder eben auch schwere Kost (er ist schon sehr selbstverliebt) über die Küche als Experimentierfeld und Spielwiese in seinem Buch Himmel und Erde geschrieben. Opa berichtete mir von seiner Inspiration aus eben diesem Buch und bereitete sein Bratwurst-Füllhorn à la Jürgen Dollase zu.
Pfarrer: Verlangen deine Eltern von dir das du vor dem Essen betest?
Peterle: Nö, meine Mutter kocht eigentlich recht gut!
Was ist denn nun eigentlich ein Füllhorn? Wiki erklärt uns, dass das Füllhorn ein trichter- oder tütenförmiger Flechtkorb ist, der zunächst bei der Weinlese Verwendung fand. Es ist ein mythologisches Symbol des Glückes. Es ist i. d. R. mit Blumen und/oder Früchten gefüllt und steht für Fruchtbarkeit, Freigebigkeit, Reichtum und Überfluss.
Und was ist der Unterschied zwischen einem Gourmand und einem Gourmet? Im Deutschen wird der Gourmet als ein Feinschmecker bezeichnet, ein sachkundiger Genießer raffinierter Speisen und Getränke. Der Gourmand unterscheidet sich von ihm durch fehlende Mäßigung und geringere Sachkunde, er wird eher als  Schleckermaul oder Vielfraß verstanden. Was nun, wenn sich beides paart? Alles auf einem Teller, heiß, kalt, süß und sauer und davon auch noch viel?
Songtext von Gitte Hænning
Ich fühlte mich mehr als nur angefixt durch mein Treffen mit Opa, ich wollte mein eigenes Füllhorn haben! Für Fleisch jeglicher Art, und nicht nur dafür, fahre ich immer mal wieder zum Delikatessen Discounter nah und gut in Berlin, da weiß man was man kriegt und was man später auf dem Teller hat (liegt übrigens auf dem direkten Heimweg vom Strandbad Wannsee nach Hause. Für Brot mache ich dann noch einen kleinen Einkehrschwung bei Aux Delices Normands, Spezialist für feinste französische Backwaren, Brote und knusprige Brötchen.
Kartoffel (Solanum tuberosum)
Pfifferling (Cantharellus cibarius)
Und so wird dann nach bisschen langwierigem Mise en Place aus einem vollen Einkaufskorb ein prächtiges Füllhorn mit Fleisch, Wurst, Obst und Gemüse auf meinem Teller. Hier mein Making-of:
Füllhorn-Teller
Sollte das heiß/kalte und süß/saure Rezept dem Einen oder Anderen Zahnschmerzen verursachen so liegt das im fortgeschritteneren Alter eventuell an empfindlichen Zahnhälsen. Mit entsprechend Hydroxylapatit gefüllten Zahncremes und angepasster Putztechnik kann man dieser Erscheinung eventuell etwas Einhalt gebieten. Besser jedoch ist immer der Weg zum Spezialisten, nur der kann die wirkliche Ursache aufklären und entsprechende therapeutische Maßnahmen einleiten. Essen soll Vergnügen bereiten und Essen beginnt nun mal im Mund! Hier kommt mein Rezept:

Füllhorn Teller von Doc.Eva
Zutaten
200 g           Rinderfilet
1 Stck          Salsiccia
1 Stck          Merguez
3 Stck          Kartoffeln
100 g           Pfifferlinge
4 Stck          Cocktailtomaten
1/ 2 Stck      Gurke, grün
100 g           Mozzarella
¼ Stck         Wassermelone
                   Himbeeren
                   Brombeeren
                   Blattsalate
                   Basilikum              
                   Petersilie     
                   Thymian
Vinaigrette
2 El             Sonnenblumenöl
1 El             Senf, mild
2 El             Joghurt, 10%iger
1 El             Orangensaft
Salz
Pfeffer, weiß, aus der Mühle
Zubereitung
Wurstmassen zur Hälfte aus dem Darm pressen und zu Bällchen formen. Mozzarella und Melone gleichgroß würfeln. Kartoffeln, Pfifferlinge, Gurke und Tomaten zuschneiden. Kartoffeln und Pfifferlinge, Wurst und Fleisch à la minute braten. Blattsalate, Kräuter und Obst waschen und trocken tupfen.
Vinaigrette
Aus allen Zutaten eine cremige Emulsion im Mixer herstellen, etwas ziehen lassen.
Anrichten
Alle Komponenten füllhornartig hübsch auftellern, salzen und pfeffern und mit der Vinaigrette separat servieren.
Lasst’s euch schmecken!   
Füllhorn-Teller
Dies ist mein Beitrag zum Blog-Event CXII – Heiss & Kalt von Zorra
Blog-Event CXII - Heiss & Kalt (Einsendeschluss 15. <span style="mso-ansi-language:EN-US" lang="EN-US">September 2015)

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