Kartoffel-Nocken

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch mit ins Allgäu, der Gams auf Spur , mitgenommen. Heute halte ich es mit Leonardo da Vinci, der einst sagte: Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung. Ich nehme ich euch also mit in meine Berliner Küche unter dem Dach und bereite Gnocchi al pomodoro zu, einfach und preiswert - aber lest doch einfach selbst … Die Gnocchi al pomodoro Die Gnocchi Gnocchi (step by step) Nocken oder Nockerln, italienisch Gnocchi, sind eiförmige oder spätzleähnlich geformte Teigmassen der süddeutschen und Alpenküche. Sie sind aber auch in angrenzenden Ländern bekannt. Die kleinen Klöße oder Schnitten werden hergestellt aus einem Teig aus Mehl, Grieß (Weizen oder Mais), gekochten Kartoffeln, Kastanienmehl oder anderen Zutaten. Nocken sind in vielen Varianten vor allem in der süddeutschen, österreichischen, siebenbürgisch-sächsischen, slowakischen, ungarischen, slowenischen und italienischen Küche bekannt, sagt mein Freund Wiki. Der Teig für meine Gnocchi

Berliner Feigen I

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch das Buch Hundert fleischlose Gelüste vorgestellt. Heute beginne ich mit der Verarbeitung von meinen Feigen aus dem eigenen Berliner Garten. Am Start heute: Gebäck mit frischen Feigen - aber lest doch einfach selbst …

Gebäck mit Feigen

Die Feigen

Feige (Ficus carica)
Die Feige (Ficus carica) wird in vielen Kulturen als heilige Frucht angesehen. Sie stammt ursprünglich aus Kleinasien und wird seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum kultiviert. Feigen sind keine richtigen Früchte, sondern Scheinfrüchte – die Blüten wachsen nach innen und bilden das Fruchtfleisch der Feige. Sie schmecken süß und nussig. Sie fördern die Verdauung und sind dazu kalorienarm. Gierig frisch vom Baum verschlungen fördern sie häufige Konfrontationen mit den gekachelten Räumen, Vorsicht also! Feigen wirken abführend. Frische Feigen enthalten pro 100 g nur etwa 63 kcal. Außerdem liefern die Früchte viele gesunde Nährstoffe wie die B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9). Vitamin E stärkt die Abwehrkräfte. Vitamin K und Calcium sind gut für den Knochenbau. Wenn man auf Milchprodukte verzichtet, sind Feigen eine wertvolle pflanzliche Calciumquelle.
Feige (Ficus carica)
Kalium senkt den Blutdruck und unterstützt die Herztätigkeit. Eisen unterstützt den Körper dabei, Blut zu bilden. Die basische Frucht stabilisiert den Säurehaushalt im Darm und versorgt ihn mit reichlich Ballaststoffen.
Feige (Ficus carica)
In meinem Berliner Garten stehen zwei Feigenbäume seit annähernd 15 Jahren. Ich habe sie als winterharte Bayernfeige in einem Gartencenter erstanden. Inzwischen weiß ich, dass diese Bezeichnung eher verkaufsrelevante Eigenschaften besitzt. In Wahrheit handelt es sich um die Sorten Brown Turkey (links im Bild) und Dalmatie (rechts im Bild). Beide sind weltweit verbreitete Feigensorten der Art Ficus carica, die für ihren reichen Ertrag und ihre große Winterhärte bekannt sind. Sie werden sehr häufig angebaut, vor allem in kühleren Regionen. Sie sind bis -15º C winterhart. Meine beiden habe ich schutzlos bei kälteren Temperaturen überleben sehen. In diesem Jahr haben sie mir unzählig viel Früchte geschenkt … und einen sanierten Darm. Nun, was macht man mit dieser Fruchtschwemme? Wie gesagt, beim Rohverzehr endet meine Feigenliebe nach etwa 6 Stück. Man kann sie sehr unterschiedlich weiterverarbeiten. Feigen-Marmelade, Feigen-Senf, Feigen-Smoothie, Feigen-Eis wären da so meine Ideen. Man kann sie auch einfrosten oder trocknen. Zunächst bietet sich erstmal Gebäck an, wie Feigen-Rosen oder Feigen-Pascade.
Feigen-Pascade
Feigenrosen
Feigen-Rosen


Die Feigen-Rose

Feigenrose
Feigen-Rose
Wer das Internet nach Apfelrezepten durchforstet stößt unweigerlich auf die handlichen Apfelrosen. Warum also nicht einfach mal den Blätterteig mit Scheibchen von der Feige bestücken? Einen Versuch ist es wert.
Feigen-Rose vor dem Backen
Zügig sollten die Feigenrosen allerdings verzehrt werden, da sie sonst pappig werden.

