Die Obereggen Experience

Über meine immense Liebe zu Italien im Allgemeinen, den Italienern und im Besonderen zu dem wundervollen Meer und den prächtigen Bergen hatte ich ja in meinen letzten Blogposts ausschweifend berichtet. Wenn allerdings der Zwergenkönig Laurin seine Finger im Spiel hat öffnen sich meine Emotionsschleusen nahezu unermesslich. Enrosadira nennt man es so treffend vor Ort. Die Deutschsprachigen nennen es nicht minder ramontisch romantisch Alpenglühen.

Das Wintermärchen Der Ausflug in die Dolomiten Knapp 900 Kilometer sind es mit dem Automobil von der Deutschen Hauptstadt Berlin aus nach Obereggen.
Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und Autofahren gehört nicht zuletzt auch zu meinen großen Vergnüglichkeiten. Umso schöner wenn man jemanden zum Abwechseln dabei hat, so lässt sich die Vorfreude besser genießen im Wandel der deutschen Landschaften und der Himmelsfärbungen.
Ab dem Brenner scheint die Sonne! Das war schon immer so, auch dieses Mal! Von da an geht es der Sonne entgegen in vornehml…

Franconia – mon amour

Franconia (der latinisierte Ausdruck für Franken) ist die weibliche Symbolgestalt und weltliche Patronin Frankens und stellt die personifizierte Allegorie für diese Region dar. Sie ist vergleichbar mit der Bavaria für den Freistaat Bayern oder Borussia für Preußen, sagt mein Freund Wiki. Ich durfte einen sehr schönen Teil davon erleben.


Eine neue Liebe

Die Anreise

Fährt man mit der DB, so hat man immer etwas zu erzählen. Nein, ich hatte keine Verspätung und nein, die Klimaanlage und die Toiletten waren nicht defekt. Ich bin ja per se ein stiller Beobachter … und Zuhörer zu sein ist in einem Sechserabteil auch keine allzu große Herausforderung. Wenn aber eine deutlich der nach oben offenen Gewichtsklasse zugehörige einheimische Mutter dreier Kinder im Laufe einer dreieinhalbstündigen Fahrt in fünfzehnminütigem Abstand Essbares aus Blisterpacks, Plastiktüten und Kunststoffkartonagen anbietet um sie friedlich zu stimmen, dann sage ich mir: Armes Deutschland!

Der erste Tag

Iphofen lautete das erste Ziel. Sogleich nach dem Check-in im Romantikhotel Zehntkeller wurde die örtliche Vinothek angesteuert, schließlich waren kulinarische Köstlichkeiten jedweder Art das Thema der Presse- und Bloggerreise.
Und wenn man denn seinen Blick über das Fränkische-Tapas-Tellerchen schweifen lässt kommt der Appetit von ganz von alleine – versprochen! Zusammen mit einem guten Tropfen aus den örtlichen Weinkellern kam man zügig ins Gespräch.
Was machst du? Wer bist du? Für wen schreibst du? Wo veröffentlichst du? Zügig waren die Sympathien abgeklärt.
Das nächste Ziel sollte der Schwanberg sein. Nun gut, der diesjährigen Wärme und der vorangeschrittenen Stunde geschuldet wurde der Geo-Ökologische Lehrpfad am Schwanberg deutlich verkürzt. Wir erklommen nur den Historischen Weinberg mit seinem Rebsortenlehrpfad inklusive der schönsten Aussicht ever, ever ... oder Opium für die Augen, zum Weinen schön!
Und hierzu passt nur ein einziger Ohrwurm, nämlich dieser:
Another Day In Paradise
Phil Collins
Oberhalb der sogenannten Grotte wartete bereits ein bezauberndes Weinpicknick auf unsere kleine Reisegruppe – fantastisch!
Nach absolut köstlichster Bewirtung im Restaurant Zur Iphöfer Kammer ging ein eindrucksvoller Speisen- und Wein trächtiger Tag zur Neige!

Der zweite Tag

Am folgenden Tag steuerten wir den Weinort Volkach an. Auch hier erlebten wir erneut die kulinarische Vielfalt Frankens. Die Gourmet-Häppchen-Tour durch die Altstadt war an Genuss nahezu unübertroffen.
Im Hotel Vier Jahrseszeiten starteten wir mit Salätchen und Wein. Im Schoppenhäusle gab es Scampi und Wein. Das Romantikhotel zur Schwane hielt feinste Häppchen und Wein bereit. Das Leipolds, bekannt für seine Schnitzel, servierte gleich ein ganzes Potpourri an Schnitzelvariationen. Heiter, heiter strandeten wir schließlich im Eiscafé Die Eismacher, ohne Wein, dafür mit Eiscafé. Und weiter ging unsere Reise nach Nürnberg.
Nach dem Check-in im Sorat Hotel Saxx (oben: lowcarb Frühstück im Hotel) wurde nun selbst gekocht, selbsterklärend erst nach einem lukullischen Rundgang durch Nämberch, wie die Einheimischen sagen. Dazu fällt mir ein Zwiegespräch eines schottischen Ehepaares ein, das an einer Würstchenbraterei vorbeischlendert:
Oh, wie das duftet!
Ja, wenn du willst, gehen wir auf dem Rückweg noch einmal daran vorbei!

Überhaupt liebe ich die fränggische und nordbayuvarische Phonetik sehr, möglicherweise meinen zahlreichen Genuss-, Reise-, und Fotografiefreunden geschuldet. In der Kochschule Cookionista in der Bucher Straße ging es dann zur (Koch)Sache. Tarte, Salat und Geschmortes von der Nürnberger Rostbratwurst und Lebkuchen wurden von uns eigenpfotig zubereitet und zusammen (mal wieder mit Wein) einverleibt – ein sehr ereignisreicher Tag ging zu Ende!

Der letzte Tag

Den letzten Tag starteten wir im Nürnberger Stadtmuseum im Fembohaus und inhalierten optisch und akustisch unterstützt die Krone – Macht – Geschichte oder die Entwicklung Nürnbergs von der mittelalterlichen Reichsstadt bis ins 20. Jahrhundert – hoch interessant!
Lange nichts getrunken, oder sogar deutlich unterhopft schlenderten wir in den Biergarten der Hausbrauerei Altstadthof. Bei Nürnberger Stadtbier und herausdestilliertem Whisky ließ sich die vorherige Geschichtsstunde trefflich verdauen. Schließlich folgte noch ein Rundgang über die Bio erleben, das große Bio-Fest in der Frankenmetropole mit einer riesengroßen Vielfalt an regionalen Ausstellern.
Und hier schließt sich mal wieder der Kreis zu meinen eingangs erwähnten Erlebnissen bei der Anreise. Oh ja, es geht: Man kann sich gesund ernähren in unserem vielfältigen Deutschland und es geht auch sehr gut ohne Convenience- und Fertigprodukte.
Danke an alle Beteiligten und die Agentur noble kommunikation GmbH für diese sehr sehr inhaltsreiche Presse-Reise, sowohl kulinarischer als auch informativer Natur – und ja ich sage mal: Franconia – mon amour!

Das Rezept

Ein köstliches Rezept von mir, natürlich in meiner illustren Berliner Dachwohnungs-Küche zubereitet, gehört ja eigentlich traditionell zu meinen Blogposts dazu wie der Senf zur Wurst, oder wie die Berliner Großschnauze sagen würde wie der Arsch auf den Eimer. Neuerlich ist es in einem anderen Post separat zu finden. Man kann ja von niemanden, der Sauce Cumberland mit Heidelbeeren zubereiten möchte verlangen, dass er sich mein Franconia – Presseausflugs Schmäh antut oder/oder umgekehrt. Also, zum raffinierten Rezept von Sauce Cumberland mit Heidelbeeren geht es hier entlang.
Sauce Cumberland und Heidelbeeren

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