Zu Gast beim Küchenchef im Diekmann

In einem meiner letzten Blogposts hatte ich ein Carpaccio vom Spargel zubereitet. Ein guter Grund mal einem hochmotivierten Profi bei der Zubereitung von seiner Idee vom Spargel über die Schulter zu schauen. Mit dem Reisen war’s das ja leider erstmal. Nun bleiben wir also vorerst zu Hause und unterstützen unsere örtlichen Restaurants. Lassen wir es uns so schmackhaft wie möglich machen. Ich war zu Gast bei Max Günther - aber lest doch einfach selbst …
Das Diekmann Das Restaurant Das Diekmann in der Meinekestraße 7 in 10719 Berlin, Tel: +49 30 883 33 21, ist nur wenige Schritte vom Kurfürstendamm entfernt. 1982 entdeckte Josef Diekmann das historische Interieur eines Kolonialwarenladens von 1870 – er rettete und restaurierte es. Daraus hat er das Diekmann gemacht – ein Restaurant mit ganz besonderer Atmosphäre. Die Qualität und die Frische der Zutaten aus der Region bilden die Basis um das Beste aus deutscher und französischer Küche auf den Tisch zu bringen.
Der Küchenchef Max Günther

Serbien 2020 Teil 3

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meine süßen Quesadillas vorgestellt. Heute nun folgt der dritte und letzte Teil meiner medizintouristischen Reise durch Serbien - aber lest doch einfach selbst …

Serbien 2020

Was bisher geschah

Von Belgrad ging es zunächst via Atomska Banja nach Čačak. Die nächste Etappe bildeten zwei Tage in Atomska Banja. Anschließend reisten wir nach Vrnjačka Banja, überall zum Kuren mit Hilfe von mineralreichen Heilwässern, zum Schlemmen und um die zauberhafte Natur zu betrachten. Das wollte ich meinen Lesern ans Herz legen, zu serbischen Preisen – unschlagbar vor den Ereignissen, die die COVID-19 Viruskrise uns beschert hat. Im Anschluss reisten wir nach Novi Sad, die europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2021.
Novi Sad
Schließlich führte uns unser Weg weiter in das Hotel- und Kurkomplex Fruske Terme im Nationalpark Fruška Gora in Potes Pod Kulom bb, Vrdnik.
Blick vom Hotel ins Tal

Das Hotel Fruske Terme

Direkt neben dem Ethno-Dorf Vrdnicka Kula, an den Hängen von Fruska Gora, wurde erst kürzlich der Hotel- und Kurkomplex Fruske Terme eröffnet für Touristen, die sich entspannen und die Wellnessangebote genießen möchten. Es handelt sich um ein Hotel der Superlative mit zehn Pools mit thermomineralischem Wasser, mehreren Saunen, Restaurants, Wellnesscenter mit Spazentrum, einem Salzraum und Tepidarien (Wärmeräume mit beheizten Liegen und Bänken), 11 Konferenzräumen mit einer Kapazität von über 1000 Teilnehmern auf 28.964 m2. Nach der abendlichen Ankunft mussten natürlich zunächst die Wellnessbereiche inspiziert werden – fantastisch.
Anschließend gab es zu traditioneller Musik köstliches Abendessen.
Ebenso fantastisch waren übrigens das Frühstück und selbsterklärend auch die Wasserlandschaften am Tage.
Hier kann man es sich so richtig gut gehen lassen. Über die Kosten sollte man sich auf der Webseite sein eigenes Bild machen. Fiasko Nr. 4: Der Leihwagen sprang erneut nicht an. Helfende Hände und leicht abschüssiges Gelände erinnerten an Studienzeiten – er kam, wir sahen und siegten.

Der Pavlovci See

Die Vorteile der Mobilität mittels eines Leihwagens im Ausland liegen auf der Hand: Auch auf einer großteils organisierten individuellen Pressereise bleibt etwas Spielraum für persönlich Belange. So wählten wir auf der Rückreise nach Belgrad eine Landstraße, vorbei an Obstplantagen soweit das Auge reicht, die uns an den Pavlovci See führte. Aber Achtung Fiasko Nr. 5 ließ uns regelrecht erschüttern: Wenn du bei dem dir entgegenkommenden überholenden Lastwagen mit Anhänger in rasanter Geschwindigkeit die Augenfarbe des Fahrers ausmachen kannst ist es entweder zu spät oder du hast verdammt viel Glück gehabt. Die Aussicht um den See herum erdete uns wieder.
Das scheint die Brutstätte des Rakija zu sein. Etwas zum Lächeln zum Thema Alkohol?
Ich war doch gestern gar nicht so betrunken, oder?
Du hast den Duschkopf in den Arm genommen und gesagt er soll aufhören zu weinen.

