Verlorene Eier im Grünen

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meine Pfirsichtaschen mit Pistazien vorgestellt. Heute bleiben wir wieder im Lande und machen uns es so schmackhaft wie möglich. Ich war mal wieder in meiner Küche unter dem Dach aktiv, selbsterklärend mit Pistazien als Zutat. Es gibt es ein Rezept für grüne Shakshuka - aber lest doch einfach selbst … Pfirsichtaschen mit Pistazien Die Eierspeise Das Eirige Wünschen’s etwas Eiriges? wurde ich einmal im Astoria Resort in Seefeld vom erfahrenen, schmähbetonten und leicht betagten Frühstückskellner gefragt. Und in der Tat Eier gehen eigentlich immer. Ob gekocht, pochiert oder gebraten, gerührt, verloren oder gespiegelt, Eier erfüllen immer ihren Zweck: Sie sättigen! Ob als Omelett, Frittata, auf’s Brot oder mit Kartoffeln oder Nudeln (ich sag nur Carbonara ), mit oder ohne Sauce oder im Salat, viel vielseitiger kann ein Lebensmittel wohl kaum sein. 231 Eier isst der Deutsche durchschnittlich im Jahr, so die Bundesanstalt für Landwirtschaft u

Pasticcini di mandorle

In meinem letzten Blogpost hatte ich für euch meine Haferkekse aus dem Waffeleisen präsentiert. In diesen Zeiten machen wir es uns in unseren eigenen vier Wänden so schmackhaft wie möglich. Heute bin ich Teil des KULINARISCHEN ADVENTSKALENDERs 2020 auf dem Blog von Zora 1 x umrühren bitte aka kochtopf Es gibt Gebäck aus Sizilien: Pasticcini di mandorle - aber lest doch einfach selbst …
Haferkekse aus dem Waffeleisen

Pasticcini di mandorle

Der Adventskalender

Ein Adventskalender (in Österreich Adventkalender) gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum in der Zeit des Advents. Der Kalender ist in verschiedenen Formen und Ausprägungen verbreitet, zeigt jedoch in der Regel die 24 verbleibenden Tage bis Weihnachten an. Adventskalender sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen und die Vorfreude steigern. Im deutschsprachigen Raum haben vor allem Kinder einen Adventskalender, sagt mein Freund Wiki. Ebenso gibt es auch solche, die eher für Erwachsene aufgemacht sind. Im Handel weit verbreitet sind Kalender, die mit weihnachtlichen Motiven bedruckt sind und an denen sich 24 kleine Türen öffnen lassen, hinter denen sich Bilder, Sprüche, Süßigkeiten oder andere Überraschungen befinden.

Der Kulinarische Adventskalender

Der Kulinarische Adventskalender von Zora zählt seit 16 Jahren zu den Highlights der Food-Blogevents schlechthin. Umso mehr bin ich glücklich Teil in diesem Jahr davon sein zu dürfen. Wie immer gibt es, durch den unermüdlichen Einsatz von Zora, ein Gewinnspiel und schöne Preise zu gewinnen. Mitmachen lohnt sich! Ich präsentiere also am 21. Dezember beim Öffnen des 21. Türchens ein Sizilianisches Gebäck: Pasticcini di mandorle

Die Mandel

Mandel (Prunus dulcis)
Die Mandel (Prunus dulcis) ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rosengewächse gehört. Die Früchte, die einmal im Jahr geerntet werden können, sind längliche, eiförmige Steinfrüchte. Ihre Schale ist sehr hart, länglich-oval, rau in seiner Struktur und mit Unebenheiten versehen. Seit ca. 4000 Jahren wird die Mandel durch Menschenhand kultiviert. Man kann zwischen zwei Mandelarten unterscheiden, der süßen Mandel und der bitteren Mandel. Die Inhaltsstoffe von Mandeln sind besonders wertvoll und cholesterinfrei. Wissenschaftliche Forschungen ergaben, dass der Genuss von drei bis vier Portionen Mandeln pro Woche das Herzinfarktrisiko senken kann. Sie enthalten die Vitamine E und B, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kupfer und Zink, wertvolle pflanzliche Proteine, Ballaststoffe und eine außergewöhnliche Zusammensetzung von sekundären Pflanzenstoffen. Hildegard von Bingen sagte dazu: Wenn jemand das Gehirn leer geworden ist, soll er oft die Mandelkerne essen. Das füllt sein Gehirn wieder auf und gibt die rechte Gesichtsfarbe.
Mandel (Prunus dulcis)
Im Überblick: Mandeln stecken voller gesunder Nährstoffe, stärken das Immunsystem, beleben den Stoffwechsel, straffen die Haut, bremsen den Appetit, können den Cholesterinspiegel senken, helfen bei Diabetes Typ 2 und sind gut für die Darmflora. Ein Rezept für softe Amaretti aus dem Jahr 2014 gibt es hier bereits.

