Kreative Teppanyaki-Küche 2.0

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meinen Kartoffelsalat mit Leberkäse vorgestellt – ein Sattmacher par excellence. Beim nächsten Mal wollte ich euch von meinen Erfahrungen mit einem Teppanyaki Grill berichten. Ich bereitete kreative Varianten der Rezeptideen aus dem Kochbuch der Firma Formitable, das speziell für die Teppanyakis des Unternehmens erstellt wurde, zu. So sei es, aber lest und schaut doch einfach selbst …

Sizilien ein ganzes Land auf einer Insel

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch mit Zander mit Aligot und Spargel auf Absinthsauce den Mund wässrig gemacht, mein Rezeptbeitrag zum Blogevent Stadt, Land, Seen | Kulinarisch durchs Jura & Drei-Seen-Land auf LECKER&Co. Heute könnt ihr mich begleiten auf meinem Recherche-Ausflug nach Sizilien. Ich war aus einem ganz besonderen Anlass dort, zum Genießen, zum Erkunden und zum Erfahren. Aber lest und schaut doch einfach selbst …

Der Kurztrip

Mein Lateinlehrer kanzelte meine Lateinkenntnisse anlässlich einer Vokabelabfrage einst damit ab: Man muss nicht ein ganzes Fass leeren um zu wissen wie ein Glas vom Wein schmeckt! Ich bekam eine Sechs. Seither begleitet mich dieser Satz durch mein ganzes Leben. So sind vier Tage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viel zu wenig um dieses bezaubernde Sizilien kennen zu lernen. Aber zum Anschmecken hatte bereits ein Tag in Palermo, beim Landgang innerhalb einer Kreuzfahrt vor Jahren, genügt um für vier Tage zurückzukehren, dieses Mal nach Noto – bestimmt nicht zum letzten Mal.

Der Anlass

Anlässlich der Einweihung der Wiedergeburt des Dritten Paradieses durch M. Pistoletto, das in Noto stattfand, wollte Alessia Montani der Öffentlichkeit ein visionäres Projekt vorstellen, das sich mit der Verbesserung der sizilianischen Biodiversität beschäftigt. Am Samstag, den 8. Juni, fand in der Galerie des Palazzo Nicolaci in Noto ein Roundtable zum Thema Neue kreative Formen des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur statt. Da musste ich natürlich hin!

Die Anreise

Bequem nach Sizilien anreisen geht selbsterklärend am besten mit dem Flugzeug. Hierbei ist es höchst interessant die Preise und aktuellen Gepäckbestimmungen der einzelnen Anbieter zu durchforsten. Denkt man Ryanair wäre billig, dann gilt ein winziger Rucksack bereits als Handgepäck. Bei Zubuchung eines kleinen Trolleys liegt man im Preis bereits über dem Grundpreis bei Easyjet, der eine kleinen Trolley gestattet, dann allerdings keine Handtasche. Also Augen auf bei der Buchung! Sizilien ist mit 25.426 km² die größte Insel im Mittelmeer. Die Küstenlänge beträgt 1152 Kilometer. Gemeinsam mit einigen ihr vorgelagerten kleineren Inseln bildet sie die Autonome Region Sizilien der Italienischen Republik. Die höchste Erhebung bildet der Ätna mit 3329 m. Es hat 5.026.989 Einwohner. Zum Vergleich: In Berlin wohnen derzeit 3.613.495 Menschen. Der Hauptort ist Palermo, sagt mein Freund Wiki. Sizilien ist groß, man könnte die italienische Insel fast als ein Land im Land bezeichnen. So mietete ich mir, initiiert durch einen ortsansässigen Freund, einen Leihwagen bei Autocenteravola-Catania Airport Car Rental, Via S. Giuseppe Alla Rena, 4, 95121 Catania CT, +39 392 577 7477 zu einem sehr akzeptablen Preis.
Kein Navi, keine Automatik – entgegen meines Wunsches – nun ja ... Dafür aber ein Fiat Cinquecento in Rot. Ich hangelte mich über kleine und größere Umweg zu meinem Zielort der Antica Masseria Corte del Sole. Die vor Jahrzehnten hinter mir gelassene Gangschaltung und die vielen Kreisverkehre glichen einer kleinen Herausforderung. Eigentlich ist die Entfernung in ca.70 Minuten zu schaffen. Ich brauchte etwas länger. Aber solange nicht Howard Carpendales Version, sondern die von Umberto Tozzi aus dem Radio zum Mitgröhlen verführt ist Mal wieder, wie so häufig, der Weg das Ziel!
Ti Amo
Umberto Tozzi
In Italien fährt sich’s anders!

