Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ne Konferenz ohne Redner, geht das?



Das Foodbloggercamp

Im Sommer bereits kam der Aufruf Tickets für das FoodbloggerCamp 2015 in Berlin zu erwerben – da habe ich selbstverständlich sofort zugeschlagen. Eine Menge Foodblogger kenne ich bereits persönlich, nicht auszudenken die virtuellen Kontakte – aber wie immer im Leben: Mehr und besser geht immer! Ganz einfach erklärt, ein Barcamp ist eine Konferenz ohne Redner, die von der Interaktion mit den Teilnehmern lebt und ein vielseitiges Programm sichert, hier mit rund einhundert Teilnehmern. Naja ein bisschen geordnet geht es denn doch zu. Begrüßung durch die Veranstalter, Vorstellung der Sponsoren, zwei Sessions am Vormittag, kollektives Essenfassen am Mittag und zwei Sessions am Nachmittag … und das zwei ganze Tage lang! Wer etwas Wissenswertes für alle auf Lager hat bietet seine Session an und die Teilnehmer bekunden ihr Interesse. Beim ersten Mal hielt ich mich zurück, erstmal sehen wohin die Reise so geht im Kochatelier in Berlin-Adlershof. Gleich mal ein dummer Witz dazu von meiner Seite:
Wohin fliegt der schwule Adler?
Natürlich zu seinem Horst!
Brombeer-Ricotta-Kuchen

Die Theorie

Ich, als Unwissende, hielt mich natürlich an die theoretischen Sessions wie Online Marketing für Foodblogs, Facebook, Google und Instagram. Dabei ging es um Suchbegriffe und Keywords, Konkurrenzanalysen, Formatierungstools, SEO, Listen- und Tabellenerstellung und vieles, vieles mehr – viel Zeit braucht nun die Umsetzung, schreibe ich doch immer aus der leidenschaftlichen Seele und dem Herzen heraus und nicht aus Gründen des Merchandisings.

Die Praxis

So ein Riesenangebot an unterschiedlichsten Speisen hat man selten. In kleinen Gruppen wurde gekocht und gebacken, gefüllt und verziert. Es war das reinste Schlaraffenland.
Sylvia von Volle Lotte bereitete Pasteis de Bacalhau und Pasteis de Nata zu – ein Träumchen.
Graziella von Graziellas-Foodblog zauberte Meeresfrüchte Paella und Pilzspieß mit Chorizo – der Hammer.
Auch Südtiroler Speck war vertreten. Man kannte sich ja bereits von HIER. Seine Delegation verführte uns mit allerlei Variationen: Speckkrautsalat mit Käse-Semmelknödel und Apfel-Ingwer Chutney und Nudelsalat mit Tiroler Speck, Käse und Apfel und lauwarme Speck-Käse Brödli – Tiroler Speck geht immer!
Ziegenfrischkäse gab es mit Apfel, ich weiß leider nicht mehr von wem - der Autor möge sich bitte melden.
Peggy von Multikulinarisch[es] befasst sich seit geraumer Zeit mit essbare Wildpflanzen wie Wildkräuter, Wildgemüse und Wildobst. Ihr Kornelkirschen Likör war ne Wucht und ihre mit Hagebutten und Frischkäse gefüllten Pimientos de Padrón - eine absolute Augenweide.
Profiteroles gefüllt mit Vanillecreme gab es von Laura von Glück am Stück - wunderbar.
Carolin von Caros Küche backte uns Brownies und Tarte au citron – hmm, so saftig.
Schwarzen Sesamkuchen, vegan, glutenfrei und zuckerfei, mit Gojibeerentopping gab es von den Nährstoffexperten Juliana, Kirsten & Lena von nu3 – schmeckte erstaunlich gut.
Und prächtige Macarons buken oder backten und befüllten Johanna von My tasty little beauties, Christiane von Schabakery und Katharina von Wienerbrød – fantastisch.
Martha von Eismacherin verführte uns mit Bananensorbet unter zu Hilfenahme eines Refraktometers für den optimalen Zuckergehalt – sehr cremig.
Zu den Themen Royal Icing auf Torten, Kuchen, Muffins und Co und Fondant Verzierungen gab es auch diverse Session, hier ein Blick auf Franzis, von Dynamite Cakes, gesammelte Utensilien und Werke  – ein Augenschmaus.
Man hätte sich zerteilen müssen um das gesamte Angebot wahrnehmen zu können. Die Sessions mit dem DutchOven von Volker und Gabis Käsekuchen aus dem Slowcooker habe leider verpasst, wie so viele andere, die ich hier vergessen habe zu erwähnen – sorry dafür.
Schwerst bepackt mit Goodietüten jeglicher Couleur schloss ich für mich das Foodbloggercamp Berlin 2015 ab mit dem Resultat: Nächstes Jahr bitte wieder.
Brombeer-Ricotta-Kuchen
Tatsächlich kam doch zum späteren Sonntagabend noch das kleine Hüngerchen auf Süß vorbei geeilt. Wie gut, dass da im Freezer noch Ressourcen aus dem vergangenen Sommer versteckt waren. Höchste Zeit für meinen obligatorischen Ohrwurm:
Mungo Jerry, britischer Rock- und Bluessinger
Ach ja, und das Sommerrelikt war mein Brombeer-Ricotta-Kuchen mit Ricotta di Bufala aus Kremmen.
Brombeer-Ricotta-Kuchen

Das Rezept

Brombeer-Ricotta-Kuchen von Doc.Eva
Zutaten
Teig

  • 250 g           Mehl
  • 200 g           Quark, 20%
  • 3/4 Ta          Zucker
  • 1 Ta             Öl
  • 1 Stck          Ei
  • 1 Pck           Backpulver
  • 1/2 Stck       Vanilleschote         
  • 1 Pr             Salz

Ricottaroyal

  • 200 g           Ricotta
  • 2 Stck          Eier
  • 75 g            Zucker
  • 50 ml           Sahne
  • 500 g           Brombeeren

Zubereitung

  1. Für den Teig aus den Zutaten (Vanilleschote auskratzen) einen falschen Hefeteig kneten und in eine gefettete Backform bringen.
  2. Brombeeren darauf verteilen.
  3. Aus den Zutaten für die Ricottaroyal eine geschmeidige Masse quirlen und über die Brombeeren gießen.
  4. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 200°C etwa 30 Min. backen, auskühlen lassen und servieren.

Lasst’s euch schmecken!
Mehrere große Dankeschöns gehen an die Organisatoren, Melanie und Jan, an die Teilnehmer und an die Sponsoren, die dieses BarCamp ermöglicht haben.
Barefoot WineLebensbaumCOOKINSüdtiroler QualitätsprodukteBundesamt für Bevölkerungsschutz und KatastrophenhilfeBioBoden GenossenschaftGALERIA KaufhofKptnCook AppKüchenAtlasPloseGAZI


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen