Verrine von der Friesentorte

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch ein Pesto gezeigt, genauer gesagt ein Knoblauchsrauken Pesto. Heute gibt es schon wieder ein Rezept. Es handelt sich um eine oder eher 50 Verrinen von der Friesentorte. Aber lest und schaut doch einfach selbst …
Die Geburtstagsfeier Die Geburtstagstorte Gibt es etwa jemanden der sie nicht kennt, die Geburtstagstorte? Meistens geschmückt mit Kerzen wobei bei Kindern jede einzelnen für ein Lebensjahr des Geburtstagskindes steht – bei Erwachsenen wählt man besser nur 12 und ein Lebenslicht, will man die Leckerei später noch verzehren. Ich sag nur mal so: Meine Mutter wird demnächst 92. Das wären dann vielleicht etwas viel Lichter auf der Torte. Aber warum gibt es den Geburtstagskuchen und woher stammt diese Tradition? Der Aberglaube sagt, bläst man alle Kerzen auf einmal aus und wünscht sich dann etwas, so geht dieser Wunsch in Erfüllung. Geschichtlich gesehen ist die Geburtstagstorte in Griechenland angesiedelt. Damals huldigten die Alten Griec…

Abtauchen im Roten Meer

Zunächst einmal heiße ich alle herzlich willkommen im Jahre 2019, dem letzten Jahr des ersten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert! Möge es ein glückliches, sorgenarmes und vor allem gesundes Jahr werden! Ich habe den Jahreswechsel in Ägypten verbracht, aber lest selbst …

Zum Tauchen nach Ägypten

Die Reise

Auf ging es nach dem alljährlichen fantastischen Familienspektakel an Heiligabend mit allen Generationen, von der 92-jährigen Urgroßmutter bis zum drei Monate alten Enkelchen zu einer neuen Reise in ein fantastisches Abenteuer. Und dieser Urlaub verspricht mindestens ebenso aufregend zu werden, wie all die exotischen Ziele, die ich bisher bereisen konnte. Um 04.00 Uhr früh klingelte der Wecker, denn der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm. Mit dem Taxi ging es nach Berlin Tegel (TXL) und dann im Direktflug nach Marsa Alam (RMF). Wer diese Region bereisen will sollte es tunlichst unterlassen als Zielflughafen Hurghada (HRG) anzusteuern. Einige Reiseanbieter verfahren so was allerdings mit einem mehr als 4-5 stündigen Bustransfer gekoppelt wäre. Augen auf bei der Reiseplanung! Es ist mein 10. Mal in Ägypten. Safaga, bzw. Soma Bay kenne ich wie meine Westentasche und auch der Sinai ist mir nicht fremd.
Meine Transferzeit zum Hotel Nada Resort lag gerade mal bei 20 Minuten, zieht man die restlichen angesteuerten Hotels ab. Da ich mich ja vornehmlich im Highpreis-Level bewege war es mir einmal mehr wichtig auch das Lowpreis-Budjet zu testen. Privilegiert ja, aber reisen sollte für alle möglich sein und somit buchte ich ein Allinclusive-Paket über Weihnachten und Silvester bei 5vor Flug für eine Woche für schmale € 750. Bei meinem Lieblingsreiseanbieter Robinson hätte es das dreifache gekostet.

Das Land

Ägypten (offiziell Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit über 97 Millionen Einwohnern und einer Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Ägyptens Nachbarländer im Süden sind der Sudan und im Westen Libyen. Die nördliche natürliche Grenze ist das Levantische Meer, der östlichste Teil des Mittelmeeres. Im Südosten hat es eine ausgedehnte Küste zum Roten Meer mit seinen beiden Meeresarmen, dem Golf von Suez und dem Golf von Aqaba bzw. Eilat gegenüber, sagt mein Freund Wiki. Dem letztgenannten Golf liegen Saudi-Arabien, dort war ich in Djiddah als Stewardess für Laker Airways stationiert und Jordanien. Ich habe mir die Region südliches Rotes Meer ausgesucht. Hier ist das Wetter beständig mit um die 25° C, die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist gering, das Wasser hat ca. 22°C und die Sonnenaufgänge sind paradiesisch – perfekt! Etwas zum Schmunzeln?
Was passiert mit einem blauen Schuh, wenn er ins Rote Meer fällt?
Er wird nass!

Das Hotel

Das Hotel Nada Resort liegt direkt am Meer mit einem flachen Riff davor sodass planschen in der Brandung für Kinder nicht möglich ist. Ein langer Steg führt darüber und dann öffnet sich bereits für Schnochler und Taucher das Unterwasserparadies. Das Hotel hatte einen leicht maroden Charme. Als Gäste fanden sich Deutsche und Italiener und Osteuropäer. Das Areal ist riesig mit animiertem beheiztem Pool und Strandbar. Man kann sich aus dem Weg gehen oder kommunizieren, ganz nach Wunsch. Ich habe wiedermal spannende Menschen kennen gelernt von charmanten Tauchlehrern über einen Glasoberflächenveredler von Weingläsern bis hin zum röhrenden Rocksänger – sehr bereichernd und inspirierend!

Das Essen

Die Küche des Vorderen Orients ist mir gut bekannt. Angefixt durch meine Stationierung als Stewardess in Djiddah (Saudi-Arabien), s. o., Aufenthalte in der Türkei, Ägypten, Tunesien, Algerien und Marokko ist meine große Liebe zur arabischen Küche ungebrochen. Auf internationale Gerichte verzichte ich persönlich in diesen Ländern lieber. Oftmals hört man von größeren Verdauungsproblemen der Touristen. Ich halte es da mit:
Peel it, boil it, cook it or forget it!
Koch es, brat' es, schäl' es oder vergiss es!