Die Antica Masseria Corte del Sole

Die antike Masseria (deutsch. = Gutshof), ein 4 Sterne Hotel aus dem 19. Jahrhundert, Contrada Bucachemi Eloro, 96017 Lido di Noto, Noto SR, befindet sich auf den letzten Hügeln des sogenannten Hybläischen Plateaus und man schaut, unentwegt von der Sonne beschienen, auf die goldenen Strände und das kristallklare Wasser des Mittelmeeres in der Ferne. Dieser Ort konserviert seine Wurzeln und seine kulturelle Identität. Empfangen wird man in eine nahezu familiäre Geborgenheit. Wie immer kam ich mit den Gästen fix in Kontakt und … auch sie fühlten sich sehr, sehr gut aufgehoben in dieser Idylle. Wobei auch hier ein eigenes Fortbewegungsmittel als Notwendigkeit erachtet wurde.
Zum Stand von Lido di Noto sind es etwa sieben Minuten und in die barocke Stadt Noto etwa 15 Minuten.

Der Ausflug nach Ortigia

Ortigia ist eine Insel an der Ostküste Siziliens, vor der Küste von Syracus, etwa 40 Minuten von Noto entfernt. Hier treffen Geschichte und einzigartige Denkmäler aufeinander, die sogar Weltkulturerbe der UNESCO sind. Diese vorgelagerte und durch zwei Brücken mit dem Festland verbundene Insel lässt sich leicht zu Fuß erobern. Ja, man könnte es geradezu als ein einzigartiges Juwel mit eigener Geschichte, Kultur und Tradition bezeichnen. Griechen und Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen.
Der tägliche Markt ist für verfressene food-begeisterte Menschen wie mich das eigentliche Highlight. Dort gab es in der Caseificio Borderi am Fischmarkt Tuna Panini zum Lunch: Roher Tuna, gebratene und mit Minze marinierte Zucchini im Sesambrötchen.
Das war mir total neu und überaus köstlich. Ich erhielt den Hinweis, dass auch Pferdefleisch statt Tunfisch landestypisch ist, siehe weiter unten.

Das Dritten Paradies

Am Abend fand in der Galerie des Palazzo Nicolaci in Noto ein Roundtable statt. Das Start-up M'AMA.SEED, welches sich der Wiedergeburt des Urgetreides rund um das Mittelmeer annimmt hat einen Ort, der für das Zusammentreffen von Kunst, medizinisch-wissenschaftlicher Forschung und technologischer Innovation geschaffen.
Der von F. Miglietta entworfene PARK OF ANCIENT SEEDS liegt im Süden Siziliens in der Provinz Syrakus. Dort wird der Anbau von altem Saatgut aus dem Mittelmeerraum praktiziert. Das erste Werk der Realisierung des Parks ist die Installation in Form des Zeichens des Unendlichen, das aus drei aufeinander folgenden Kreisen besteht: Die Äußeren, um die Antinomie zwischen Natur und Kunst darzustellen. Man spricht von einer Antinomie (einem echten Paradoxon), wenn eine Aussage auf einen Widerspruch zurückgeführt wird, der nicht lösbar ist. Die zentralen Kreise und deren Fusion bedeutet die Verbindung der Menschheit zwischen Kunst und Natur. Das Dritte Paradies ist auf dem Ackerland des Resort Zahir Country House und der Antica Masseria Corte del Sole angelegt. Alessia Montani, die Rechtsanwältin, Lehrerin, Unternehmerin und Gönnerin schafft hier einen innovativen Ansatz für die Kultur von alten Getreiden und deren Produkten, die außerhalb Siziliens weniger bekannt sind. Dabei geht es unter anderem natürlich auch um nachhaltigen Tourismus. Ich hatte zu Beginn des Jahres dieses Projekt bereits erwähnt. Es war eine wunderbare Veranstaltung mit wunderschönen Menschen.
Wobei ich mich erneut frage wie italienischen Frauen auf ihren Highheels dieses schwierige Pflaster in Noto bewältigen. Und überhaupt, auch im Alltag, die Menschen sind deutlich freundlicher und entspannter als in Berlin. Aber auch das ist nicht zuletzt ein Grund für meine Liebe zu Italien.