Die Pasticcini di mandorle

Pasticcini di mandorle (Zutaten)
Die Pasticcini di mandorle sind ein äußerst typisches Gebäck aus Sizilien, fantastisch geeignet als kulinarische Souvenirs oder Mitbringsel Sizilianischer Gäste für … na klar, für mich. Tja, hätt‘ ich doch ein Foto von solch einer Packung geschossen, hab‘ ich aber leider nicht.
Pasticcini di mandorle (vor dem Backen)
Die in Berlin Gekauften reichen bei weitem nicht an das Geschmackserlebnis in meiner Erinnerung. Ich hatte kürzlich von den Plantagen auf Sizilien berichtet. Von dem Gefühl zwischen Mandel- und Olivenbäumen, Orangen und Granatapfelplantagen zu spazieren.
Pasticcini di mandorle
Wie wäre es an dieser Stelle mit einem Ohrwurm vom Urgestein Eros Ramazzotti?
Più Bella Cosa
Eros Ramazzotti
Ich hatte von meinem kulinarischen Highlight erzählt, von der Fingerlimette, Finger Lime oder Lime Caviar. Essen kann Erinnerungen hervorrufen! Erinnerungen enthalten neben Bildern und Szenarien auch ein großes Repertoire an Gerüchen, Empfindungen und Gefühlen. Durch seine sinnliche Komponente erzeugt Essen Erinnerungen, die eben nicht bloß kognitiver, sondern auch emotionaler und körperlicher Art sind.
Pasticcini di mandorle
Ja man spricht sogar von einem ernährungspsychologischen Phänomen. Man erinnert sich an haptische Reize, gustatorische Reize und auch an olfaktorische Reize. Während man etwas genießt werden, temperiert durch die Körperwärme, weitere Aromen freigesetzt, die man zusätzlich sozusagen von innen riechen kann. Man spricht hierbei von retronasaler Wahrnehmung. Etwas für’s Zwerchfell?
Was ist ein Keks unter einem Baum?
Ein schattiges Plätzchen!
Pasticcini di mandorle
Ich machte mich also auf in meine Küche auf Spurensuche nach oraler Befriedigung oder Reminiszenz dieses einzigartigen Aromas.

Das Rezept

Pasticcini di mandorle von Doc.Eva

Pasticcini di mandorle
Zutaten

  • 300 g Mandeln, fein gemahlen
  • 150 g Puderzucker
  • 2 Stck Eiweiß (Gr. L)
  • 1 Tr Bittermandelöl
  • 1 Pr Zimt
  • 1 Pr Salz
  • Abrieb von Zitrusfrüchten nach Wahl (Fingerlimette, Limette, Orange, Zitrone)
  • Belegkirschen
  • Mandeln
  • Orangeatwürfel

Zubereitung

  1. Die fein gemahlenen Mandeln in eine Schüssel geben. 
  2. Die Eiweiße mit dem Puderzucker aufschlagen, Bittermandelöl, Zitrusabrieb nach Wahl, Zimt und Salz dazugeben. 
  3. Alles gut mengen bis eine klebrige Masse entstanden ist. Die Schüssel abdecken und die Masse 30 Minuten ruhen lassen. 
  4. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. 
  5. Den Teig zu kleinen Kugeln formen oder durch eine Spritztülle pressen (eventuell mit etwas Wasser geschmeidiger machen). 
  6. Mit Puderzucker berieseln. 
  7. Belegkirschen, Mandeln oder Orangeatwürfel in die Plätzchen drücken. 
  8. Die fertigen Pasticcini di mandorle für 10 Minuten bei 160° Umluft auf Backpapier sehr hell backen und sofort aus dem Ofen nehmen. 
  9. Das Gebäck auskühlen lassen.

Anrichten

  1. Die Pasticcini di mandorle sind erst nach 2 oder 3 Tagen perfekt. 
  2. In Keksdosen luftdicht aufbewahren.
Pasticcini di mandorle

Pasticcini di mandorle

Lasst’s euch schmecken!

Die Vorschau

Nun steht also das Essen vorwiegend im bevorzugten Fokus meines Blogs (das Reisen entfällt ja derzeit). Der heimische Herd in meiner Küche unter dem Dach ist wieder deutlich in den Vordergrund gerückt. Aber es geht auch anders, nämlich indem man sein Menü bestellt und zu Hause genießt. Ich hätte da eine Empfehlung - bis dahin und SO LONG …