Viele Beeren machen einen Sommer (aus)




Obsttörtchen
Im Sommer muss es Schweden sein! Es ist das einzigartige Licht, dass mich dort besonders fasziniert.

Die Anreise

Zunächst gilt es die Ostsee zu überqueren. Von Berlin kommend bietet sich die Fähre von Rostock nach Gedser an plus die Fähre von Helsingør nach Helsingborg oder die gigantische Brücke über den Øresund.
Ich favorisiere allerdings, als Kreuzfahrtliebhaber, die lange Fähre (ca. 6 Std.) von Rostock nach Trelleborg. Aufgepasst bei der Buchung, da können schon mal € 100 Differenz an unterschiedlich Wochentagen liegen.
Viele Wege führen nach Rom
Redensart

Das Hotel

In diesem Jahr checkten wir im Valhall Park Hotel in Ängelholm, mit Rezeptionskater Pelle, in der Provinz Skåne ein. Das war schlicht und daher durchaus bezahlbar, was nicht unbedingt die Regel in Skandinavien ist. Es liegt nahe einem winzigen Flughafen auf einem riesigen Gelände, einem ehemaligen Fliegerstützpunkt und bietet einen wunderbaren Ausgangspunkt für allerlei Ausflüge.
Spätestens beim Frühstück weiß man in welchem Teil Europas man sich befindet. Ein highend Tubenquetscher oder auch Tubenausdrücker aus Edelstahl für den ultimativen Schwedengeschmack (Kalles Kaviar), dem würzigen Brotaufstrich aus geräuchertem Rogen von Dorsch, Seelachs, Zucker, Salz, Kartoffelflocken, Tomatenkonzentrat und Pflanzenöl ziert das Buffet. Immerhin trägt die Fischpaste inzwischen das MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang.

Die Umgebung

Shopping in diverse Outletcenter in Höganäs oder ins Einkaufszentrum Väla Center in Helsingborg sind ein MUSS. Dabei bieten sich auch bei der Fahrt über Land wunderbare Perspektiven.

Na und die Küste erst … bei Kattvik, wo übrigens Richard Gere bereits badend gesichtet wurde, mit seinem beschaulichen Hafen und seiner netten Briefkastensammlung.


Mölle mit seinem felsigen Kullaberg oder Båstad mit seinem neverending Strand – ein Farbenspiel, eine Augenweide … ein Genuss für die Augen.
Zum täglichen Picknick am Meer reicht uns ein Einkehrschwung beim Lebensmitteldealer, süßes Brot, salzige Butter, ein Stück Käse und etwas eingelegter Fisch. Ich hätte da noch einen schwedischen Ohrwurm am Start:
Abba

Die Beeren

Schweden ist auch bekannt für seine Bären Beeren. Die wohl beliebtesten Beeren in Schweden sind die Blåbär, die Heidelbeeren, dicht gefolgt von Brombeeren (schwed. = Björnbär), Himbeeren (Hallon) und roten und schwarzen Johannisbeeren (röda och svarta vinbär). Kirschen heißen auf schwedisch Körsbär, man zählt sie auch zu den Beeren, obwohl es sich im botanischen Sinn gar nicht um eine Beere handelt. Ebenso kennt man die Sauerkirsche, die Surkörsbär. Jordgubbe ist das schwedische Wort für Erdbeere. Die Erdbeere ist eigentlich keine Beere, sondern eine Sammelfrucht.
Egal ob Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren oder Brombeeren . . . Beeren sind gut für unsere Gesundheit . . . nicht nur für Auge, Geist und Herz. Frauen, im Test über 70jährig, mit einem hohen Konsum von Beerenfrüchten verzögerten den Schwund der geistigen Leistung um 2,5 Jahre. Forscher vermuten, dass es an einem Stoff (Anthocyanidin) liegt, der fast nur in Beeren enthalten ist und die Blut-Gehirn Barriere überschreiten kann und so zum Gehirn vordringen kann. Anthocyanidine bilden den farbgebenden Anteil der Anthocyane. Anthocyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die in nahezu allen Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen und sie wirken antioxidativ.
Heidelbeeren wirken gegen Durchfall, Johannisbeeren gegen Erkältungen und außerdem liefern sie aller Art verschiedenste Nährstoffe wie etwa Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe.
Sahne heißt in Schweden übrigens Grädde und es gibt sie in unterschiedlichen Fettgehaltstufen. Na, was fehlt noch? Na klar, ein Flachwitz, flacher geht’s nicht!
Was ist violett und sitzt in der Kirche ganz vorne?
Eine Frommbeere.
Mein Rezept für die kleinen Obsttörtchen ist weiß Gott nicht spektakulär aber sie mümmeln sich so dahin und plötzlich sind sie weg, verputzt, oder wie wir Berliner sagen uffjefressen.

Das Rezept

Obsttörtchen von Doc.Eva
(Wasser)Biskuit
Zutaten
  • 4 Stck          Eier
  • 100 g           Mehl
  • 80 g            Zucker
  • 1/2 Tl          Backpulver
  • 3-4 El          Wasser
  • 1/4 Stck       Zitrone, nur der Abrieb
  • 1 Pr             Salz
  • 200 g           Schlagsahne
  • 1 Pck           Vanillezucker
  • 1 Pck           Sahnesteif
  • diverse küchenfertige Beeren oder Früchte
Zubereitung
  1. Eier trennen. Eiweiß mit 30 g Zucker steif schlagen. 
  2. Eigelb mit restlichem Zucker, Salz, Zitronenabrieb und Wasser aufschlagen. 
  3. Mehl und Backpulver über die Eimasse sieben und zusammen mit dem Eischnee vorsichtig zu einem Teig mischen. 
  4. Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech ausstreichen und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C
  5. 10 Min. hellgelb backen. Kleine Rundlinge ausstechen.
Anrichten
  1. Sahne mit Zucker und Sahnesteif aufschlagen. 
  2. Teiglinge mit Sahne dressieren und mit Früchten belegen.
Lasst’s euch schmecken!
Mit meinem Obsttörtchen-Rezept nehme ich teil am Blogevent BeerenStark von Ina i(s)s.

Kommentare

  1. Heute kommen ich endlich mal dazu, alle Beiträge für das Event anzusehen. Die kleinen Törtchen sehen wirklich fabelhaft aus und ich möchte jetzt auch in Schweden sitzen und davon naschen.
    Lieben Gruß Ina von Ina Is(s)t

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