Heute kommt die Soljanka mal fruchtig daher …

In meinem letzten Blogpost hatte ich euch ein einfaches Rezept für Feigensenf ans Herz gelegt. Allerdings hatte ich dort bereits meine fruchtige Soljanka angekündigt. So soll es auch sein. Hier kommt das Rezept - aber lest und schaut doch einfach selbst …
Es ist noch Suppe da Das Soul FoodSoul Food (amerik. = Seelenkost) ist ursprünglich die Bezeichnung der traditionellen Küche von Afroamerikaner in US-Amerika mit Sitz in den Südstaaten. Sucht er uns nicht auch ab und an heim, dieser spezielle Heißhunger auf heiß und fettig und süß und sündig? Vor allem dann, wenn der normale Alltagswahnsinn garniert ist mit Pleiten, Pech und Pannen oder das Wetter auf uselig geschaltet hat? Dann gibt es nur eins, das hilft: Ab in die Küche und ein Leibgericht kochen. Was hier punktet, ist nicht der Kaloriengehalt, sondern der Zufriedenheitsfaktor – das Glück im Bauch!Soul Food-Rezepte werden liebevoll zuzubereiten und mit Genuss verspeist. Sie machen gute Laune und verjagen den Alltagsblues. Darum n…

Laydiesnight

In einem meiner letzten Blogposts hatte ich mich mal über das Thema Eventisten ausgelassen. Ich bin froh und glücklich die Möglichkeit zu haben mich hier öffentlich und unzensiert äußern zu können. Das wahre Leben erregt mal wieder meine Aufmerksamkeit. Ich betitele es mit IN EIGEREN SACHE! Aber lest selbst:

Der Neujahrsempfang

Die Freundschaft

Freundschaft unter Mädels, egal welchen Alters ist ein, auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes, Verhältnis zueinander, welches sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine, in einer freundschaftlichen Beziehung stehende, weibliche Person bezeichnet man langläufig als Freundin.
Freundinnen zu haben bedeutet viel im Leben,
doch muss man ihre Freundschaft pflegen!

Ich lade meine liebsten Damen alljährlich zum Neujahrsempfang ein – knapp zwei Handvoll sind es. Aus der Schulzeit ist leider keine mehr übrig. Da ist meine Älteste, nein Längste, G.. Wir kennen uns seit unseren ersten Schwimmbattles vor mehr als 50 Jahren. V. gehört auch zu den Mohikanerinnen, kneift aber inzwischen aus Gründen. Aus Airline Zeiten resultiert meine Freundschaft zu A.. Wir können auf 40 gemeinsame Jahre zurückblicken. Kinder verändern das Leben und Freundschaften bekommen neue Wertigkeiten. Aus den Grundschulzeiten meiner Kinder vor knapp 30 Jahren stammt R. übrigens ebenso wie G., aber sie weilt leider nicht mehr unter uns. Das nennt man dann wohl gemeinhin Mütterfreundschaften. Dann gibt noch G. aus der Laufgruppe und E.. F. aus der Bloggercommunity, Internet, resp. Facebook sei Dank, war verhindert. Auf Grund meiner gastro-journalistischen Tätigkeit stieß A. inzwischen dazu. Beim diesmaligen Treffen habe ich ihnen den NEUEN MANN in meinem Leben vorgestellt: Meinen zweiten Enkelsohn H. Drei Monate ist er jetzt auf dieser Welt und er verzaubert jeden mit seinem Lächeln. Anlass genug um sich niederzulassen zu plaudern und zu schnabulieren.

Die Laydiesnight

Zu meinem besagten jährlich wiederkehrenden Neujahrsempfang für meine Ladies servierte ich in diesem Jahr Entenpralinen, Mozzarella mit Roter Bete, Crêpes mit Forelle, Wraps mit Lachs, Tuna mit Graupen, Fischcurry, Lemon Trifle und Marokkanische Schokopraline als Flying Dinner.
Jede von uns entwickelt sich auf ihre Art weiter… Nehmen wir mal A. meine Fliegerfreundin. Wir haben immer schon viel Wert auf unser äußeres Erscheinungsbild gelegt. Mit ihren neuen microgebladeten Augenbrauen schoss sie den Vogel ab, sie hat sich schon getraut – ich noch nicht. Wunderschön sah sie aus. Und dann war da G.. Niemals hätte ich von ihr erwartet, dass auch sie inzwischen ihr Smartphone am Handyband trägt. Beruflich schwer aktiv hat sie dieses Item für sich entdeckt, ebenso wie ich seit längerer Zeit – sehr praktisch. Oder schauen wir auf E.. Sie richtet mittlerweile Buffets für unzählige Veranstaltungen ihrer Sportfreunde aus. Immer wieder neue Kreationen zu schaffen und eigenhändig vor- und zuzubereiten – eine wunderschöne Herausforderung. Oder R. Sie kümmert sich rührend um ältere Menschen in ihrem Umfeld, bekocht und versorgt sie, liebevoll – das macht sie großartig! Na und ein eigenes Print-Journal zu editieren in mittleren Jahren bedeutet schon viel Mut. A. hat es gewagt und bestreitet inzwischen ihr Leben davon – Hut ab! Nicht jeder von uns ist es gegeben Inspirationen von außen für sich umzusetzen. Gerade bei der Suche und dem Finden seiner eigenen Positionierung kann der goldene Käfig manchmal eher hinderlich sein.

