Naxos II

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch von meiner Studienreise nach Naxos mit ENJOY IT’S FROM EUROPE berichtet. Weiter geht es heute ebenfalls mal wieder nicht in meiner Berliner Küche unter dem Dach. Ich berichte über die Griechische Küche auf Naxos - aber lest doch einfach selbst … Naxos, Teil II Die Griechische Küche Als griechische Küche wird die Gesamtheit der in Griechenland verbreiteten Gerichte bezeichnet. Aufgrund der geographischen Lage Griechenlands zählt sie zur mediterranen Küche, es existieren auch verschiedene Regionalküchen, insbesondere die geographische Vielfalt führt zu einer Vielzahl von Zutaten und Spezialitäten, sagt mein Freund Wiki. Die griechische Mahlzeit ist nicht Selbstzweck, sie ist vielmehr Vorwand und Anlass und Initialzündung der Geselligkeit, und sie glückt umso mehr, je gelungener der Anlass. Johannes Gaitanides, griechisch-deutscher Schriftsteller und Publizist Etwas Musik zum Einstimmen in die griechische Lebensfreude: O, ti Arhizi Oreo Yianni

Ägypten – Weite, soweit das Auge reicht

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch Kefta tajine zubereitet. Heute gibt’s mal kein Rezept, denn es geht auf Reisen. Es zog mich zu Jahresbeginn erneut nach Ägypten, in die Wüste und an das Rote Meer - aber lest doch einfach selbst …
Kefta tajine

Sonne, Wasser und Sand

Das Land

Ägypten (offiziell Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit über 97 Millionen Einwohnern und einer Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Ägyptens Nachbarländer im Süden sind der Sudan und im Westen Libyen. Die nördliche natürliche Grenze ist das Levantische Meer, der östlichste Teil des Mittelmeeres. Im Südosten hat es eine ausgedehnte Küste zum Roten Meer mit seinen beiden Meeresarmen, dem Golf von Suez und dem Golf von Aqaba bzw. Eilat gegenüber, sagt mein Freund Wiki. Dem letztgenannten Golf liegen Saudi-Arabien, dort war ich in Djiddah als Stewardess für Saudi Arabian Airways ausgeliehen von Laker Airways einige Wochen vor vier Jahrzehnten stationiert. Die Wüste, resp. Ägypten übt eine geradezu magische Anziehungskraft auf mich aus.

Etwas Musik?
Sky and Sand
Paul Kalkbrenner

Die Wüste

Die Sahara ist die größte Wüste der Erde. Sie ist mit neun Millionen Quadratkilometern die mit Abstand größte Trockenzone der Erde. Vom Atlantik bis zum Roten Meer durchmisst sie 6.000 Kilometer. Elf Staaten haben Anteil an der Sahara. Sie umfasst recht unterschiedliche Landschaftstypen wie Stein- oder Felswüsten, Kies- oder Geröllwüsten und Sanddünenwüsten. Tagsüber ist es glühend heiß, nachts bitterkalt. Für eine Erkundungsreise bieten sich eher der europäischen Wintermonate an.
Sahara-Akazie (Vachellia tortilis subsp.)
Als echte Wüstenpflanze kann die Sahara-Akazie (Vachellia tortilis subsp.) auch ohne Niederschläge viele Monate mit der Trockenheit auskommen. Ihre Wurzeln dringen bis zu 35 m tief in den Wüstenboden ein. So ist die Akazie zwar unabhängig vom Regen, aber abhängig vom Grundwasser. Sie gilt als Lebenselixier der Berber … als Schattenspender, Futterpflanze und für medizinische Anwendungen.

