Aprikosenkaltschale


 In meinem letzten Blogpost hatte ich euch meinen Clafoutis mit Aprikosen aus der Heißluftfritteuse beschert. Heute bleibt meine neue Berliner Küche unter dem Dach schon wieder eher kalt, naja, so kalt es im Sommer eben geht. Daher gibt es saisonbedingt eine kalte fruchtige/süße Suppe, eine Aprikosenkaltschale - aber lest doch einfach selbst …

Die Aprikosenkaltschale

Die Kaltschale

Aprikosenkaltschale
Per definitionem ist eine Kaltschale ein kalt serviertes, löffelbares Gericht, das je nach Zubereitung als Vorspeise, Dessert oder leichte Mahlzeit gegessen wird. Eine Kaltschale ist dicker als ein Getränk oder Smoothie, aber meist flüssiger als ein Pudding oder Kompott. Man unterscheidet zwei Varianten: Süße Kaltschalen aus frischen oder gekochten Früchten (z. B. Erdbeeren, Kirschen oder Beeren), Fruchtsaft, Wasser und etwas Zucker und herzhafte Kaltschalen aus Gemüse wie Gurken, Paprika und/oder Tomaten und etwas Salz. Gegebenenfalls können Milchprodukte der Verfeinerung dienlich sein. Der Begriff Kaltschale ist typisch deutsch. In anderen Ländern gibt es ähnliche Gerichte, die aber eigene Namen und oft auch eigene Rezepte haben wie beispielsweise die spanische Gazpacho oder die polnische Chłodnik, die russische Okroschka oder die französische Soupe froide. Etwas zum Schmunzeln? Ein Gast sagt zum Kellner im Restaurant: 
Herr Ober, meine Suppe ist eiskalt!
Pardon aber das ist Gazpacho.
Mir doch egal, wie ihr Koch heißt. 
Der Begriff Kaltschale stammt aus dem Deutschen und setzt sich ganz wörtlich aus kalt und Schale zusammen.
Aprikosenkaltschale
Mit Schale oder neudeutsch Bowl war früher oft die Schüssel gemeint, in der Speisen oder Löffelgerichte serviert wurden. Somit bedeutet der Name nichts anderes als eine Speise, die kalt in einer Schale serviert wird. Mit der Zeit wurde Kaltschale zur Bezeichnung für eine eigene Speisenkategorie. Interessant ist, dass es im Deutschen auch die Warmschale gibt wenngleich sich dieser Begriff nie als allgemeine Bezeichnung durchgesetzt hat. Etwas Musik?
Es ist noch Suppe da 
Alligatoah 
Resümierend bezeichnet der Begriff ursprünglich nicht die Zutaten, sondern die Art des Servierens: Eine kalt servierte Speise in einer Schale. Somit ist das deutsche Wort Kaltschale einzigartig auf der Welt. 
Aprikosenkaltschale

Die Aprikose

Aprikosen (Prunus armeniaca)
Die beliebten, kleinen runden Aprikosen (Prunus armeniaca), in Österreich und dem Süddeutschen Raum auch als Marillen bekannt, gehören zur Familie der Rosengewächse und wachsen fast kugelrund mit der charakteristischen Einkerbung auf einem Baum. Die Steinfrüchte fühlen sich manchmal samtig behaart an und sind hellgelb bis orangerot gefärbt. Sie wachsen traditionell im Mittelmeerraum und der Türkei.
Aprikosen (Prunus armeniaca)
Die gesunden Inhaltsstoffe der Aprikose, viel Provitamin A (Carotin), außerdem die Vitamine B1, B2 und C sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor stärken nicht nur die Haare und Nägel, sondern auch das Immunsystem und helfen außerdem dabei den Kreislauf anzuregen. Durch die Salizylsäure haben Aprikosen eine antibakterielle Wirkung und tötet somit Keime im Magen-Darm-Trakt ab.
Aprikosenkaltschale

Und so geht das Rezept für meine Aprikosenkaltschale:

Das Rezept


Aprikosenkaltschale von Doc.Eva
Zutaten
  • 500 g Aprikosen, gekocht, fein püriert
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • Honig oder andere Süßungsmittel ad libitum
  • 1 El Kartoffelstärke
  • Wasser nach Bedarf
  • Früchte und Blättchen zum Ausdekorieren
Zubereitung
  1. Das Fruchtmus mit, in Wasser aufgelöster, Stärke binden. 
  2. Aufkochen und gut durchrühren. 
  3. Mit Wasser nach Wunsch verdünnen. 
  4. Kalt stellen. 
Anrichten
  1. Die kalte Suppe auftellern und mit Früchten (hier Granatapfelkerne, Himbeeren und Physalis) und Zitronenmelisseblättchen dekorieren. 
Lasst’s euch schmecken!
Aprikosenkaltschale

Die Vorschau

Am 30. Juli ist der weltweite Tag des Käsekuchens. Von mir gibt es eine salzige Variante: Die schweizer Käsewähe … seid gespannt - bis dahin und SO LONG …
Käsewähe