Vom Konsum von Leitungswasser ist ebenfalls abzuraten. Damit sind Eiswürfel aus ungeklärtem Ursprung tabu.
Es gab: Kebab, Kofta, Gulasch, sowohl aus Fleisch als auch aus Fisch, dazu Hommous, Tahina-Soße, Baba Ghanug, gemischte Essigfrüchte incl. Salzzitronen, Petersiliensalat (Tabbūlā), Auberginensalat (Bāḏinǧān), Mezze (Māza) in allen Variationen und Süßigkeiten in zahlloser Vielfalt – ich war im Schlaraffenland angekommen! Ein bisschen arabische Musik?
Jassim & Alturky & Al-Abdullah

Das Tauchen

2011 absolvierte ich meinen 100. Tauchgang am Wrack der schwedische RoRo-Fähre Zenobia, 1400 m entfernt von Larnaca (Zypern). Ein schreckliches Ereignis hielt mich seitdem ab jemals wieder zu Tauchen. Aber hätte meine liebe Freundin G. (R.I.P.) das so gewollt? Herausforderungen werden weiterhin mein Leben bestimmen. Ich buchte bei Ducks Diving Qusier einen Refresh Tauchgang. Behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen in Begleitung von Ahmed B. erkundeten wir direkt vom Strand aus in Marsa Murena die vorgelagerten Korallenriffe.
Es war wie früher, die Sorge verschwand, die Freude kam wieder – was für Farben, wie viele Fische, welche Korallenformationen – fantastisch (atemberaubend wäre hier wohl eher nicht angebracht).
Bei allem Respekt und der Sucht nach mehr Meer, mehr Tiefe, Vorsicht ist immer geboten solange man von einer Flasche, resp. einem Automaten abhängig ist. Mein dringender Appell an alle und damit meine ich im Besonderen die euphorischen Schnuppertaucher: Beachtet die Austauchzeiten, nehmt die Oberflächenpausen bei Mehrfachtauchgängen ernst und bitte gebt eurem Blut ausreichend Zeit zum Ausperlen des Stickstoffs. Denkt daran: Beim Rückflug herrscht an Bord ein Klima wie in 3000 m Höhe. Im schlimmsten Falle droht Exitus durch Embolie! Ich erlebte dann noch wunderschöne Tauchgängen rückwärts kopfüber vom Schlauchboot via Tauchschiff und direkt am Hausriff – die Herausforderung habe ich angenommen!
Übrigens: Die Küche an Bord der Tauchschiffe ist großartig – ägyptisch von ägyptischen Bootsleuten gekocht – köstlich!
Für die Unterwasseraufnahmen bedanke ich mich sehr, sehr herzlich bei Rene Tischer.

Der Stadtausflug

El-Quseir (auch Quseir, el-Kuseir, el-Kosseir, arabisch: ‏القصير‎, al-Quṣair, „Kleiner Palast/kleine Burg“) ist eine Hafenstadt und ein Erholungsort an der Küste des Roten Meeres und gehört zur Red Sea Riviera. El-Quṣeir ist zwar eine eher kleine Stadt, dafür besitzt sie aber eine umso größere Geschichte, nachzulesen bei Wikipedia. Sie befindet sich am Kreuzungspunkt der Küstenfernverkehrsstraße 24. Wir besuchten die Marienkirche, eine Kirche der koptischen Glaubensgemeinschaft. Die Kirche wurde einst als katholische Kirche zu Ehren der Heiligen Barbara erbaut. Anschließen sichteten wir mehrere Moscheen und ein Gewürzhaus (Bedouin House), die Prachtstraße, die keine im herkömmlichen Sinne ist und natürlich den Hafen – eintauchen in eine andere Welt und nicht zwangsläufig gefährlich wie es die europäische Presse gerne darstellt.

Das Résumé

Was will man zum Jahreswechsel oder auch sonst in Ägypten? Sonne, Wärme und das Rote Meer – das Dreigestirn gibt es gratis für alle! Luxus kann, muss aber nicht. Es geht auch einfach und preiswert. Ich habe weder schmutzige Ecken im Bad, noch Ungeziefer entdecken können. Die Menschen sind liebenswert, hilfsbereit und freundlich. Man sollte seine Meckerseite zu Hause lassen und die Fünf ist gerade. Lowbudget Allinclusive - ja das geht!

Das Rezept

Ein köstliches Rezept von mir, natürlich in meiner illustren Berliner Dachwohnungs-Küche zubereitet, gehört ja eigentlich traditionell zu meinen Blogposts dazu wie der Senf zur Wurst, oder wie die Berliner Großschnauze sagen würde wie der Arsch auf den Eimer. Neuerlich ist es in einem anderen Post separat zu finden. Es wird eine regionale Spezialität aus dem Sächsischen sein, die auch in Berlin sehr gerne zubereitet wird: Quarkkeulchen. Man kann ja von einem interessierten Rezeptsucher schließlich nicht verlangen, dass er sich erstmal einen, wenn auch höchst interessanten, Reisebericht antut – oder vielleicht doch? Bis bald also auf diesem Kanal, oder wie ich mich in meiner Radiosendung immer verabschiede: SO LONG …
Quarkkeulchen

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