Das Resort Zahir Country House

Zahir bedeutet im Arabischen sichtbar oder gegenwärtig. Eine Sache oder ein Mensch, der Spuren hinterlässt sobald man in Kontakt geraten ist. Ja es oder er beschäftigt einen derart, dass man sich nicht mehr auf etwas Anderes konzentrieren kann. Das Zahir Country House, Contrada da Bucachemi Eloro Pizzuta, 96017 Noto SR, hält in diesem Fall was es verspricht. Das charmante Landhaus Zahir befindet sich in der Nähe des Flusses Tellaro, nur wenige hundert Meter vom Vorgebirge entfernt, auf dem sich einst die antike griechische Stadt Eloro befand, heute der nördliche Eingang zum Naturschutzgebiet Vendicari. Jedes Zimmer ist nach den vielen Orten im Gebiet von Noto, benannt. Es ist sehr liebevoll eingerichtet und mit Kunstgegenständen jeglicher Couleur angereichert – eine Perle mitten in den Olivenhainen.
Auf Einladung von Alessia Montani durfte ich eine fantastische Zeit in ihrem Resort Zahir Country House verbringen. Als bekennende Musikliebhaberin möchte nicht vergessen die DJanes Angela Matera und Claudia Cataldo von L’Arte…Per Incido zu erwähnen. Sie haben ganz wunderbare Sounds sowohl nach der Abendveranstaltung als auch bei der sensationellen Poolparty im Zahir am Folgetag aufgelegt. Hier schnell noch einer meiner heiß geliebten Flachwitze von Chuck Norris:
Wenn Chuck Norris in den Pool geht wird das Wasser trocken.
Ich möchte allen diese bezaubernde Location in Noto auf Sizilien ans Herz legen. Danke für die Einladung.

Der Tipp

Wer allerdings individueller logieren möchte, sei es in einer Stadtwohnung, in einem Apartment oder sogar in einer Villa, der schaue bitte einmal bei Baroque Charme Holiday vorbei. Der äußerst verlässliche und charmante Eigentumsmanager und Journalist G. Poidimani, Via Principe Umberto,18 in Noto (Sr) auf Sizilien giu.poidimani@gmail.com unterbreitet gewiss gerne passende zielführende Angebote mit allem Drum und Dran. Hierbei würde ich mich über eine Erwähnung meiner Person natürlich sehr freuen. Zum Abschluss des Ausfluges stolperte ich dann tatsächlich auf dem Flughafen von Catania über Pizzotto Catania. Da war er also, der mit Pferdefleisch und Zucchini belegte Snack – köstlich!

Das Rezept

Ein köstliches Rezept von mir, natürlich in meiner illustren Berliner Dachwohnungs-Küche zubereitet, gehört ja eigentlich traditionell zu meinen Blogposts dazu wie der Senf zur Wurst, oder wie die Berliner Großschnauze sagen würde wie der Arsch auf den Eimer. Neuerlich ist es in einem folgenden Post separat zu finden, es wird wohl, schnell noch vor Ende der Erdbeerzeit, eine Art Cheesecake mit Erdbeeren werden. Man kann ja von einem interessierten Rezeptsucher schließlich nicht verlangen, dass er sich erstmal einen, wenn auch höchst interessanten, Reisebericht antut – oder vielleicht doch? Bis bald also auf diesem Kanal, oder wie ich mich in meiner Radiosendung immer verabschiede: SO LONG …

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