Belgrad

Weiter gings nach Belgrad, erneut ins großartige 4 * Hotel Crystal in der Internacionalnih brigada 9 in Beograd, dieses Mal mit Besuch auf dem fantastischen neuen Dachgarten #withaview.
Hier ging es dann zu Fuß wieder Richtung Dom des Heiligen Sava, dieses mal in die Krypten.
Anschließend ins Nikola-Tesla Museum, ein Weltdokumentenerbe. Die Dauerausstellung zeigt das Leben Nikola Teslas mit zahlreichen persönlichen Gegenständen. Außerdem sind mehrere funktionstüchtige Exponate ausgestellt, die dem Besucher Teslas Erfindungen nahe bringen sollen. Der 15-minütige Film über Leben und Werk von Nikola Tesla ist sehr sehenswert.
Die Festung von Belgrad bildet den Höhepunkt und den historischen Kern der serbischen Hauptstadt Belgrad. Auf einem 50 Meter hohen Kalksporn über dem Flussdelta der Save gelegen, hat mein auch des nachts einen herrlichen Ausblick über die Stadt.
Der Abreisetag nahte und erneut in Eigenregie schlenderten wir über den Markt Skadarlija pijacain und den Markt Zeleni Venac. Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, üppig und frisch, dazu Eingemachtes und Konserviertes aus Bauernhand – beeindruckend.
Schließlich, zurück am Flughafen, stellte sich heraus, dass der Unfallschaden am Auto bereits registriert war und unsere Sorge sich in Luft aufgelöst hat. Cave: Augen auf bei der Vertragsunterzeichnung! Bei der Einreise in Deutschland wurde dann am 02. März bereits die Stirntemperatur gescannt. Was danach auf der Welt geschah ist inzwischen hinlänglich bekannt. Die Prognose für eine nächste Reise macht nicht wirklich Mut. So hört ein wenig Musik und denkt an frühere Zeiten, zum Beispiel Dave Brubeck (1920 – 2012) Jazzpianist und Komponist, den ich persönlich kennen lernen durfte: 
Take Five
Dave Brubeck
Dass es bereits im nächsten Jahr wieder Europa- oder sogar weltweit losgeht ist wohl eher unwahrscheinlich.Ein Blick über den eigenen Tellerrand hat ja noch niemandem geschadet.

Mein Résumé

Rückblickend betrachtet hat Serbien ein riesiges Potential. Egal ob zum Kuren, zur Rehabilitation oder (nur) zum Genießen, Westeuropa kann oder konnte mit diesen Preisen in keinster Weise konkurrieren. Gerne wäre ich mit meiner medizinischen Vorbildung weiterhin hilfreich gewesen. Allzugerne hätte ich mich auch in der Sparte Gaumenfreuden eigebracht. Gerne hätte ich auch weiter Kontakte, auch ins Südeuropäische Ausland vermittelt. Nun ist alles anders und Serbien hat Zeit seine Standards zu optimieren und über Tourismus und Marketing zu reflektieren. Wir werden diese, wie auch alle vorigen Krisen überwinden … es wird eine Weile dauern aber weiter ging es schon immer. Hoffentlich machen jedweder seine Hausarbeiten für den Neustart. Ich wünsche uns allen gutes Gelingen. Spätestens an dieser Stelle ist es Zeit mich auch im Namen meiner Begleitung zu bedanken bei den zahlreichen Gönnern und bei der tatkräftigen Unterstützung durch D. Radic – gerne wieder!

Die Vorschau

Auf Reiseberichte müsst ihr vermutlich demnächst verzichten. Aber der heimische Herd in meiner Küche unter dem Dach in Berlin wird vermutlich wieder mehr in Betrieb sein. Als nächstes wird es Blanquette geben, eine Art frühlingsfrisches Frikassee - bis dahin und SO LONG …
Blanquette

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