In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meinen köstlichen arabischen Grieskuchen, Basbousa vorgestellt. Heute wird es wieder heiß in meiner Berliner Küche unter dem Dach. Ich backe für euch Madeleines … oder zumindest versuche ich es - aber lest doch einfach selbst …
Die Madeleines
Der Umzug
Ich wechsele meinen Standort. So, nun ist es raus. Daher fasse ich mich in diesem Blogpost ungewöhnlich kurz. Heute schon geschmunzelt? Zwei Freundinnen fachsimpeln:Sag mal, du hast doch die gleiche Wohnung wie ich.
Wie viele Eimer Farbe hast du für die Küche gekauft?
Drei Eimer!
Eine Woche später:
Du, von den drei Eimern sind eineinhalb übrig geblieben.
Ja, war bei mir damals auch so.
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Die französischen Küchlein
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Et moi et moi et moi
Jacques Dutronc
Madeleines wurden eigentlich erst so richtig bekannt durch den französischen Schriftsteller und Sozialkritiker Marcel Proust. In seinem gigantischen Werk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit beschreibt er, wie der Geschmack einer Madeleine Kindheitserinnerungen auslöst beziehungsweise er machte das Gebäck zu einem Stückchen Weltliteratur. Weiterhin hat er eine spannende Marke gesetzt: Den Proust-Effekt. Der Proust-Effekt ist ein Phänomen, bei dem aus einer Erfahrung wie Geruch oder Geschmack unerwartet Erinnerungen oder Emotionen entstehen. Der französische Schriftsteller Marcel Proust skizziert diesen Effekt in seinem Buch À la recherche du temps perdu. Er beschreibt, wie der starke Geruch beim Verzehr eines in Blütentee getauchten Madeleine Küchlein ihn unerwartet in seine Kindheitserinnerungen mit seiner Tante Leonie zurückbrachte. Derartige Sinneserfahrungen werden daher auch Proust-Effekt genannt. Fachleute schildern das folgendermaßen: Düfte können uns bewusst und unbewusst beeinflussen und unsere Stimmung mitbestimmen. Sie können uns auch dazu bringen, Entscheidungen instinktiv zu treffen. Der Geruch ist essentiell für unseren Geschmack, hat eine wichtige Alarmfunktion, weckt Erinnerungen, beeinflusst unsere Gefühle, Beziehungen sowie Motivations- und Erinnerungsprozesse. So, nun aber fix zum Rezept, welches mir nicht wirklich gut gelungen ist. Daher habe ich den restlichen Teig anderweitig verbacken und mit Obst und Sahne verfeinert.
Das Rezept
Madeleines von Doc.EvaZutaten
- 120 g Butter
- 2 Stck Eier
- 100 g Zucker
- 1 Pck Vanillezucker
- 120 g Mehl
- 1 Tl Backpulver
- 1 /2 Tl Salzzitronenpaste
- 1 Prise Salz
- Die Butter schmelzen, leicht abkühlen lassen, lauwarm.
- Die Eier mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen.
- Die Aromaten unterrühren.
- Die trockenen Zutaten wie Mehl, Backpulver und Salz kurz unterheben.
- Zum Schluss die Butter vorsichtig unterrühren.
- Den Teig abgedeckt mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Muschelmetallform buttern und zuckern.
- Die Mulden zu ca. ¾ füllen und 10–12 Minuten backen.
Anrichten
- Die Gebäckstücke nach 1–2 Minuten aus der Form lösen.
- Die Madeleines lösen sich von selbst.
- Nicht komplett auskühlen lassen dann kleben sie fest!
- Die Alternativlösung mit Sahne und Früchten ausdekorieren.
Die Vorschau
Meinen heimischen Herd in meiner neuen Berliner Küche brauche ich definitiv für mein nächstes Rezept. Ich backe in meinem neuen Berliner Domizil, wieder unter dem Dach, für frühlingskühle Tage einen Kartoffel-Lauch Kuchen - bis dahin und SO LONG …![]() |
| Kartoffel-Lauch Kuchen |
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