El-Quseir

El-Quseir (auch Quseir, el-Kuseir, el-Kosseir, arabisch: ‏القصير‎, al-Quṣair = Kleiner Palast oder kleine Burg) ist eine Hafenstadt an der Küste des Roten Meeres und gehört zur Red Sea Riviera. Donnerstags ist Markt (Souk), den sollte man nicht verpassen.
Aber auch in den Straßen gibt es für Liebhaber arabischer Küche viel zu entdecken, wie Falafel als Streetfood und selbsterklärend Kaffee.
Falafel
Hierzulande ist vor allem der Mokka bekannt, der oft mit dem arabischen Kaffee gleichgesetzt wird. Allerdings besteht zwischen beiden ein immenser Unterschied. Der traditionelle, arabische Kaffee wird aus hell gerösteten Arabica-Bohnen in der Dallah gebrüht und mit allerlei orientalischen Gewürzen wie beispielsweise Kardamom oder Ingwer und Zucker verfeinert.
Etwas zum Schmunzel? Ein Mann beim Arzt:
Herr Doktor, ich habe beim Kaffeetrinken immer heftige Schmerzen im rechten Auge!
Nehmen Sie vor dem Trinken den Löffel aus der Tasse.

Aussehen und Geschmack des arabischen Kaffees verkörpern den Flair des geheimnisvollen Orients … eintauchen in eine andere Welt ist nicht zwangsläufig gefährlich wie es die europäische Presse gerne darstellt.

Das besondere Fischrestaurant

Das El Ferdous Fish Restaurant in der Sea Street in El Quseir, Marsa Alam 55555 Ägypten, Telefonnummer 020 18 3324884 zeichnet sich nicht nur durch seine fantastische Küche aus, es bietet mit seinem speziellen Ambiente Glück für alle Sinne. Man sitzt direkt am Sandstrand, fast mit den Füßen im Wasser, lauscht der sanften Brandung und hat einen fantastischen Ausblick auf die Weite des Roten Meeres.

Die eingangs servierte Fischsuppe lässt Kokosmilch erahnen. Die Zutaten für die Fischplatte sucht man sich selbst aus und die Beilagen, wie braunen Reis, Baba Ghanoush, Tahini, frischen Salat und Gurken, eingelegt ähnlich wie saure Gurken aus dem Spreewald, runden das Mahl ab – köstlich! Solch einen Ausflug sollte man sich außerhalb touristischer Angebote gönnen. Ein Privattaxi, welches auf Zeit gebucht werden kann, bringt einen für gerade mal € 20 in die, in diesem Fall 30 Minuten vom Hotel entfernte, Stadt El Quseir und wieder zurück.

Mein Résumé

Sonnenaufgang am Meer
Was will man zum Jahresbeginn oder auch sonst in Ägypten? Sonne, Wärme und das Rote Meer … und Wüste – das Viergestirn gibt es gratis für alle! Luxus kann, muss aber nicht. Es geht auch einfach und preiswert. Für unter € 500 eine Woche All-inclusive ab Berlin, in diesem Fall nur mit Handgepäck, waren noch Liquiditäten für diverse Ausflüge und eine sagenhafte Wüsten-Jeep-Tour drin. Die ortsansässigen Menschen sind liebenswert, hilfsbereit und freundlich. Lowbudget All-inclusive ... ja das geht! Unter dem Stichwort Ägypten sind hier noch weitere Reisen nachzulesen.
Rotes Meer mit vorgelagertem Korallenriff
Sonnenuntergang in der Wüste

Die Vorschau

Ein köstliches Rezept von mir, natürlich in meiner illustren Berliner Dachwohnungs-Küche zubereitet, gehörte lange Zeit traditionell zu meinen Blogposts dazu wie der Senf zur Wurst, oder wie die Berliner Großschnauze sagen würde wie der Arsch auf den Eimer. Man kann ja von einem interessierten Rezeptsucher schließlich nicht verlangen, dass er sich erstmal einen, wenn auch höchst interessanten, Reisebericht antut – oder vielleicht doch? Demnächst wird wieder einmal winterliche Hausmannskost gekocht: Szegediner Gulasch. SO LONG …

Szegediner Gulasch