Die Obereggen Experience

Über meine immense Liebe zu Italien im Allgemeinen, den Italienern und im Besonderen zu dem wundervollen Meer und den prächtigen Bergen hatte ich ja in meinen letzten Blogposts ausschweifend berichtet. Wenn allerdings der Zwergenkönig Laurin seine Finger im Spiel hat öffnen sich meine Emotionsschleusen nahezu unermesslich. Enrosadira nennt man es so treffend vor Ort. Die Deutschsprachigen nennen es nicht minder ramontisch romantisch Alpenglühen.

Das Wintermärchen Der Ausflug in die Dolomiten Knapp 900 Kilometer sind es mit dem Automobil von der Deutschen Hauptstadt Berlin aus nach Obereggen.
Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel und Autofahren gehört nicht zuletzt auch zu meinen großen Vergnüglichkeiten. Umso schöner wenn man jemanden zum Abwechseln dabei hat, so lässt sich die Vorfreude besser genießen im Wandel der deutschen Landschaften und der Himmelsfärbungen.
Ab dem Brenner scheint die Sonne! Das war schon immer so, auch dieses Mal! Von da an geht es der Sonne entgegen in vornehml…

Eine Liebeserklärung

Die Liebe wird im Wesentlichen als ein bedingungsloses Öffnen oder Sich-Öffnen verstanden. Aber um wen oder was geht es denn eigentlich? In erster Linie geht es doch um einen selbst, denn das ICH muss oder will sich einlassen auf dieses große Gefühl mit Kribbeln im Bauch, mit Kloss im Hals, mit weichen Knien und Glückstränen in den Augen. Das ICH muss die große Gefühlswelle zulassen und sich einlassen mit seinem Innersten.

Apulien im November, Teil 1

Die Liebe

Die Selbstliebe ist eine Grundvoraussetzung um zu verstehen was um einen herum geschieht. Denn erst die Selbstliebe eröffnet uns die zahlreichen positiven Sichtweisen auf Eindrücke, die unser Innerstes erreichen. Das führt uns automatisch zur Nächstenliebe. Für manch einen ist es der christliche Glaube für den anderen der humanistische Gedanke.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
aus Markus 12,29-31
Die körperliche Liebe gehört ebenso zu uns Menschen dazu, wie auch immer koloriert. Die Literatur beschreibt auch die Objektliebe respektive die Ideenliebe. So ist die Liebe zum Beruf im Sinne einer Berufung oder das Brennen (ich erwähne es ja nicht zum ersten Mal) für ein Hobby oder eine wie auch immer geartete Freizeitbeschäftigung nicht zu unterschätzen im Work/Life/ Balance Geschehen. Was man mit Liebe macht geht einem leichter von der Hand, wir alle wissen das. Die Liebe zur Natur, zu dem was aus ihr erwächst, zu dem was sie uns beschert bildet hier und heute den Vordergrund … die Liebe zu einer Region!

La bella Italia

Die Deutschen haben eine große Liebe für das Land der Pasta, der schönen Töne, der Berge im Norden und dem den Süden umschließenden Meer.
It's wonderful
Paolo Conte
Ich reiste zum Skifahren nach Südtirol, startete meine Segelturns ab Arenzano, zum Windsurfen ging’s an den Gardasee, auf einen Cafe nach Bologna, zum Shoppen nach Mailand, zum Sightseeing nach Rom, Neapel und Venedig, zum Baden nach Lido di Jesolo, Rimini oder Riccione, zum Schiffchen fahren nach Ancona und Genua, na und auf die Inseln, Elba und Sizilien – ein langes Reiseleben liegt bereits hinter mir aber nun hat das Schicksal es besonders gut mit mir gemeint.
Torre dell'Orso
Bereits im Frühjahr durfte ich die Adriatische Seite Apuliens kennenlernen. Dieses Mal ging es an das Ionische Meer – was für Erlebnisse, was für Eindrücke …
Porto Caesareo
Sonnenuntergang in Porto Caesareo

Apulien

Auch als Puglia bekannt, ist diese Region Italiens wirklich äußerst vielseitig mit einer unglaublichen Vielfalt an Natur, Düften und Geschmäckern, Geschichte und Spiritualität. Gelegen im Absatz des Stiefels ist es eine zauberhafte Region mit malerischen Küsten für jeden Geschmack.
Es sind die beglückenden Ein- und Durchblicke, es sind die Flora und die Fauna, es ist das was auf den Tisch kommt … der Geruch, der Geschmack, die Optik.

