Zürcher Geschnetzeltes mal anders

Kürzlich hatte ich hier einige Berliner Restaurants vorgestellt. Ich habe köstlichste Speisen gezeigt und hoffentlich die Neugier meiner Leser wecken können. Bereits dort hatte ich euch einen raffinierten Rösti-Burger, Zürcher Art versprochen – so sei es dann auch.

Der Hamburger Der BurgerEin Hamburger (auch kurz Burger) ist ein warmes Schnell- oder Fertiggericht und bildet den Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten, sagt mein Freund Wiki. Es gibt Hamburger, Ramen-Burger (eine Art japanischer Nudeln), Pasta-Burger, Sushi-Burger, Fleisch-Burger, Fisch-Burger, Chicken-Burger, in Dubai sogar Camel-Burger und Wurst-Burger. Seine wesentlichen Bestandteile sind ein Bun (Brötchen), mit verschiedenen Belägen und ein Patty (Hacksteak) und verschiedenen Saucen. Hierhatte ich bereits schon einmal darüber berichtet. Der Hamburger an sich hat eigentlich nicht wirklich etwas mit Hamburg (Hansestadt in Deutschland) zu tun. Sicher ist jedoch, dass die erste Silbe Ham nichts mit dem englischsprachig…

Rhabarber, dein Einsatz!

Wenn man auf einem Grill- und BBQ Festival als Juror herhält kann man in den Pausen so allerlei entdecken … z. B. neue Freunde, neue Produkte oder sogar Journalisten denen man in Interviews Rede und Antwort stehen kann. Im letzten Blogbeitrag habe ich davon berichtet.


Die Rezeptkreation

Das Chutney

Ein Chutney (Hindi = चटनी caṭnī) ist eine würzige, süßsaure, mitunter auch scharf/pikante Sauce der indischen Küche. Die Konsistenz reicht von flüssig über cremig bis hin zu pastös. Darüber hinaus existieren auch Variationen mit Frucht- oder Gemüsestücken, sagt mein Freund Wiki. Die Briten brachten Chutneys während der Kolonialzeit nach Europa, wo sich eher die Gemüse- und Frucht-Chutneys durchgesetzt haben. Fast fünfhundert Jahre lang haben europäische Mächte versucht, über fremde Menschen und Länder zu herrschen. Seefahrer und Händler aus Portugal, Spanien, England oder den Niederlanden gingen auf Beutezüge an fernen Küsten. Chutney in Gläsern einzumachen, um von einer langen Haltbarkeit zu profitieren ist nicht zuletzt ein Relikt aus dieser Zeit.
Rhabarberchutney
Rhabarber Chutney
Häufig wird heute beispielsweise Tomate oder Mango verwendet – oder eben Rhabarber. Die mögliche Zugabe von Zwiebeln und Knoblauch oder auch Kokosnuss und Koriander ist ebenfalls typisch. Ebenfalls wird durch die Verwendung von Gewürzen und Säften wie Zucker, Chili, Ingwer, Zitronensaft, Tamarindenextrakt oder Essig die gewünschte Geschmacksrichtung verstärkt. Übrigens zählt das Wort Geschmacksrichtung, ähnlich wie Kulturbeutel zu meinen meist gehassten deutschen Worten. Chutneys werden demnach, abhängig von der Region und den verwendeten Zutaten, entweder ähnlich wie Marmelade gekocht und für die Lagerung eingemacht oder kalt püriert und frisch verzehrt. Warum also nicht einmal Rhabarber zum Einsatz bringen?
Rhabarberchutney
Rhabarber Chutney
Heute habe ich mal was sehr Skurriles für auf die Ohren:
Garden Song
Peter, Paul and Mary

Der Rhabarber

Rhabarber
Rhabarber (Rheum rhabarbarum)
Weil der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) von Haus aus sauer ist, ist er eine nahezu perfekte Grundlage für ein herzhaftes Chutney. Er gilt als ein Gemüse mit Obstcharakter. Das Knöterichgewächs ist in Wahrheitnämlich ein Gemüse! Mit nur 13 kcal pro 100 g gehört der säuerlich, grünliche Rhabarber zu den kalorienärmsten Gemüsesorten schlechthin. Die Stangen des Rhabarbers enthalten etwas Beta-Carotin (Provitamin A) und eine stattliche Menge Vit C, viel Kalium und etwas Calcium. Sein Name leitet sich vom lateinischen Rheum rhabarbarum (lat. = Wurzel der Barbaren). So nannten die alten Römer die Pflanze, die von den bei ihnen als Barbaren angesehenen Tataren an den Ufern der Wolga, ehemals Rha angebaut wurde. In Russland gilt Rhabarber angeblich als ungenießbar, weil er scheint’s nicht schmeckt – wie gut, dass wir in Deutschland leben denn hier wird daraus Saft, Kompott oder Marmelade gekocht oder gerne auch Kuchen gebacken.
Rhabarber
Rhabarber (Rheum rhabarbarum)
Ich habe auf meine Scholle drei solcher Pflanzen und bin somit bestens gift- und pestizidfrei versorgt. Etwas zum Schmunzeln? Gespräch über den Gartenzaun:
Was ist denn heute mit deinem Kater los, der flitzt ja wie ein Verrückter durch sämtliche Gärten?
Den hab' ich gestern kastrieren lassen und nun cancelt er alle Dates.

Besonders reichlich enthalten ist in ihm die Oxalsäure. Für gesunde Erwachsene oder Jugendliche ist sie völlig unbedenklich. Mit kalziumreichen Zutaten wie Milch bzw. Milch-Eis, Milchreis oder Pudding lässt sich der Säuregehalt außerdem etwas mildern. Kürzlich entdeckte ich die, auf Pflaumenbasis hergestellte Grill Sauce GLAZE. Sie hat mich geradezu verzückt, die könnte ich besser nicht machen. Und warum nicht auch mal ein Fertigprodukt in ein Rezept einbinden, wenn es denn gut ist? Hier kommt also mein kinderleichtes Rezept zu Rhabarber Chutney.
Rhabarberchutney
Rhabarber Chutney

Das Rezept

Rhabarberchutney
Rhabarber Chutney
Rhabarber Chutney von Doc.Eva
Zutaten

  • 500 g Rhabarber, küchenfertig
  • 100 ml Glaze von The Barbecue Sauce
  • 1/2 Tl Piment d'Espelette
Zubereitung
  1. Den Rhabarber kurz in Wasser abkochen und abseihen. 
  2. Die Glaze Sauce mit dem Piment d'Espelette gut vermischen. 
  3. Die Glaze Sauce vorsichtig unterheben.
Anrichten
  1. Das Chutney passt gut zu gegrilltem oder gebratenem Schweinefleisch, aber auch Huhn oder Pute harmonisieren sehr gut dazu.
Lasst’s euch schmecken!
Rhabarberchutney
Rhabarber Chutney

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