Die Feigen-Pascade

Bei der Pascade handelt es sich um einen dicken Soufflé-Pfannkuchen aus dem Ofen aus Aveyron im Süden Frankreichs. Übrigens im englischen Sprachgebrauch findet man sie unter oven-puffed pancake. Aveyron liegt in der Region Okzitanien im Süden des Landes und wurde nach dem Fluss Aveyron benannt. Der Teig besteht eigentlich aus sehr einfachen Zutaten und bekommt beim Backen aber eine spannende Textur.

Pascade
Feigen-Pascade vor dem Backen

Ein kleiner Ohrwurm von 1965 gefällig?
Poupee De Cire, Poupee De Son
France Gall
Im Original wird sie mit 150 g Weizenmehl zubereitet. Für meine glutenfreie Variante habe ich Maisgries und Maisstärke verwandt. La Pascade lässt sich sowohl salzig, z. B. als Pascade mit Pfifferlingen, als auch süß zubereiten. Und noch etwas zum Schmunzeln zum Thema köstliches Gebäck?
Wenn Chuck Norris teilt, bleibt kein Rest.

Die Rezepte

Feigen-Pascade von Doc.Eva (glutenfrei)
Zutaten

  • 3 Stck Eier, Größe L
  • 100 g Maisgries
  • 50 g Maisstärke
  • 300 ml Milch (laktosefrei)
  • 60 g Butter
  • 7 Stck Feigen, geviertelt
  • 50 g Zucker
  • Salz

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 220° C Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  2. In einer Schüssel Eier, Maisgries, Maisstärke, Eier, Milch, Zucker und Salz mit dem Handrührgerät verquirlen. 
  3. Die Butter in eine ofenfeste Pfanne (Achtung: Sie darf keinen Kunststoff Griff haben) geben und in den Backofen stellen, bis die Butter geschmolzen ist. 
  4. Die Pfanne mit hitzegeschützten Händen aus dem Ofen holen und vorsichtig schwenken, um die Butter zu verteilen.
  5. Den Teig in die heiße Pfanne gießen und die Feigenviertel darüber verteilen. 
  6. Alles zurück in den Backofen stellen. 20 bis 25 min backen. 
  7. Der Pfannkuchen geht dabei stark auf, fällt aber gerne auch wieder zusammen.

Anrichten

  1. Die Pascade mit Feigen in Tortenstücke schneiden. 
  2. Die Leckerei kann warm oder kalt serviert werden.

Feigen-Rosen von Doc. Eva
Zutaten

  • 1 Pck Aufback-Croissants, Fertigprodukt aus der Dose
  • 8 Stck Feigen, in Scheibchen geschnitten
  • 40 g Zucker
  • 8 Butterwürfel, klein

Zubereitung

  1. Die gut gekühlte Teigdose vorsichtig öffnen. 
  2. Die Portionierung ignorieren. Stattdessen die Teigbahn in 4 cm breite Streifen schneiden. 
  3. Auf der oberen Hälfte die Feigenscheibchen fächerartig auslegen. 
  4. Die untere Hälfte darüber klappen und aufrollen. 
  5. Die Rosen in eine Muffinform setzen, mit Zucker bestreuen und das Butterflöckchen aufsetzen.
  6. Bei 200° C 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Anrichten

  1. Warm oder kalt zum Café servieren.

Die Vorschau

Im kommenden Blogpost werde ich mich erneut in meine Berliner Küche unter dem Dach begeben. Die enorme diesjährige Feigenernte lädt zu weiteren Zubereitungsarten der Feigen ein. Es gibt Feigen-Softeis - bis dahin und SO LONG …

Feigensofteis
Feigen-Softeis