Es ist schwierig Worte zu erhaschen die das alles einfangen was man mit seinen Sinnen aufnehmen kann. Ja und dann ist da noch das Meer in der Gegend um Porto Cesareo, immer noch warm von der Sonne des Sommers, warm genug für uns Deutsche zum Schwimmen. Die dortige Bevölkerung hielt uns allerdings für verrückt: Baden im November ... tss.  
Und dann ist da noch die Sonne, ok, die ist zwar überall aber hier schleicht sie sich wie in der Musik durch den morgendlichen Nebel in einem langsamen allargando assai um dann am Ende des Tages stringendo a piacimento ins Meer zu fallen – welch ein Schauspiel.
Ja und dann ist da noch der Wein … der Rebensaft, der Nektar der Götter, der Saft den uns die Engel auf die Zunge pieseln.
Vinum bonum deorum donum.
Ein guter Wein ist ein Geschenk der Götter.
Römisches Sprichwort
Und dann ist da noch die Küche bestehend aus Lieblichem und Bitterem, Sanftem und Kräftigem Saftigem und Knusprigem – betont und pointiert. Ich schlemmte mich durch die gesamte Vielfalt an der Seite von Amor und Venus.


Meine Liebe zu Apulien ist mehr denn je geweckt und angestachelt mit Lust auf MEHR. Das mag für den Einen alles etwas pauschal klingen, für mich beschreibt es meine große Lust und Liebe zu einem wundervollen Landstrich, den es zu erkunden gilt. Die Eindrücke haben Marken in meinem Kopf hinterlassen die einprägsamer nicht sein könnten. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zollt diese große Freude auch Dank an die bereits bekannten und auch an die neuen Mitreisenden, denn geteilte Freude ist ja immer auch doppelte Freude. Apulien ist definitiv auch im November eine Reise wert, zumal am Martinstag, am 11. November gefeiert wird bis die Schwarte kracht: Der Vino Novello wird zelebriert … und zwar richtig. Seid gespannt wie es weitergeht – ich werde berichten!

Der Hintergrund

Diese Kurzreise war für aufmerksame, neugierige und wissensdurstige Journalisten und Blogger gedacht, die ihre Berichte im Rahmen von Filmen, Radiosendungen, Blogposts und Zeitungsartikeln veröffentlichen. Apropos Zeitung, da hätte ich noch etwas zum Schmunzeln:
Warum tragen Ostfriesen beim Zeitungslesen einen Sturzhelm?
Weil sie Angst vor den Schlagzeilen haben!

Im Mittelpunkt stand der für den Salento typische Brauch, den 11. November privat oder an öffentlichen Plätze, mit Freunden zu feiern und den guten neuen Wein zu trinken. Eben dieses wird mit der Veranstaltung NOVELLO IN FESTA gefeiert, die jedes Jahr am zweiten Wochenende im November in Leverano stattfindet. Wir sind der Region dankbar, dass sie uns diese Möglichkeit gegeben hat, sagt Union3-Präsident. Wir freuen uns, deutsche und italienische Journalisten auf Einladung der Journalistin Carmen Mancarella zu begrüßen. Im Mittelpunkt der Tour stand eine ausgesuchte Gastronomie-Route, mit der unserer kleinen Ausflugstruppe die Vorzüge der Region präsentiert wurde. In viereinhalb Tagen hatten wir die Gelegenheit barocke Baulichkeiten eindrucksvolle Naturlandschaften, Weingüter und Unternehmen im Bereich Food & Beverage kennenzulernen. Arnesano, Carmiano, Copertino, Leverano, Lequile, Monteroni, Porto Cesareo und Veglie, galt es zu besuchen. Überall wurde uns die sehr herzliche Gastfreundschaft der Region zuteil.
Die Reise wurde im Rahmen des regionalen Programms EFRE ESF 2014-20120 Attrattori culturali, naturali e turismo mit dem Schwerpunkt VI - Schutz der Umwelt und Förderung der natürlichen und kulturellen Ressourcen - Aktion 6.8 respektive Maßnahmen zur wettbewerbsorientierten Neupositionierung touristischer Ziele durchgeführt. Ich bedanke mich sehr sehr herzlich bei allen Beteiligten, dass ich an dieser Pressereise teilnehmen durfte. Die Berichte werden fortgesetzt. Sichert euch schon mal einen Platz in der ersten Reihe

Das Rezept

Ein köstliches Rezept von mir, natürlich in meiner illustren Berliner Dachwohnungs-Küche zubereitet, gehört ja eigentlich traditionell zu meinen Blogposts dazu wie der Senf zur Wurst, oder wie die Berliner Großschnauze sagen würde wie der Arsch auf den Eimer. Neuerlich ist es in einem anderen Post separat zu finden. In diesem Fall wird es wiedermal in einem separaten Blogpost zu finden sein, wenn ich hier alle Eindrücke geschildert habe. Es gibt Hoummus aus Bohnen und Rote Beete. Folgt mir also treu weiter bitte – da kommt noch was …und zwar im übernächsten Blogpost: Apulien im November Teil II

Bereits erschienene Veröffentlichungen:

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