Lauch-Kartoffel-Gratin

In  meinem letzten Blogpost hatte ich euch meine mehr oder weniger gelungenen Madeleines vorgeführt. Heute wird’es wieder heiß in meiner neuen Berliner Küche unter dem Dach. Ich hole für euch ein Lauch-Kartoffel-Gratin aus dem Ofen - aber lest doch einfach selbst …   Das Lauch-Kartoffel-Gratin Das Gratin Lauch-Kartoffel-Gratin, making-off Ein Gratin ist ein Ofengericht, welches überbacken wird bis sich an der Oberfläche eine goldbraune und knusprige Kruste bildet. Der Begriff entstammt dem Französischen (gratter, franz. = kratzen/schaben) und bezieht sich auf die köstliche Kruste, deren Reste man am Ende aus der Form aus der Form kratzt. Gratinieren bedeutet somit, dass ein Gericht in einer ofenfesten Form aus Steingut, Porzellan, Metall, Glas oder Silikon mit Käse und/oder mit Semmelbröseln oder Butterflöckchen    überbacken wird.  Das Soulfood Lauch-Kartoffel-Gratin Soulfoodzeit ist zu jeder Jahreszeit, nicht zuletzt weil es draußen regnerisch, kühl oder wie ...

Fine Dining versus Hausmannskost



Kartoffelsuppe

Die Events

Ein sehr spannender Monat liegt hinter mir und jetzt bitte ich mal um euer aufrichtiges Mitgefühl, ja ich habe mich geopfert: Falstaff lud, mit Dresscode Business Attire, zum Champagnertasting in den renommierten Berlin Capital Club am Gendarmenmarkt ein. 70 verschiedene Champagner von 25 traditionsreichen Champagnerhäusern wurden präsentiert, Pommery, Piper-Heidsieck oder Laurenti, aber auch interessante Neuentdeckungen aus kleineren Champagnerhäusern – schön prickelnd – und Feines aus der Küche wurde auch serviert.
Im Palace Hotel galt es Attilus Caviar zu verkosten – sehr mild und fein. Ach ja und da der Kaviar vom Stör stammt, wurde auch er zubereitet.

Bei der Küchenparty im InterContinental Hotel Berlin konnte geschmeckt werden was einen Berliner Meisterkoch ausmacht, Gratulation den diesjährigen Preisträgern. Und last but not least regnete es Michelin Sterne, Chapeau an dieser Stelle, in der alten Teppichfabrik, einem der letzten Industriedenkmäler des 19. Jahrhundert im Herzen Berlins – ja shabby Locations rule in der Hauptstadt. Wenn es das ist, was Berlin derzeit ausmacht - naja ick weeß nich.
Zeit einmal Lucullus, Lucius Licinius (117 v. Chr.- 56 v. Chr.), den sehr vermögenden römischer Senator und Feldherrn, zu erwähnen. Bekannt wurde dieser im Wesentlichen wegen seiner üppigen Gastmähler. Noch heute spricht man von einem lukullischen Mahl oder lukullischen Genüssen.

Hausmannskost

Im 18. Jahrhundert galt England als das Mutterland der Industrialisierung. Aus dieser Zeit datiert auch der Begriff der sogenannten Bürgerlichen Küche in Deutschland. Der bürgerliche Mittelstand hatte keine Angestellten und auch keine Köchin. Die Hausfrau kochte Hausmannskost. Man unterschied die Alltagsküche von der Sonntagsküche, die bäuerliche und die Arbeiter-Küche. Die Alltagsküche richtete sich nach dem Portemonnaie zum Einen, und nach der Bedarfslage zum Anderen. Montags war bei uns Waschtag - alle ein bis zwei Wochen kam die Kleine Wäsche und einmal im Monat die Große Wäsche. Das kostete viel Zeit und Kraft so ganz ohne den heutigen Maschinenfuhrpark. Einfach, und einfach zu handhaben musste auch das Essen an diesem Tag sein. Also wurde von meiner Mutter, inzwischen sogar Uroma, Samstag Kartoffelsuppe serviert, die dann Montag, wieder aufgewärmt, nochmal auf den Tisch kam => eine Liedchen, ein Witzchen?
Die 3 Peheiros
Kartoffelsuppe
Die Ehefrau zu ihrem Gatten:
Liebling, was suchst du denn so verzweifelt im Kochbuch?
Ich finde nirgends wie man Wäsche kocht!

Familienküche

Was treibe ich so in meiner Küche? Also für mich gibt’s am liebsten Fleisch und Salat. Zu meinen zahlreichen Einladungen serviere ich gerne etwas kompliziertere Menues mit diversen Gängen. Partytime heißt Verrinenzeit. Kleine Gläschen mit allerlei Leckereien, süß oder salzig, warm oder kalt zieren dann das Buffet. Manchmal kreiere ich auch neue Rezepte, z.B. für Competitions o.Ä..
Kartoffelsuppe
Frage ich nun aber meine Kinder was sie sich als Mitnahme Catering oder Doggy Bag (engl. = Hunde-Tüte) wünschen so sind wir wieder bei der Alltagsküche. Eigentlich sind die eingepackten Reste aus einem Restaurant oder von einen Party für den Hund bestimmt. Dabei ist es jedoch völlig unwichtig, ob es überhaupt ein Hund gibt. Tatsächlich sind die Reste meistens für einen selbst oder für Daheimgebliebene bestimmt. Und so sind wir ganz schnell wieder bei der Hausmannskost, so oder so ähnlich wie ich es von meiner fotoscheuen, inzwischen 86jährigen, Mutter gelernt habe. Feine Küche oder Fine Dining ist aus meiner Küche von meine Kindern für die Seele zu Hause nicht immer erwünscht. Da ist familieneigene Hausmannskost gefragt, mehr denn jeh!
Als Mitnahme Catering taugt immer eine kräftige Suppe. Mit Erbsen, Blumenkohl, Kürbis oder Steckrübe oder eine gute Hühner- oder Gulaschsuppe, oder … eine kräftige Kartoffelsuppe.

Das Rezept

Kartoffelsuppe von Doc.Eva
Zutaten

  • 1 kg             Kartoffeln, gewürfelt
  • 2 Stck          Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 Bd            Suppengrün, gewürfelt
  • 50 g             Butter
  • 1 l               Fleischbrühe, kräftig
  • ½ Bd           Liebstöckel
  • ½ Tl            Majoran, frisch
  • ½ Tl            Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 4 Stck          Knacker

Zubereitung
  1. Butter in einem Topf erhitzen. 
  2. Zwiebel- und Porreewürfel darin glasig dünsten. 
  3. Kartoffelwürfel, Kräuter und Brühe dazugeben und alles abgedeckt 20 Min. kochen lassen. 
  4. Ein Teil der Einlagen und die Kräuter herausfischen.
  5. Die Gemüse in der Suppe zuerst mit dem Kartoffelstampfer, dann kurz mit dem Stabmixer zerkleinern. 
  6. Durch ein Sieb abpassieren. Einlagen in die Suppe zurückgeben. 
  7. Knacker darin erwärmen.

Anrichten

  1. Suppe in angewärmte Teller geben. 
  2. Einlagen hinzufügen und Knacker ganz oder aufgeschnitten dazu geben.
  3. Mit Kräuterblättchen dekorieren.

Lasst’s euch schmecken!

Mit meinem Kartoffelsuppenrezept nehme ich teil am Bloggerevent zum Buch "Wir haben einfach gekocht" von Cathrin Brandes.