Zürcher Geschnetzeltes mal anders

Kürzlich hatte ich hier einige Berliner Restaurants vorgestellt. Ich habe köstlichste Speisen gezeigt und hoffentlich die Neugier meiner Leser wecken können. Bereits dort hatte ich euch einen raffinierten Rösti-Burger, Zürcher Art versprochen – so sei es dann auch.

Der Hamburger Der BurgerEin Hamburger (auch kurz Burger) ist ein warmes Schnell- oder Fertiggericht und bildet den Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten, sagt mein Freund Wiki. Es gibt Hamburger, Ramen-Burger (eine Art japanischer Nudeln), Pasta-Burger, Sushi-Burger, Fleisch-Burger, Fisch-Burger, Chicken-Burger, in Dubai sogar Camel-Burger und Wurst-Burger. Seine wesentlichen Bestandteile sind ein Bun (Brötchen), mit verschiedenen Belägen und ein Patty (Hacksteak) und verschiedenen Saucen. Hierhatte ich bereits schon einmal darüber berichtet. Der Hamburger an sich hat eigentlich nicht wirklich etwas mit Hamburg (Hansestadt in Deutschland) zu tun. Sicher ist jedoch, dass die erste Silbe Ham nichts mit dem englischsprachig…

Sagabona kunjani wena?



Ja, Sagabona kunjani wena ist Suaheli und bedeutet so viel wie hallo, wie geht es dir?
Brombeermarmelade,Mübeteigmännle
Mübeteigmännle mit Brombeermarmelade
Aber zurück auf Anfang:
Schnell wieder zurück in meine geliebte Hauptstadt,
es gab ja noch einen Abendtermin…
schrieb ich in meinem letzten Beitrag. Es ging zum Menü Rock’n’Roll Beef Club in die KOCHBOX. Was freute ich mich auf die Crazy Boys Walde, Dirk, Sören und den Rest mit ihren undenkbar ausgefallenen Ideen und deren mehr als kreativen Umsetzungsmaßnahmen. Eine neue Veranstaltungsreihe BEEF & BEER in der Kochbox gilt es zu etablieren und einige auserlesene Gäste, wie Rock’n’Roll Freunde und natürlich die Berliner Journaille und wir hochmotivierten Blogger, durften die Claqueure dieser Welt-Premiere sein. Es war gigantisch. Würde man diese Performance in drei Akte aufteilen, so hätt‘ ich den Ersten verpasst. Nein, schuld war nicht die Deutsche Bahn, schuld war mein straffes Zeitmanagement. So what? Rein ins Vergnügen. Im Angesicht des neuen Dry Agers und natürlich dessen Inhalt trieb es mir bereits das Wasser in die Augen – Freudentränen – und Extremmouthwatering war auch angesagt.
Ich stieg also bei getrüffelter Berliner Leberwurst ein. Sie kam als maximal veredelter Wurstklassiker daher – großartig!
Weiter ging es mit vor Ort gebastelter japanischer Ocean Beef Bratwurst, Surf and Turf, mit Makame Püree – welch eine Gaumenherausforderung - klasse!
Als absolut viehisches tierisches Fleischerlebnis und angesagtem Highlight dieses Abends wurde das Premium Dry Aged Beef zunächst in Tranchen zersägt und dann in den Beefer geschoben. Mit Kartoffelsushi und allerlei Gedöns wurde es aufgetellert – ganz großes Kino!

Zum Dessert destillierte die kochverrückte Crew einen Brand aus Fleischsaft, begleitet von Dry Salt Mint Chili Schinken und Bitterschokolade - Chapeau!
Mein Bierkonsum hielt sich in Grenzen, ich ließ mir allerdings sagen, dass sich auch hier größte Gaumenfreuden breitmachten.
Und nein dieses war kein Giveaway oder Handout für „Arme-Schlucker-Gäste“, dieses Bild soll euch die Seele erwärmen und zur KOCHBOX nach Berlin Mitte locken, Genusskomplizen und Karnivoren …
Alle Kinder essen Fleisch - außer Björn, der mag nur Möhr'n.
"Kinder" Witz
Auf meinem Blog geht ja nix ohne ein Rezept von mir. Dafür muss nun der Folgetag herhalten – die Brombeerschwemme hat derzeit Berlin voll im Griff.
Brombeeren (Rubus sectio Rubus)
Ich gehe also übergangslos in die Märtyrerphase, zerkratze und zersteche mir die Hände um sie mir anschließend dunkellila zu verfärben. Ja, ich ernte Brombeeren in meinem Refugium und koche Marmelade.
Früher sagten wir montags früh: Zwei Patienten und die Hände sind wieder sauber! Seit der latexfreien, wahlweise ecru, teint, make up, oder skin farbenen Handschuhmode klappt das nicht mehr. Und nu kommt mein Clou: Entweder man hat noch Mürbeteigreste im Freezer oder man (Frau) bastelt sich mit einem Backsong auf den Lippen fix einen neuen Teig.
 Songtext von Laid Back
Mürbeteig von Doc.Eva
oder Pâte brisée (franz.)
Zutaten
200 g           Weizenmehl (Type 405)
100 g           Butterwürfel, kalt
1 Stck          Eigelb
1 Pr             Salz
3 El             Wasser
Zubereitung
Mehl auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde formen. Butter, Eigelb, Salz und Wasser dazu geben. Die Zutaten mit den Fingerspitzen vermischen und nach und nach das Mehl vom Rand einarbeiten bis eine grobkrümelige Masse entsteht. Die Masse mit dem Handballen kneten und zu einer Kugel formen. In Klarsichtfolie eingeschlagen ca. 30 Min. im Kühlschrank rasten lassen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den kaltenTeig nun ca. 3 mm dick ausrollen. Das geht am besten zwischen zwei gleich starken Holzleisten aus dem Baumarkt, siehe auch hier.
Anschließend je nach Rezept weiterverarbeiten.
Dieses Mal habe ich ihn nicht gebacken sondern meine ausgestochenen Männle in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten sanft gebraten. Das geht schnell und entwickelt längst nicht so viel Hitze im Sommer in der Küche. Meine Marmelade bereite ich folgendermaßen zu:
Brombeermarmelade von Doc.Eva
Zutaten
1,5 kg          Brombeeren
500 g           Gelierzucker (3:1)
¼ Tl            Vanilleschote, getrocknet und gemahlen
¼ Tl            Salz
Zubereitung
Brombeeren in einen Topf geben und bei niedriger Hitze erhitzen, bis sie Saft ziehen. In einem Seiher etwas abtropfen lassen. Den Saft auffangen und anderweitig verwerten (für Smoothies oder Gelees) und dann durch ein grobes Sieb streichen, damit die Kerne zurückbleiben.
Brombeermasse mit Gelierzucker, Vanille und Salz zurück in den Topf geben, vermischen und zum Kochen bringen. 4 Min. sprudelnd kochen lassen und dabei umrühren. Gelierprobe machen.
Brombeermarmelade mittels eines Marmeladentrichters in sterile Schraubgläser füllen und fest zuschrauben. Kopfüber erkalten lassen.
Lasst’s euch schmecken!
Mübeteigmännle mit Brombeermarmelade
Mit Brombeermarmelade bestrichene Mürbeteigmännle, hier übrigens mit Mozzarella Deko, erfreuen Groß und auch Klein - Fleisch hatten wir am Vortag ja genug!

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