Die eigene Sache

Deshalb mein immer wieder kehrender Appell: Mädels, sucht euch frühzeitig eine Muse, etwas wofür ihr brennt, eine Leidenschaft, eine Nische, eine Aufgabe! Ich sehe sehr vereinsamte Verheiratete, tragische Verlassene, Unglückliche und sich selbst als BestAger bezeichnende FrühAlte. Das beginnt schon morgens mit: Was ziehe ich heute an? Den bequemen Baumwoll-BH ohne Bügel, schlimmstenfalls Bustier in der Farbe ecru, schmucklos und möglichst unauffällig dazu passend die Comfort Knickers und das wärmende Unterhemd aus Jersey. Mädels das könnt ihr im Sarg tragen. Darin fühlte ich mich auch scheintot. Ich muss mich doch selbst lieben! Ich dekoriere meine Wohnung, verziere meine Essteller, renne zum Friseur, kaufe Make up und trage unter meiner Fassade den Charme einer Leiche? Ein bisschen Spitze, ein bisschen Exotic, etwas Seide und Samt, Lignerie heißt das Zauberwort! Ich sage nur Basic Instinct, der Film mit Sharon Stone!
Liebe dich selbst,
dann liebt dein Leben dich!

Sich selbst zu definieren, seinen ganz eigenen Weg zu finden, das mag so manches Mal schwer sein angesichts des Alltagsgeschäfts, der familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen. Das Eigene, das Innen muss passen und das bestimmt jeder selbst. Was haben wir mit Mitte zwanzig für Ideen, für Ziele, für Motivationen gehabt? Wo sind sie hin, die Wochenendtrips, die Partynächte, die Club-Touren, die durchdiskutierten Nächte, die Fressgelage, das Maßlose – die Orgien? Diese Nächte waren doch den Hangover am nächsten Tag wert, ansonsten hätten wir es nicht immer und immer wieder getan. Übrigens, das geht heute auch noch, der Körper braucht nur etwas länger zur Regeneration.
Wisst ihr eigentlich, dass Frauen über 50 recht ausgefallenen Sex haben?
Montag ausgefallen, Dienstag ausgefallen, Mittwoch ausgefallen, Donnerstag ausgefallen, Freitag ausgefallen und am Wochenende ausgefallen.

Gemeinsam statt einsam? Gemeinsam kann noch viel einsamer sein als allein. Seid euch selbst die Nächste, Mädels! Wie? Das entscheidet nur ihr! Die Eine braucht ihr Wellnessprogramm an der Ostsee, die Nächste töpfert in der Toskana, filzt im Allgäu oder belegt Malkurse oder nimmt an Workshops in Fotografie oder Yoga teil. Aber tut euch den Gefallen und MACHT WAS – das Alter ist doch wahrlich kein Hinderungsgrund! Scheißt doch auf das metallene ZeitAlter mit Silber im Haar, Gold in den Zähnen und Blei in den Füßen, die Falten im Gesicht, die Muffins auf den Hüften! Die neugierig blitzenden Augen und das Schmunzeln auf den Lippen, die aufrechte Haltung und der bestimmte Schritt, das ist das was die Umwelt als erstes sieht. Das ist eure Ausstrahlung, eure Aura!
Auf uns!
Andreas Bourani

Das Essen

Entenpralinen, Mozzarella mit Roter Bete, Crêpes mit Forelle, Wraps mit Lachs, Tuna mit Graupen, Fischcurry, Lemontrifle und Marokkanische Schokopraline als Flying Dinner sagte mein Speiseplan. Für die Entenpralinen stellte ich ein eher festes Entenbrust Confit her mit Portwein und Preiselbeeren und wälzte die Bällchen in Cornflakes.  
Mozzarella mit Roter Bete und einem Basilikumblatt aufzuspießen ist auch keine große Kunst.
Ungesüßte Crêpes mit gezupfter Räucherforelle, Gürkchen und etwas Mayonnaise zu füllen erfordert auch keine große Mühe.  
Wraps mit Frischkäse, Rucola, Rote Bete Streifen und Räucherlachs aufzurollen, das kann wohl jeder. Gegarte Graupen mit Tunfisch, Tomaten, grünem Pfeffer und Lauchzwiebeln zu vermischen ist ebenfalls einfach - in den Rezepten gibt es ausreichend Informationen.
Das Fischcurry bestand aus bunten Urmöhren, Kürbis, Kokosmilch und Kabeljau.
Für die Marokkanische Schokopraline verwendete ich Reste von meinem Marokkanischen Schokoladenkuchen, vermischte die Brösel mit etwas Frischkäse und Kakaobits und wälzte die Bällchen in Schokoraspeln.
Das Rezept für Lemontrifle findet ihr ebenfalls in meinen Rezepten.
So nun brennt für euer Leben Mädels bevor euer Leben euch verbrennt! 
Good Luck!

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